Von der Urania zum Life Science Center

Wissenschaft zum Anfassen

Viele Bürger fragen sich, was das eigentlich ist, ein „Science Center“. Wer englisch kann, reimt sich zusammen, dass es was mit Wissenschaft und einem Zentrum zu tun hat. Die anderen sind gänzlich ratlos.
Dabei gab es das erste Science Center schon vor über hundert Jahren, und zwar in Berlin, nur hieß es damals nicht so. Es war die Urania, gegründet 1888 von Wilhelm Förster, dem Direktor der Königlichen Sternwarte in Berlin. Erklärtes Ziel war es, naturwissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Als erstes Institut der Welt hatte die Urania deshalb Experimentiersäle für Laien. Dort konnten die Besucher Versuche zur Mechanik, Akustik, Elektrizität, Optik und Optischen Täuschungen selbst ausprobieren. In Theatersälen gab es Vorführungen zu brandneuen Erfindungen wie den Röntgenstrahlen. Zu diesen strömten die Leute in Scharen.

Mitmachen erwünscht
Das erste moderne Science Center, das Exploratorium, entstand 1969 in Los Angeles, USA. Damals wurde der Begriff Science Center geprägt, für den es bislang keine passende deutsche Übersetzung gibt. In Berlin gibt es seit 1982 das „Spectrum“ am Technikmuseum, das nach dem Vorbild des Exploratoriums arbeitet.
Das besondere an Science Centern ist, dass die Besucher mitmachen können. Es gibt überall Stationen, an denen sie etwas in Bewegung setzen oder ausprobieren können. Dadurch werden die wissenschaftlichen Phänomene anschaulich und verständlich. Dieses Prinzip unterscheidet Science Center deutlich von Technikmuseen, die vor allem historische Exponate und Fundstücke ausstellen.
Eines der erfolgreichsten deutschen Science Center ist das Universum Bremen. Es geht noch etwas weiter, und nutzt auch künstlerische Mittel wie Rauminszenierungen, um die Besucher zum Staunen anzuregen. Durch Mitmachen und Staunen wecken Science Center wie das Universum das Interesse an Wissenschaft und Technik und helfen, Berührungsängste abzubauen.

Im Mittelpunkt: das Leben
In Berlin-Buch soll ein Life Science Center entstehen. „Life“ bedeutet Leben. Im Mittelpunkt wird hier also das Leben stehen und zwar das, was den Besucher am meisten interessiert: das eigene, das menschliche Leben. Denn vieles was Mediziner und Forscher heute über das menschliche Leben und über Krankheiten und wie sie entstehen wissen, bleibt den meisten Menschen verborgen. In einem Life Science Center können Besucher Einblicke in all diese Dinge erlangen.
Anhand von Modellen, Computeranimationen und einfachen Laborversuchen werden die Prinzipien des Lebens auf spielerische Art deutlich. Und immer heißt es auch hier: „Mitmachen erwünscht.“

Berlin-Buch Management GmbH
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Birgit Teschke als Leiterin des Regionalmanagements (3.v.l.) und ihre Mitstreiterinnen (v.l. ) Christine Vollgraf, Hella Hennicke und Katrin Hertel (r.) wünschen sich für Buch Wissenschaft zum Anfassen.

Die Urania in Berlin war das erste Science Center der Welt.

Das geplante Life Science Center soll auf ein brachliegendes Gelände hinterm S-Bahn-Bahnhof und damit ins Zentrum von Buch kommen.

Besuchermagnet & Motor
für die Region

Wissenschaft wird heute für das Leben der Menschen immer wichtiger. Deshalb sollte es Orte geben, an denen die Menschen Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen finden und mit Experten ins Gespräch kommen können. Städte wie Wolfsburg, Flensburg, Gießen, Köln oder Potsdam haben dies erkannt und besitzen oder planen einen solchen Ort, ein so genanntes Science Center. Wir als Regionalmanagement setzen uns gemeinsam mit vielen Partnern dafür ein, dass auch Buch ein Science Center erhält, genauer gesagt, ein Life Science Center. Buch bringt dafür als Wissenschafts- und Klinikstandort beste Voraussetzungen mit. Buch war schon einmal Vorreiter nämlich vor hundert Jahren, als Ludwig Hoffmann hier seine modernen Krankenhausanlagen schuf. Auch viele Besucher kamen deshalb hierher. Mit einem Life Science Center könnte Buch heute wieder wegweisend werden – auf dem Gebiet der Wissensvermittlung und der Bildung. Buch bekäme einen einzigartigen Besuchermagneten, denn ein Life Science Center gibt es noch nirgendwo in Deutschland! Ich bin überzeugt davon, dass eine solche Attraktion dem gesamten Ort neue Impulse verleiht. Auch deshalb setzen wir als Regionalmanagement uns ganz besonders dafür ein.

Birgit Teschke
Regionalmanagerin