Über die Historie des Wappens
Ein grünes Eichenblatt, ein blauer geschlängelter Wasserlauf und ein sich aufbäumender Rappe mit aufgestelltem Schwanz bilden auf braunem Schild das Wappen der Gemeinde Leegebruch und symbolisieren ihre Historie. Erwiesen ist durch Ausgrabungen, bei denen Steinbeile, Steinmeißel und Bronzegegenstände gefunden worden sind, daß das Gebiet schon während der jüngeren Steinzeit besiedelt war.
Die erste Erwähnung Leegebruchs jedoch stammt aus dem Jahre 1622. Der brandenburgische Kurfürst Georg Wilhelm verbot den Bauholzverkauf „aus dem Legebruche zwischen Velten und Bötzow, weil das Erlenholz zu Grundpfählen für die Festung Spandau und zum Kohlenschwelen für den Bedarf des Hofes“ gebraucht wird.

Das Eichenblatt erinnert an das Jahr 1672, in dem das Mastrecht eingeschränkt wurde. Während bisher alle Bürger ihre Schweine frei in die Eichelmast jagen durften, so ist die Anzahl für den Bürgermeister auf drei, für die Ratsleute auf zwei und für die einfachen Leute auf ein Schwein beschränkt. Im Jahre 1832 wurde das benachbarte Bärenklau zum Hauptremontedepot für die kaiserliche Armee. Hier wurden für das Militär erworbene Pferde, sogenannte Remontepferde, solange auf der Weide gepflegt, bis sie bei der Reiterei oder im Troß eingesetzt wurden.

Auf dem heutigen Gebiet von Leegebruch wurde an der Muhre für die Entwässerung gesorgt und eine Außenstelle, ein Vorwerk, errichtet. Damit hatte die Geburtsstunde des heutigen Leegebruch geschlagen. Den ersten großen Aufschwung erlebte die Gemeinde 1936. An den Bau der Heinkel-Flugzeugwerke erinnern heute ein Gedenkstein für die KZ-Häftlinge und die einstigen Siedlerhäuschen der Arbeiter. Auf der Dorfaue steht übrigens eines der älteste Gebäude Leegebruchs, eine dunkelbraune Kapelle aus Holz.

Da sich die Gemeinde offenbar den Bau eines Kirchleins nicht leisten konnte, schenkte Baumeister Heinrich Mendelsohn aus Berlin der Kirchgemeinde die Holzkapelle am 1. Adventssonntag 1930.

Ursprünglich als Leichenhalle für den Friedhof gedacht, wurde auf Wunsch der Kirche der Platz zwischen den Dorfeichen zur Verfügung gestellt, damit sie auch zu Gottesdiensten genutzt werden kann. Seit dieser Zeit hat das Gotteshaus sicher so mancherlei erlebt. Die kleine Kapelle mußte sogar Mißbrauch erdulden. So wurde sie zeitweise als Flüssiggasausgabestelle genutzt.

Heute erstrahlt sie im neuen Glanz. Einfach zwar, aber durch die nach oben strebenden Balken, die sich in drei Spitzen übereinander zusammenfügen, doch von einer schlichten Feierlichkeit. Rechts und links befinden sich zwei kleine Anbauten in der Art von Apsiden. Und darüber die Kronen der alten Eichen.

Die schlichte dunkelbraune Holzkapelle auf der Dorfaue ist eines der ältesten Gebäude in Leegebruch.