Bewegte Geschichte: Vom Pferdebus zur Eisenbahn

Eisenbahnfan im ganzen Land gefragt

Lange bevor man an S- und U-Bahn dachte, hatte Ahrensfelde bereits seine eigene Buslinie. Der Pferdebus war damals ein sehr fortschrittliches Verkehrsmittel.Doch bereits 1885 war man damit nicht mehr ganz zufrieden. Eine Eisenbahn sollte her. Zehn Jahre hieß es noch Geduld zu haben, bis 1895 die Eisenbahnstrecke Berlin-Wriezen gebaut wurde. Damit war Ahrensfelde auf modernste Weise an Berlin angeschlossen. 1927 setzte in Ahrensfelde, wie in den meisten Randgebieten Berlins, eine starke Siedlungstätigkeit ein. Dafür verkauften die örtlichen Bauern 400 Morgen Land entlang der Eisenbahnstrecke Ahrensfelde/Blumberg und in Höhe des Ostfriedhofs an die Siedler . 1945 wurde die Eisenbahnlinie gesprengt. Alsbald hatte man sie wieder repariert. Zuerst fuhren Dampfloks, später waren es dann Diesellokomotiven. 1982 erfolgte die heißersehnte Inbetriebnahme der S-Bahnlinie über die Warschauer Straße nach Ahrensfelde. Dies alles hat Klaus Kieper im Detail nachrecherchiert. Der 67-Jährige beschäftigt sich mit Eisenbahnen in verschiedenen Größen. So ist er leidenschaftlicher Modellbau-Fan. Bereits 1954 bekam er seinen ersten Preis für seine Modelllokomotive der Baureihe 80, unter Spezialisten bekannt als Tenderlokomotive für Kohle- und Wasserwagen. „Schon als kleiner Junge war ich einfach fasziniert von großen Lokomotiven“, erinnert sich Klaus Kieper. Seine Leidenschaft gilt dabei der Schmalspurbahn. Im Band „Franzburger Kreisbahnen“, der gerade neu aufgelegte wurde, überzeugte er die Fachwelt durch seine genauen Recherchen.
Und noch ein Hobby hat der Ahrensfelder. Er sammelt Briefmarken. Aber nicht x-beliebige. Nein, natürlich nur Briefmarken mit Eisenbahnen- und Lok-Motiven. Und er kennt sich mit der örtlichen Eisenbahngeschichte wie kein anderer aus: „Als ich 1963 nach Ahrensfelde kam, fuhr die Baureihe 38, also eine ausgesprochene Personenzuglok“, sprudelt es aus ihm heraus.

Der Ahrensfelder ist der Spezialist rund um die Lokomotive.

Diese Aufnahmen schoss Klaus Kieper 1970 am Bahnhof Ahrensfelde.