Hinter den Kulissen von Village Rock

Familiemit Rock-Musik im Blut

Rock-Musik hat man im Blut – das beweist eine Ahrensfelder Familie. Die Mama, gleich mehrere Papas und der Nachwuchs sorgen für heißen Sound. Und zwar auf mehrfache Art und Weise!
Da wäre erst mal das Festival Village Rock. Seit 2001 sorgen jeden Frühling mehrere Bands von der Gemeindehalle in der Dorfstraße aus für heiße Rhythmen und haben Ahrensfelde zum guten Tipp für Musikfans in Nord-Berlin und im Barnim werden lassen.
„Vater“ dieses Festivals ist Sebastian Schulze. Der heute 25-jährige Maschinenbau-Student ist, wie könnte es anders sein, selbst Freizeit-Musiker. Bekannt ist seine Band „Atrophy“, wo Schulze als Gitarrist und Sänger auftritt. Nach anfänglicher Anlehnung an Heavy Metal Bands wie Metallica und AC/DC sorgt die Gruppe mittlerweile mit eigenen Songs für Begeisterung. Sogar an eine CD ist gedacht – dabei ist der Ahrensfelder Autodidakt, der sich alles selbst beigebracht hatte.
„Meine Eltern hatten eine Gitarre im Wohnzimmer
liegen. Das faszinierte mich so, dass ich schließlich damit zu üben begann“, erinnert sich Schulze an die Anfänge vor zehn Jahren. Doch das ist sicher nur die halbe Wahrheit, denn der Student stammt aus einer Musikerfamilie: „Mein Vater Winfried Schulze spielt Schlagzeug, meine Mutter Carola Karpati ist am Akkordeon fit und mein Stiefvater Andreas Karpati spielt Bass und Klavier.“
Die Musikalität hat auf alle Kinder abgefärbt: Schwester Maria Schulze, die mittlerweile in Greifswald studiert, hatte als Schülerin am Barnim-Gymnasium ihre eigene Band, die beim ersten Village Rock Festival 2001 natürlich mit von der Partie war. Und Bruder Tobias Schulze, 20, ist am Schlagzeug fit, wenn er nicht gerade auf dem Fußballplatz für Furore sorgt.
Die Organisatoren um Sebastian Schulze und Clemens Lucas geben zu, bei der Idee mit dem Rock-Festival in Ahrensfelde auch an sich selbst gedacht zu haben: „Wir wollten für uns selbst mal eine richtig attraktive Auftrittsmöglichkeit schaffen!“
Im damaligen Jugendpfleger Toralf Günther und dem früheren Ahrensfelder Bürgermeister und Rockfan Peter Hackbarth fand die Idee schnell Unterstützer. Die neue Jugendpflegerin Yvonne Dankert ist ebenfalls begeistert.
Mittlerweile klopfen Bands aus ganz Deutschland bei den Ahrensfeldern an. Immerhin hatte das Festival im Rekordjahr 2003 schon mal über 400 Besucher! Gespannt darf man übrigens sein, wann sich die musikalische Familientradition fortsetzt. Denn Freundin Daniela Korch, 22, übt sich neben dem Studium der Grundschulpädagogik immer öfters im Gesang!

Infos Tel. 01 77/8 56 27 95

Sebastian Schulze träumt von der eigenen CD.

Schwester Maria Schulze (l.) hatte als Schülerin eine eigene Band.