Sex sprengt alle Grenzen! Erst waren es
heiße Nächte in Ostberlin, nun geht es um
Erotik ohne Altersgrenzen!

Im neuen Roman „Sommer in Schweden“
geht die Bernauer Autorin Renate Meliß ein
heißes Tabuthema an. In dem kurz vor der
Veröffentlichung stehenden Werk geht es
um die Liebe zwischen einer reifen Frau und
dem 25 Jahre jüngeren Freund ihres eigenen
Sohns! Ausgerechnet im kalten Norden
entzündet sich das heiße Feuer der
Leidenschaft!

Jung, hübsch, verliebt!

Bereits zehn Jahre zuvor war die Bernauerin
mit ihrer Liebesgeschichte erfolgreich an die
Öffentlichkeit getreten. Renate Meliß
stammt aus der Harzstadt Wernigerode. Sie
war jung, hübsch, abenteuerlustig und froh,
eine Arbeitsstelle als Sekretärin in Ostberlin
gefunden zu haben. Was macht ein junges
Mädchen aus der Provinz in der „großen
Hauptstadt“? Es stürzt sich ins Nachtleben!
Dabei geschieht, was geschehen muss. Sie
verliebt sich im „Cafe Moskau“ gegenüber
vom „Kino International“ Hals über Kopf,
und zwar „international!“ Ausgerechnet ein
Österreicher hatte es ihr angetan. Der
arbeitete in Westberlin bei Siemens und
nutzte die Freizeit zu Abstechern nach
Ostberlin.

30 Jahre Schweigen

Fast 30 Jahre schweigt Renate Meliß über
die heißen Nächte in Ostberlin, die sie nie
mehr vergessen sollte. Dann bricht es aus
ihr heraus und wird ein ergreifender Roman.
Mit „Wie der Wind über stillen Gleisen“
taucht sie in die Höhen der Literatur mit
einem Thema ein, das nach einer
Gebrauchsanweisung des mittlerweile
verstorbenen Literaturkritikerpapsts Marcel
Reich-Ranicki geschrieben sein könnte. Er
hatte postuliert, dass die Liebe das
dominierende Thema in einem guten Buch
sein müsse.

Das Leben der anderen

Renate Meliß gelang mit diesem
aufsehenerregenden Erstlingswerk über
Liebe und Leiden, gespickt mit
Alltagsbeobachtung und Humor, ein
beachtlicher Start in die Welt der Literatur.
Das Manuskript war so überzeugend, dass
sie dafür umgehend einen Verlag fand, der
es in den Buchhandel brachte. Ob das am
„angeborenen Faible“ der Bernauerin fürs
Fabulieren lag? „Ich habe schon als Kind
gerne Geschichten erzählt. Wenn es einen
Aufsatz in der Schule gab und die anderen
stöhnten, habe ich mich gefreut“, erinnert
sie sich. Allerdings musste erst die Wende
kommen, bis sie die Liebe zum Schreiben
zum Beruf machen konnte. So kennen sie
viele im Nordberliner Raum als engagierte
Journalistin, die gerne über das Leben der
anderen berichtet. Dabei kommen ihr
ungewöhnliche Beobachtungsgabe und der
Sinn für Humor zu Gute. Das wiederum
wirkt sich auf ihre schriftstellerische Arbeit
aus. Dort nimmt sie sich durchaus selbst
aufs Korn, betrachtet die Lust am Einkaufen
ihrer Geschlechtsgenossinnen und wie die
Männer darunter leiden. Sie kann aus voller
Lebenserfahrung schöpfen, weiß zu lieben,
war zweimal verheiratet, hat drei Kinder
und fünf Enkel.

Oma ohne Stricknadel

Die machen ihr Freude, aber als „Oma im
Lehnstuhl mit Stricknadel“ möchte sich die
attraktive, voll im Leben stehende
Schriftstellerin verständlicherweise nicht
sehen. Wie man Liebe, Leben, Sex und
Männer im Alltag bewältigt, das ist in ihren
Büchern „Der Urlaub im Urlaub: Und
andere Geschichten aus der Alltagskiste“
sowie „Das kann doch jedem passier‘n“, das
zusammen mit dem Berliner Kabarettisten
Donato Plögert erschienen ist, nachzulesen.
In „Problemzonen“ geht die attraktive
Autorin ebenfalls Themen auf den Grund,
die in vielen Beziehungen für Spannung
sorgen. Nun steht Renate Meliß kurz vor
Erscheinen ihres nächsten großen Romans,
„Sommer in Schweden“. Sie weiß, dass
dieses Thema an Tabus rührt und
Sprengkraft hat. „Es gibt aber viele Frauen,
die in reiferen Jahren die Liebe lieben und
leben. Sie strahlen etwas aus, was die
Jugend noch nicht zu bieten hat.“

Im Stau

Ihre Romane entstehen aufgrund von
Erlebnissen, sie schreibt sie am Stück
herunter. Die kleinen Geschichten des
Alltags hingegen sind oft Sammlungen von
Texten, die über die Jahre entstehen. Dabei
kommen Renate Meliß die Ideen oft in den
ungewöhnlichsten Situationen. „Ich stand
auf der Autobahn im Stau. Da hatte ich die
Idee zu einer Geschichte. Im Wagen war
aber nur als einziges Papier ein leerer Brief
umschlag. Ich habe also in winziger Schrift
auf allen Seiten, innen wie außen
draufgeschrieben, um die Geschichte
unterzubringen.“ Trotz ihrer Ehen war
Renate Meliß immer auf der Suche nach
dem Traummann ihrer Jugend, der sie im
Cafe Moskau „entzündete“. Offenbar ist sie
mit dieser Suche nach der großen Liebe so
allein nicht, das zeigt der große Anklang,
den ihre Bücher besonders bei Frauen
finden. Ob das durch „Sommer in
Schweden“ noch erweitert wird? Schließlich
kommen hier männliche Leser ebenfalls zu
ganz neuen Erfahrungshorizonten!

Infos: 
Tel. 01 77/6 16 47 41

Heiße Nächte in Ostberlin

Stand Oktober 2014

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Renate Meliß wirft mit ihren Geschichten einen
humorvollen Blick auf menschliche Beziehungen.
Nach dem ersten großen Buch über eine Ost-West-
Liebe hat sie nun mit „Sommer in Schweden“ einen
weiteren brisanten Roman in der Schublade.