Stand August 2011
Zehn Jahre rasender Reporter
Die Welt blickt auf Mehrow – und das seit mittlerweile zehn Jahren. Zu verdanken ist dies einem Computerfachmann, der als Freizeit-Journalist mit viel Engagement regelmäßig das Neueste aus dem kleinsten Ortsteil der Großgemeinde berichtet.
Dadurch blieb Mehrow im weltweiten Blickpunkt, denn Mehrows „rasender Reporter“ Benedikt Eckelt berichtet übers Internet. „Ich bin mit meiner Kamera auf Festen unterwegs, begleite die Feuerwehr, bin dabei, wenn im Dorf was geschieht. Ich bearbeite das dann und stelle es ins Internet. Dabei habe ich mir fest vorgenommen, mindestens einmal im Monat Neuigkeiten zu berichten. Das kann manchmal ganz nett stressig sein, schließlich komme ich werktags erst so gegen 20 Uhr von der Arbeit nach Hause“, berichtet der Familienvater. „Dazu kommt, dass Haus und Garten ebenfalls gepflegt werden wollen.“
Doppelbelastung
Dabei hat Benedikt Eckelt in seiner Freizeit sogar eine Doppelbelastung, denn er ist zugleich und das seit ebenfalls zehn Jahren, offizieller Ortschronist von Mehrow.
Als Computerfachmann setzt er für die Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse konsequent aufs Internet. „In der Mehrow-Seite ist alles zu lesen, was ich zusammengetragen habe“, lädt er ein.
Das unterscheidet ihn von den „Kollegen“ in den anderen Ortsteilen, die lieber auf Gedrucktes setzen, das man in die Hand nehmen kann und die damit natürlich all diejenigen mit ansprechen, die mit Computer und Internet nicht so vertraut sind.
Dem Tod auf der Spur
Benedikt Eckelt unterscheidet sich aber noch in einem weiteren wichtigen Punkt von den Chronisten-Kollegen. Ihn fesselt die Geschichte von Menschen, die in Kriegen ihr Leben verloren. „Dabei ist egal, auf welcher Seite sie kämpfen mussten. Es waren doch in der Regel junge Leute, die in einen sinnlosen Tod getrieben wurden.“ So spürte Eckelt Besatzungen von alliierten Flugzeugen nach, die in der Region abgeschossen wurden und interessiert sich ebenso für
die Halbwüchsigen, die beim Dienst an der Flak-Anlage in Lindenberg zu Tode kamen. Er hilft Menschen, die nach ihren im Krieg umgekommenen
Angehörigen suchen und stöbert dabei in einschlägigen Archiven. Wenn er in Urlaub fährt, dann stehen Soldatenfriedhöfe auf dem Programm, wo er dann auf den früheren Schlachtfeldern nach Ahrensfeldern sucht.
Fans in der ganzen Welt
Dies und die ganz normalen Nachrichten aus Mehrow bescheren ihm und damit seiner Wahlheimat mittlerweile
weltweites Interesse. „Es gibt
Leute aus Australien, aus den USA und aus Südamerika, die regelmäßig auf die Seite sehen und sich manchmal bei mir melden“, freut sich Eckelt.
Wenn ihm was in der Gemeinde gegen den Strich geht, dann gibt es dort den einen oder anderen Kommentar, doch ansonsten spart der Mehrower lieber mit Kritik: „Ich möchte das Internet nicht missbrauchen, um andere zu beeinflussen“, meint er.
Hilfe gesucht!
Seine Berichte sind mittlerweile so beliebt, dass er den vielen Einladungen zu Veranstaltungen gar nicht mehr alle folgen kann, zudem er immer öfters weit über die Grenzen Mehrows und sogar von Ahrensfelde selbst zum Berichten eingeladen wird. Deshalb wünscht er sich zum runden zehnten Geburtstag, dass sich ihm der eine oder andere Freizeit-Reporter anschließt und ihn mit interessanten Berichten und Fotos beliefert, die dann gerne weltweit auf www.Mehrow.de präsentiert werden.
Infos:
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