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Mit dem Pinsel auf die „grüne Insel“ vor Berlin: Ahrensfelde ist dabei, Magnet für Maler zu werden.
Jedes Jahr im Mai strömen ambitionierte Maler nach Ahrensfelde, um die Reize der Gemeinde auf sich
wirken zu lassen. Dies ist der Unternehmerin und Hobby-Künstlerin Stefanie Schmock zu verdanken. Sie
hat seit fünf Jahren die Gemeinde zum Anziehungspunkt für Maler gemacht.      
Farbige Wonne
Immer im Mai lädt sie Künstler aus vielen Teilen von Deutschland ein, um mit ihr im Freien Ahrensfelde und
Umgebung auf Papier und Leinwand zu bannen: „Wir arbeiten in der Natur. Wir treffen uns an bestimmten
Plätzen, sehen also alle in etwa das Gleiche. Doch jeder von uns hat seine spezielle Technik. Der Reiz liegt
darin, wie unterschiedlich verschiedene Künstler das gleiche Motiv umsetzen“, beschreibt sie den
spannenden Ansatz.
Kühle Technikerin?
Stefanie Schmock sagt von sich, dass sie die Freude am Malen seit ihrer Kindheit in sich trägt, aber nie
ausleben konnte. Sie wurde als Maschinenbau-Ingenieurin „kalte Technikerin“ und arbeitete als
Konstrukteurin. Nach der „Wende“ betrieb sie 16 Jahre lang ein Küchenstudio in Elisenau. Die
Abgelegenheit dort erforderte besondere Ideen, um  Aufmerksamkeit zuerregen. Jetzt kam die Leidenschaft
aus Kindheitstagen ins Spiel: „Ich habe zum Malen eingeladen. Wir haben mit Acrylfarbe expressive Motive
auf ausrangierte Küchentüren gezaubert.“  
Hobby als Lebensaufgabe
Dieser Anstoß war der Beginn eines neuen Hobbys. Nun entstanden großformatige Acrylbilder. Beflügelt
durch die gute Resonanz in Ausstellungen wurde die Malerei im Rentnerleben zu einer neuen
Lebensaufgabe. Der österreichische Aquarellmaler Bernhard Vogel entfachte ihre Liebe zu dieser Technik.
Herausragend ist die Gestaltung eines Aufzugsschachts in Bernau mit einem elf Meter hohen Acrylbild.
Große Beliebtheit hat das „Elisenauer Pleinair“. Unter den regelmäßigen Gästen sind renommierte Künstler
wie Kirsten Behme-Priebsch aus Mühlhausen in Thüringen oder die Berliner Andreas Mattern und Dr.
Georg Welke. „Treffpunkt für die Kunsttage, die immer von Freitag bis Sonntag gehen, ist bei mir in
Elisenau. Dann entscheiden wir, wo wir in der Region zum Malen hingehen.“
Malen für jeden
Während mit dem jährlichen Pleinair Ahrensfelde immer mehr Bekanntheit in Kunstkreisen erlangt, sorgt
Stefanie Schmock seit Kurzem dafür, dass angehende Künstler innerhalb der Gemeinde das ganze Jahr
über die Möglichkeit bekommen, ihre Kreativität auszuleben. Im Hobbyraum des Gemeindezentrums
Ahrensfelde treffen sich jeden zweiten Mittwoch um 14 Uhr die „Ahrensfelder Freizeitmaler“. Interessenten
sind herzlich willkommen. Zusammen mit Dr. Georg Welke organisiert Stefanie Schmock Kurse wie
„Blumenmalen“ oder  Pleinair-Malen in Berlin und Umgebung sowie Malreisen, natürlich in malerische
Gegenden Deutschlands!
Haßliebe zu Aquarellen
Stefanie Schmock malt übrigens am liebsten Aquarelle, die aber möglichst nicht danach aussehen sollen:
„Mich stört an dieser Technik das viele Weiß, das auf dem Papier bleibt. Erst durch Bernhard Vogel fand ich
eine neue Maltechnik, die mich fasziniert. Ganz neu bin ich auf Alvaro Castagnet aus Uruguay gestoßen,
bei dem mich die intensiven Farben besonders interessieren.“ Mal sehen, ob Stefanie Schmock bis zum
nächsten Malertreff im Wonnemonat Mai 2016 es hinkriegt, Ahrensfelde mit südamerikanischem Frohsinn
aufs Papier zu zaubern!
Infos:
Tel. 0 33 38/4 51 47
http://stefanieschmock.blogspot.de
Stand Oktober 2015
Mit dem Pinsel in Wald und Wiese
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Blick zur Lindenberger Kirche.tif
 
Ute aus Neustadt-Dosse.tif
vorm Ahrensfelder Rathaus.tif