Die intimen Geheimnisse von Weltstars, Politikern und Staatsgästen

Bucherin umsorgt Promis

Sie bringen uns zum Weinen, Lachen, manchmal sogar zum Nachdenken – die Filmstars. Ihre Wirkung ist allerdings vor allem auf die Kinoleinwand beschränkt, während unsere Politiker Tag für Tag in unser Leben eingreifen: Mit Vorschriften, Steuern, immer mehr Überwachung, stetiger Gesetzesflut. Doch eines eint sie alle: Irgendwie haben sie Vorbild-Charakter. Doch wer sind diese Personen in Wirklichkeit?
Das wissen nur ganz wenige Menschen. Denn „ganz selbstverständlich“ schotten sich ausgerechnet die, die unsere Telefone überwachen, unsere privaten Internet-Gewohn­heiten genau kennen möchten, die bestimmen, was mit unserer Gesundheit und mit unserer Jugend geschehen
soll, ebenso hermetisch ab wie diejenigen, die uns mit Glanz und Glamour verführen und dafür Millionen kassieren.

Schmutz bei den Stars
Zu den ganz wenigen, die genau über Spitzenpolitiker und Stars Bescheid wissen, gehört eine 40-jährige Bucherin. Nicolle Landmann weiß, wo die publikumsscheuen Stars wirklich wohnen, wenn sie in Berlin sind. Sie kennt ihre privaten Allüren, ihr Verhalten außerhalb der Dreharbeiten und Festivals. Sie weiß genau, welche Unterwäsche Hollywood-Größen wie Tom Cruise tragen, welche Reizwäsche seine Frau Katie Holmes bevorzugt und was auf dem Tisch stehen soll. Denn sie führt ein Unternehmen, das sich um die Haushaltsführung von Filmstars ebenso wie von Politikern kümmert. Ihr Tagesgeschäft ist, „schmutzige Wäsche waschen“, nur darf dabei, leider, keiner zusehen. „Wir machen alles, was eine ‚normale Hausfrau‘ ebenfalls macht, aber eben für Prominente. Je nach Kunde müssen wir uns dabei aber im Hintergrund halten“, gibt Nicolle Landmann Einblick in ihr Unternehmen, wo Diskretion Existenzgrundlage ist

Gezielte Falschmeldungen
Während über die Spitzen­politiker, die sie betreut, „strengstes Stillschweigen“ herrschen muss, darf sie über die Stars zumindest nach Abschluss der Dreharbeiten das eine oder andere Detail ver­raten. So erfahren wir, dass es meist gar nicht stimmt, wenn die Rede davon ist, dass die Hollywood-Größen in Berlins Nobel-Hotels residieren. „Das sind meist nur gezielte Falschmeldungen für die Papparazi.“

Tom Cruise und Katie Holmes
So residierte Tom Cruise samt Ehefrau Katie Holmes und Tochter Suri in einem Loft gegenüber vom auswärtigen Amt, während der skandalumwitterte Scientology-Sekten-Anhänger für die Dreharbeiten des Stauffenberg-Epos „Operation Walküre“ in Berlin weilte. Brat Pitt residierte in einer schicken Grunewald-Villa, als er für „Inglourious Bastards“ von Quentin Tarantino vor der Kamera in den Babelsberger Filmstudios stand.
Andere Stars wohnen in Gebäuden, „deren wenig attraktive Fassade niemals vermuten ließe, dass sich dahinter luxuriöse Wohnungen befinden.“
Während viele Fans sich gar nicht mal im Traum vorzustellen wagen, ihren Idolen so nah zu kommen, sehen Nicolle Landmann und ihre 15 handverlesenen Mitarbeiterinnen in den Betreuten „ganz normale Menschen“. Umso mehr fallen ihnen Unfreundlichkeit, Überheblichkeit und Starallüren auf. „Tom Cruise und seine Frau Katie Holmes haben wir genau so erlebt, wie sie in der Presse beschrieben werden: Egozentrisch, intolerant gegenüber allem Fremden. Sie wollen im Mittelpunkt stehen, geben Unsummen für extra vagante Bio-Gerichte aus.“

Tarantino mit Pizza-Wahn
„Quentin Tarantino dagegen ist ein Mensch zum Anfassen. Er ist authentisch, geht ohne Leibwächter aus, stört sich nicht daran, wenn ihn jemand erkennt. Er ist einfach ganz normal. Ungewöhnlich ist allerdings seine Vorliebe für Pizza. Jeden Morgen, wenn wir zum Aufräumen kamen, mussten wir uns erst mal durch zehn Meter leerer oder halbleerer Pizza-Kartons vom Lieferdienst arbeiten.“
An die Produktion von „Speed Racer“ unter Federführung der Brüder Andy Wachowski und Lary Wachowski kann sich die Bucherin ebenfalls noch bestens erinnern: „Die beiden Wachowski-Brüder liebten zu feiern. Sie schafften es, nach einer 24-Stunden-Party immer noch ganz taufrisch und nüchtern auszusehen.“

Zicke aus der Addams Family
Von Christina Ricci, die in dem Film die Rolle der „Trixie“ spielte, ist Nicolle Landmann weniger begeistert: „Die gab sich sehr exaltiert.“ Den Kinofans ist die Amerikanerin aus der „Addams Family“ bekannt, wo sie als 14-jähriger Kinderstar die Rolle der überdrehten „Wednesday Addams“ spielte. Trotz vieler Stars, auch Cosima Shiva Hagen, Moritz Bleibtreu und Benno Fürmann waren mit von der Partie, wurde der teuer produzierte Action Streifen kein Erfolg in den Kinos.

Brave deutsche Stars
Offenbar haut man zu Hause weniger auf den Putz als im Ausland. Jedenfalls hat Nicolle Landmann deutsche Stars in der Mehrheit als unkompliziert kennengelernt. So erinnert sie sich noch an die deutsche Komödie „Männersache“. Dabei waren die Komiker Mario Barth und „Paul Panzer“, der erstmals unter seinem bürger­lichen Namen Dieter
Tappert auftrat, die Stars. Mit dabei waren Leander Haußmann, den man von „Good Bye Lenin“ kennt, Uwe Ochsenknecht und Anja Kling. „Die geben sich generell als Menschen wie Du und ich. Mit Mario Barth hat man soviel wie gar keine Arbeit. Anja Kling und ich sind persönlich befreundet, das schließt eine Beauftragung aus, denn wir achten streng darauf, dass es zu keinen privaten Beziehungen kommt, die über das Berufliche hinausgehen. Allerdings käme Anja Kling als Kundin ohnehin nicht in Frage, da sie ja in Potsdam wohnt und deshalb von zu Hause aus zum Dreh kann“, so Nicolle Landmann.

Zuhause mit Staatsgästen
Besondere Freude bereitet ihr, dass ihr Service im weit entfernten Gransee in Schloss Meseberg gefragt ist. Das ist heute im Besitz der Messerschmitt-Stiftung. Diese hat es der Bundesregierung als „Gästehaus“ für hochrangige Staatsbesuche überlassen. Das ursprünglich 1736 errichtete Schloss war in der Nachkriegszeit als Gemeindebüro, Lebensmittelladen und für landwirtschaftliche Nutzung zweckentfremdet worden. Dort verbrachte ein kleines Mädchen seine Kindheit, die alles andere als romantisch war: „Landwirtschaft bedeutete harte Arbeit“, erinnert sich Nicolle Landmann zurück. Für sie war es also ein Segen, als Mama den Umzug ins lebendige Berlin beschloss, wo das Töchterchen nacheinander Näherin, Koch und Hauswirtschafterin lernte. Damit waren die Weichen gestellt für die Betreuung von Stars, Sternchen, Spitzenpolitiker und auch der Staatsgäste, die heute die Mauern ihrer früheren Heimat im Schloss Meseberg füllen!

Infos: www.nila-reinigung.de

Nicolle Landmann kennt die intimen Geheimnisse von Spitzenpolitikern, Filmstars und Staatsgästen der Bundesregierung.

Es handelt sich hier um einen Archiv-Eintrag.
Die Informationen, Daten und Bilder sind möglicherweise veraltet und nicht mehr aktuell.


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