Stand August 2011
Torfrau heiß umkämpft!
Einer der ältesten Vereine von Dahlewitz sprengt alle Altersgrenzen. Das zeigt ganz besonders die neue Abteilung Frauenfußball.
Da spielen die über 50-Jährigen eine wichtige Rolle, Seit an Seit mit Mädchen, die ihre Töchter sein könnten.
Trainerin ist Gabriela Schiller. Die 51-Jährige hat sich schon als Kind, als Frauenfußball kein Thema war, fürs runde Leder interessiert. In Dahlewitz spielte sie dann erst mal Volleyball, mangels  Fußball-Möglichkeiten. Aktionsfeld war und ist der SV Blau-Weiß Dahlewitz, der 2011 das runde 90. Gründungsjubiläum feiern konnte.
Frauenfußball als neue Attraktion  
Dass das zugleich der „runde“ erste Geburtstag der neuen Frauenfußball-Mannschaft wurde, ist Gabriela Schiller ganz besonders zu verdanken. Noch kämpfen die Frauen und Mädchen in einer Spielgemeinschaft mit dem Team des Nachbarorts Rangsdorf, doch schon ist das Auftreten unter eigener Fahne geplant: „Wir haben mittlerweile 13 Spielerinnen. Da im Frauenfußball auf dem Kleinfeld mit
sieben Spielerinnen gekämpft wird, können wir problemlos eine eigene Mannschaft inklusive Ersatzspielerinnen bilden“, ist Gabriela Schiller optimistisch.
Torfrau im Visier  
Die Freude im Verein über die hohe Popularität der neuen Vorzeigemannschaft ist allerdings nicht überall ungetrübt. So gibt es um manche Spielerinnen ein regelrechtes Tauziehen. Besonders umkämpft ist beispielsweise Tamara Krause. Sie ist erfolgreiche Torhüterin bei den Handballerinnen und steht ebenso erfolgreich bei den weiblichen Kickern im Tor. Ob diese Doppelbelastung lange gutgeht? Vereinsvorsitzender Hans-Jürgen Schley hat da seine Bedenken...
Rekordzahlen zum Jubiläum  
Jedenfalls konnte Schley pünktlich zum Jubiläumsjahr einen tollen Rekord präsentieren: „Mit Stand vom 1. Juli 2011 haben wir die Marke von 500 Mitgliedern erreicht“, strahlt er.
Die Ursprünge des Vereins gehen ins Jahr 1921 zurück. Damals wurde am Ort der „Turn- und Sportverein Deutsche Eiche“ gegründet. Ab 1926 gab es eine eigene Abteilung Handball, die nach wie vor zusammen mit Fußball die meisten Aktiven beherbergt. 1958 konnte das erste Sportlerheim eingeweiht werden. 1974 kam bei einer Erweiterung sogar eine Sauna dazu. Ob es da manchem zu heiß wurde?
Jedenfalls wurde in dieser Zeit sogar eine Abteilung für Windsurfen gegründet, was damals natürlich nicht so genannt werden durfte, sondern als „Brettsegeln“ Fans anzog.
Sinn für runde Zahlen  
Der Verein streckte seine Fühler sogar ins Ausland aus. Es gab Austausch mit den Handballern des Sportklubs Volan aus Budapest und mit Sportlern in Tatabanya.
Jubiläen bedeuteten immer wieder Einschnitte. So konnte zum 75. Geburtstag 1996 der neue Fußballplatz eingeweiht werden.
Mittlerweile bietet der Verein ein sehr breites Betätigungsfeld. Dazu gehört Fußball mit Andreas Schneider, Handball mit Nadine Schley, Volleyball mit Kerstin Neubauer, Tischtennis mit Heike Grasshoff, Laufen mit Detlef Bohm, Gymnastik mit Ulla Schley und Kinderturnen mit Christine Juchatz sowie Frauenfußball mit Gabriela Schiller. 40 Prozent der Aktiven sind unter 18 Jahren alt, ein Drittel sind Kinder bis 14 Jahre.
Gut und günstig  
„Wir versuchen den Mitgliedsbeitrag so niedrig zu halten, dass jeder mitmachen kann, denn wir verstehen uns als Verein für den Breitensport“, so Heinz Nitschke als stellvertretender Vorsitzender.
Kinder bezahlen im Monat fünf Euro, Erwachsene das Doppelte. „Bei uns gibt es nur ehrenamtliche Trainer und
Betreuer. Allerdings müssen wir für Punktspiele beispielsweise die Schiedsrichter bezahlen, das macht im Fußball 100 Euro und im Handball 120 Euro aus. Dazu kommt noch die Meldegebühr für die Mannschaft. Den größten Posten macht bei uns allerdings die Hallenmiete aus. Dafür geben wir über 10 000 Euro im Jahr aus, obwohl es ja Sporthallen der Gemeinde sind“, gibt Hans-Jürgen Schley Einblick in die Kassenbücher.
Traum vom Kunstrasen  
Fürs nächste Jubiläum haben die Sportbegeisterten schon einen Wunsch parat: „Wir bräuchten dringend eine Kunstrasendecke für einen der beiden Plätze, weil der Naturrasen der hohen Trainingsbelastung selbst bei bester Pflege kaum mehr standhält. Außerdem könnte man dann bei schlechterem Wetter ebenfalls spielen“, sind sich die Vereinschefs einig.
Traditionell ist Eigenarbeit hoch angesiedelt. Deshalb gibt es ein eigenes Technik-Team mit Fritz Peter, Hans Krause, Heinz Nitschke und Walter Radde, die von ihrer Nostalgie-Werkstatt in einem „romantischen“ Container aus dafür sorgen, dass der Ball immer rund laufen kann und es nirgends klemmt.
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