Stand: November 2008
 
Unterwegs mit Kamera und Spritze:
Feuerwehr-Mann löscht heiße Träume
Im Vorgarten lädt eine putzige Märchenlandschaft mit Leuchttürmen, Fischteichen und Eisenbahnanlage ein. Drinnen allerdings geht es oft heiß her.
Denn im Obergeschoss des Einfamilienhauses befindet sich ein Mini-Fotostudio, in dem heiße Girls gerne ihre Hüllen fallen lassen. Wird es mal zu heiß, dann ist die Ursache weniger im Treiben denn in der Beleuchtungstechnik zu suchen. Doch Peter Dvorak kennt sich mit heißen Sachen bestens aus: Der renommierte Aktfotograf ist hauptberuflich bei der Berliner Berufsfeuerwehr im Einsatz.

Sexy Foto für den Freund
Wenn er gerade nicht mit Spritze und Einsatzwagen
unterwegs ist oder vom Schreibtisch aus Leben retten hilft, verhilft er Mädchen dazu, Träume zu verwirklichen: „Manche wollen erotische
Fotos, um dem Partner eine Freude zu machen“, nennt er ein relativ häufiges Motiv, sich vor seiner Kamera zu räkeln. Liebesbeweise dieser Art sind sogar systemübergreifend. So erinnert er sich an eine
vermeintlich „brave“ Hausfrau, die ihrem Mann mit einer ganz speziellen Fotoserie den grauen DDR-Alltag versüßen wollte: „Die Fotos waren dazu bestimmt, vom Flur ins Schlafzimmer zu weisen. Auf jeder Aufnahme wollte sie ein wenig mehr zeigen!“, schmunzelt „Foto-Peter“, wie sich der 54-Jährige selbst nennt.
„Andere Mädchen erhoffen sich mit freizügigen Fotos den Einstieg ins professionelle Model-Business. Einigen ist das durchaus gelungen“, so der Ahrensfelder.

Model als Schwiegertochter
Über eines seiner frühen Models freut er sich ganz
besonders: „Sie verliebte sich in meinen Sohn, heute ist sie meine Schwiegertochter!“ Erfolge dieser Art sind begrenzt, denn Foto-Peter hat „nur“ zwei Söhne!
In seinem Dachstübchen kann er einen dicken Aktenordner vorzeigen, „alles Verträge mit Models“.
Weit über hundert dürften es sein, genau weiß er es nicht. Die Bilder entstanden in seinem kleinen Studio, im Freien, in antiken Eisenbahnwaggons, auf alten Flugplätzen, mit schweren Baumaschinen oder in romantischen Scheunen. „Ich nehme gerne die Vorstellungen und Wünsche der Mädchen auf“, berichtet er.

Anfänge in der Kita
Entdeckt hat der gelernte Metallfacharbeiter seine kreative Ader, als seine Kinder im Kita-
Alter waren. „Die Kinder in der Kita und ihre Eltern wollten gerne Fotos haben. Bis die aus der Entwicklung kamen, vergingen in der DDR leider immer lange Wochen.“
Also bewaffnete sich Peter Dvorak mit einer Kamera,
rüstete sich mit einer Dunkelkammer aus und erzielte viel Bewunderung, „wenn ich die Fotos vom Vormittag schon nachmittags als Abzüge abliefern konnte.“
Von der Kinderfotografie zur Mädchenfotografie war es für ihn nur ein kleiner Schritt, denn „immer geht es um interes- sant arrangierte Bilder“.
Sein Archiv zeigt anschaulich die Entwicklung der Ästhetik: „In der DDR war Erotik meist mit Natürlichkeit verbunden! Schließlich war damals Rasieren noch Männerdomäne.“

Gefragt für Body-Art
Ganz neu ist Body-Art: „Dabei gilt, weniger ist oft mehr!“, so Foto-Peter, der sich nach der Wende zum Masseur ausbilden ließ, bevor er wieder zur
Feuerwehr stieß. Seine künstlerische Fotografie hat mittlerweile sogar in Bayern Fans gefunden. Dazu gehört ein Dessous-Vertrieb, der von ihm die freche Wäsche für heiße Mädchen gerne im kalten Norddeutschland fotografieren lässt. Dem Feuerwehrmann gehen offenbar niemals die Ideen aus: So zieht er ein „Erotisches Märchenbuch“ aus der Schublade, wo sogar das vermeintlich vergiftete Schneewittchen mal ganz anders auf die Wiedererweckung wartet und die „7 Zwerge“ genauso lustig wie im Kinofilm, dafür aber viel attraktiver sind!  

Infos:
Tel. 01 77/5 62 54 92
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