Action aus Trappenfelde für die Welt

Fliegende Autos – und Lola aus dem Hühnerstall

Der berühmteste Hühnerstall steht in Ahrensfelde – nur, kaum jemand weiß es. Dabei entstanden hier Filme die Geschichte machten. Sogar „Lola rennt“ ist darunter. Natürlich wurde nicht der ganze Film hier gedreht, sondern nur Teile. Aber solche, die es in sich haben. Denn Volkhart Buff (Foto), der Betreiber des Areals an der Trappenfelder Chaussee, ist Chef einer Truppe von Stunt-Schauspieler, die immer dann einspringen, wenn es den Stars zu brenzlig wird. Sie sind Spezialisten für „harte Action, Feuer und Rauch oder wilde Verfolgungsfahrten mit Autos“. Bei „Lola rennt“ wurde in Mehrow die Szene mit dem Rettungswagen, der in eine Scheibe fuhr, gedreht. Die meisten waghalsigen Aktionen der Stunt-Fachleute, darunter sind sogar vier Mädchen, sind im Fernsehen zu bewundern, auf fast allen Kanälen. Bekannte Serien wie „Helicops“ oder „Die Straßen von Berlin“ beziehen wichtige Sequenzen aus dem Hühnerstall von Ahrensfelde. Kinofilme wie „Resident Evil“ mit Heike Makatsch oder „Half Past Dead“ bezogen spannende Szenen von den Stunt-Fachleute um Volkhart Buff. „Das Parfüm“, ein „Freund von mir“ mit Jürgen Vogel oder „Wo ist Fred?“ mit Til Schweiger sind weitere Produktionen. Andere Szenen entstehen an Originalschauplätzen auf der ganzen Welt. So waren die Mehrower gefragt, als auf Mallorca der verheerende Unfall mit einem Tanklastwagen, der auf einem Zeltplatz explodierte, ins Bild gesetzt werden sollte. In Indien ging es um den Motorrad-Unfall des Freunds von Fotomodell und Groupie Uschi Obermaier. Gerade ist das Team aus Afrika zurückgekommen. Dort drehte das ZDF am Dreiteiler „Afrika, mon amour“ mit Iris Berben in der Hauptrolle, der im Januar 2007 ausgestrahlt wird. Darin „organisierte“ die Stunt-Gruppe eine Schlachtszene aus dem ersten Weltkrieg.
Volkhart Buff kommt ursprünglich aus der bayerischen Kleinstadt Weißenburg. Nach dem Abitur tauchte er ins Westberlin von 1986 ein. Er traf auf eine Artistik-Gruppe und kam darüber mit Stuntmen in Kontakt. Blödel-Idol Dieter Hallervorden entdeckte ihn dort für „Spottlight“ und setzte ihn fortan bei vielen Fernsehproduktionen ein. Seit 1993 ist Buff Chef seiner eigenen Stunt-Firma, 1996 verliebte er sich in ein altes Bauernhaus in Mehrow und pachtete die ehemalige Hühnerfarm in Trappenfelde für Filmproduktionen dazu. Der Vater von vier Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren ist heute oft in der Wasserstadt Spandau, im Schatten der Studios von RTL anzutreffen. Die Hühnerfarm von Trappenfelde ist für Außenaufnahmen, die Platz benötigen gefragt. Wie damals bei „Lola rennt“, eben.

www.buff-connection.com

STUNT UND ACTION AUS AHRENSFELDE