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Mit Blockbustern wie „Sonnenallee“,
„Good Bye, Lenin“ und zuletzt der ARD-
Produktion „Nacht über Berlin“ zeigten
deutsche Filmschaffende, dass sie das
richtige Fingerspitzengefühl haben, um
die Vergangenheit ihres Landes
„hollywoodtauglich“ zu beleuchten.

Mit diesen vielfach preisgekrönten
Produktionen bewies eine neue Generation
von Produzenten und Regisseuren, dass
Anspruch und Unterhaltung vereinbar sind.
Viel zum Erfolg dieser Filme trug die „echt“
wirkende Kulisse bei. Sie wurde bei den
genannten Erfolgsfilmen von
Lothar Holler, der seit 2004 Professor für
Szenografie an der „Hochschule für Film
und Fernsehen Konrad Wolf“ in Potsdam ist,
geschaffen. Dafür wurde er 2000 und 2003
mit dem „Deutschen Filmpreis“
ausgezeichnet. Außerdem war Lothar Holler
für „Boxhagener Platz“, „Die Gustloff“ und
„NVA“ tätig. Es wird also ein echter
Höhepunkt sein, wenn die Galerie Bernau
einen tiefen Einblick in die Arbeit des preis
gekrönten Szenografen geben wird.    

Keine Klage von Judit Klage  

Darüber freut sich Judit Klage, die neue
Leiterin der Galerie, ganz besonders: „Ich
gehe leidenschaftlich gerne ins Kino und
liebe insbesondere anspruchsvolle Filme“,
gesteht sie. Judit Klage ist erst 27 Jahre jung
und wohnt seit 1998 in Bernau. Weil sie sehr
vielseitige Interessen hat, studierte sie gleich
drei Fächer: Sie kann nun auf Abschlüsse in
Kulturwissenschaft, Psychologie sowie
Kommunikations-  und Medienwissenschaft
verweisen. Mit diesem ungemein breiten
Horizont war sie im städtischen Kulturamt
und in der Pressestelle bestens aufgehoben.
„Als dann die Stelle bei der Galerie
ausgeschrieben wurde, habe ich mich
beworben und wurde prompt genommen“,
strahlt sie.  

Vielfalt und Qualität

Seit März 2013 steht Judit Klage vor der
Aufgabe, in der Galerie Bernau hochkarätige
Kunst aus den unterschiedlichsten
Richtungen zu präsentieren. „Wir wollen mit
den Ausstellungen die Kunstszene ebenso
begeistern wie Bernauer, die einfach Spaß
an Interessantem und Schönem haben“, fasst
die neue Leiterin ihre Zielsetzung
zusammen. „Mich hat außerdem gereizt,
dass es hier viele Veranstaltungen gibt, die
jede Generation ansprechen, von Lesungen
und Filmabenden bis zu
Kinderkunstführungen, Puppentheater und
Workshops für die Jüngeren.“ Dabei muss
sich Judit Klage über mangelnde
Bewerbungen von Künstlern nicht
beklagen: „Wir haben erfreulicherweise
mehr Interessenten, als wir berücksichtigen
können.“  

Neue Struktur

Bei der Konzeption des jährlichen
Ausstellungsreigens wirkt sie eng mit der
Stadt sowie mit Michael Winkler vom
„Förderkreis Bildende Kunst“ zusammen.
Winkler ist bekannter Fotograf aus Berlin,
der diesen Sommer eine vielbeachtete
Ausstellung im Rathaus von Bernau hatte.
Träger der 1989 ins Leben gerufenen Galerie
ist seit diesem Jahr die städtische „BeSt
Bernauer Stadtmarketing GmbH“ mit
Franziska Hausding als Geschäftsführerin.
Judit Klage liebt die Widersprüche an der
Kunst. „Ich mag Lyrik, insbesondere von
Rainer-Maria Rilke und lese andererseits
sehr gerne Krimis. Ich schätze
zeitgenössische Kunst ganz besonders.
Zudem liebe ich Skulpturen, insbesondere
von Auguste Rodin“, beschreibt sie ihre
ungewöhnliche Breite. Ein wenig wirkt sich
das schon aus: „2014 sollen Bildhauer
arbeiten einen wichtigen Stellenwert bei uns
haben“, macht Judit Klage neugierig.

Infos:

Tel. 0 33 38/80 68
www.galerie-bernau.de

Mit neuer Chefin eintauchen in Kinohits

Stand November 2013

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Ausstellungen 2014

11. Januar bis 1. Februar 2014
Pr
̈äsentation der Wettbewerbs-
ergebnisse
„Brunnen am Marktplatz“
Vernissage:
Freitag, 10. Januar, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 3 Wochen

8. Februar bis 22. März 2014
Berndt Wilde, Berlin
Bildhauerarbeiten
Vernissage:
Freitag, 7. Februar, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 6 Wochen

29. März bis 10. Mai 2014
Renate Hampke, Berlin
Pneumatische Skulpturen
Vernissage:
Freitag, 28. M
̈ärz, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 6 Wochen

17. Mai bis 5. Juli 2014
Lothar Holler, Berlin
Filmszenografie
Vernissage:
Freitag, 16. Mai, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 7 Wochen

12. Juli bis 23. August 2014
Karsten Kelsch & Gregor Krampitz Panketal/Berlin
Papierarbeiten, Papierobjekte
Vernissage:
Freitag, 11. Juli, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 6 Wochen

30. August bis 11. Oktober 2014
Leo Seidel, Berlin
Erdgebunden/Analogfotografie
Vernissage:
Freitag, 29. August, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 6 Wochen

18. Oktober bis 29. Novem. 2014
Hubertus von der Goltz
Potsdam
Installationen: Außen. Innen
Vernissage:
Freitag, 17. Oktober, 19 Uhr  Ausstellungsdauer: 6
Wochen

6. Dezember 2014 bis
17. Januar 2015
Sabine Wilharm, Hamburg
Kinderbuchillustrationen
Vernissage:
Freitag, 5. Dezember, 19 Uhr  Ausstellungsdauer:
6 Wochen