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Blumbergs Kirche beherbergt einen
Schatz, der nun wieder in neuem alten
Glanz erstrahlt. Zu verdanken ist dies
ganz erheblich dem „Kulturverein von
Canitz“, dessen Mitglieder einen
erheblichen Teil der für die
Restaurierung nötigen Summe
aufbrachten.

Seit dem Frühjahr 2013 sind nun die drei
von der Expertin Undine Köhler
restaurierten Gemälde, die schon Theodor
Fontane in seinen „Wanderungen“
begeisterten, an Sonntagen und zu den
Gottesdiensten zu sehen.

Motive sind das Ehepaar von Löben und
Freiherr von Canitz.

Damit bewies der 1999 gegründete Verein,
dass er sich über das  kulturelle Leben des
Barnim-Dorfes mit 2 320 Einwohnern
hinaus engagiert.  

Heißer Ball im kalten Winter      

Das Veranstaltungsjahr 2013 begann mit
dem Winterball im Februar, mit dem der
Kulturverein eine alte schöne Dorftradition
mit neuem Leben erweckte. Bürgermeister
Wilfried Gehrke und Frau schwangen hier
ebenfalls das Tanzbein.

Der kommende „4. Winterball“ findet am
15. Februar 2014 statt, die Karten sind heiß
begehrt.

Traditionell endet das Vereinsjahr mit dem
Weihnachtsmarkt am 1. Advent, der längst
Familien der anderen Dörfer der Gemeinde
und aus Bernau, Werneuchen und Berlin
anzieht.  

300 Besucher bei Jazz-Konzert

Ein Höhepunkt 2013 war im
August das Konzert „Swingtime“. Der
Kulturverein hatte zu seinem 4. Open-Air
Jazz Konzert mit der „Barnim Big Band“
geladen. Zur Freude der
Veranstalter und der 17 Musiker hatten
sich mehr als 300 Freunde des Swing auf
der einstigen Schlossterrasse vor der
weiten, märchenhaften Kulisse vom Lenné-
Park eingefunden. Unter strahlender Sonne
machten es sich die Konzertbesucher auf
Partybänken und auf der Wiese
bequem und lauschten begeistert den
bekannten Melodien des Swing von Glenn
Miller, Benny Goodman oder Count Basie.
Der Erfolg verpflichtet, 2014 ist am 17.
August das nächste Konzert geplant.
„Papa Binnes Jazz Band“, eine der ältesten
deutschen Jazz-Formationen, die diese
Musikrichtung in der DDR prägte, hat
zugesagt, auf der Naturbühne zu spielen.

Die Freilichtkonzerte auf der
Schlossterrasse vor der Kulisse vom
denkmalgeschützten Lenné-Park, für
dessen Erhalt sich Mitglieder des Vereins
ebenfalls einsetzen, sind längst zu einem
lokalen kulturellen Höhepunkt geworden.
Ein unvergessliches Erlebnis war das
Open-Air-Konzert mit der Jazz-Legende
und Sängerin Ruth Hohmann und ihren
Musikern.  

Blühende Gärten  

Freunde des Vereins um den Vorsitzenden
Jens Hermerschmidt wissen natürlich, dass
2014 wieder Konzerte in den Scheunen des
Dorfes und Vorträge im renovierten
Pfarrstall geplant sind. Im Mai
laden Blumberger wieder in ihre
sommerlichen, blühenden Gärten und die
Höfe zur traditionellen Gartentour ein. Bei
Rosenwasser, Holunderblütensaft und
selbst gebackenem Kuchen wird dann über
Pflanzensorten, Stecklinge und
Unkrautbekämpfung, über
Goldfischhaltung und Obstrezepte
gefachsimpelt.

Die historische Feldsteinkirche hat eine
tolle Akustik, die sich als ideal für die
kraftvollen Stimmen der Kosaken vom
Don erwies, die im Oktober

begeisterten. Dort werden am 30. März
2014 Laute und Blockflöten erklingen.

Blumberg ein ganzes Jahr

Eine gute Idee, die viel Anklang findet, ist
der jährliche Kalender mit Motiven aus
dem Ort. 2013 ging es um Blumberger
Gärten. 2014 stellen sich Künstler des
Ortes und des Vereins mit
ihren Arbeiten vor.

Seinen Namen gerecht werdend, gibt der
Verein, der inzwischen 50 Mitglieder zählt,
nun „Blumberger Hefte“ heraus. Das 1.
Sonderheft war den Befreiungskriegen und
dem bei Blumberg gefallenen preußischen
Offizier Otto von Arnim gewidmet. Dafür
konnte als Autor Vereinsmitglied Dr.
Konrad Müller gewonnen werden, der ein
profunder Kenner der Brandenburgischen
Geschichte, der Dörfer der Mark und ihrer
Architektur ist.

Geschichte im Blick

Publikationen über den Hofdiplomaten und
Dichter Freiherr von Canitz sowie über
Geschichte und Gegenwart des
wunderschönen Landschaftsparks, ein
inzwischen beliebtes Naherholungsziel,
sind in fester Planung. Mit diesen
„Blumberger Heften“ wollen die
Vereinsmitglieder künftig in
Zusammenarbeit mit den Ortschronisten
der anderen Ortsteile der Gemeinde
Episoden aus dem einstigen und heutigen
Leben ihres Dorfes und des Barnim
sammeln und veröffentlichen. Wichtig ist
dem Verein die weitere Verschönerung des
Dorfes und besonders des Dorfzentrums
mit dem Berliner Platz sowie die weitere
Pflege des historischen Parks. Ein
Wermutstropfen bei diesem Anliegen war
ein weithin sichtbares und inzwischen ver
wahrlostes Wertstofflager an der
Fernverkehrsstraße 158, das den Blick auf
das schon 1253 erwähnte Dorf von Berlin
kommend nicht gerade fotogen macht. Das
Engagement vieler Blumberger hat sich
gelohnt, der Schandfleck wird nun endlich
beseitigt.

von Hartmut Moreike

Kontakt

Kulturverein von Canitz
Jens Hermerschmidt
Chausseedreieck 3
16356 Ahrensfelde OT Blumberg
www.kulturverein-blumberg.de

Tel. 03 33 94/2 59

Blumberg mit weiter Ausstrahlung

Stand November 2013

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