BahnuebergangBaier2.tif
RathausumzugIbsenstr.tif
kuenftigeZentralbibliothek.tif
WOBABNeubau.tif

Wer zwischen Blankenfelde und
Mahlow unterwegs ist, tat bisher gut
daran, keinen exakten Termin zu
machen. Denn zwischen den beiden
Ortsteilen befindet sich die vielbefahrene
Bahnlinie und das bedeutet häufige und
unkalkulierbar lange Wartezeiten.

„Hier fahren S-Bahn, Regionalbahn,
Fernbahn und Güterverkehr. Deshalb ist
die Schranke oft geschlossen“, weiß
Bürgermeister Ortwin Baier aus
schmerzlicher eigener Erfahrung.
Schließlich ist der bisherige
Verwaltungssitz in Sichtweite des
Nadelöhrs.  

Schranken überwinden

Deshalb war es der Gemeinde seit langem
ein Anliegen, die Schranken zu überwinden
und die beiden Ortsteile durch einen
Tunnel nahtlos zu verbinden. „Nun
beabsichtigt die Gemeinde den Bau selbst
durchzuführen, soweit es zu einer Einigung
mit den Beteiligten, also mit der Bahn und
dem Land Brandenburg kommt. Das
Vorhaben wird insgesamt 7,5 Millionen
Euro kosten, wovon wir 2,5 Millionen aus
der Gemeindekasse tragen werden“, fasst
der Bürgermeister zusammen.

Vorbildliche Kassenlage  

Möglich ist dies, weil Ortwin Baier seit
Amtsantritt mit viel Kraftaufwand auf
einen soliden Haushalt achtet: „Das
Haushaltsvolumen 2013 beläuft sich auf
rund 44 Millionen Euro. Die freiwilligen
Ausgaben etwa für Vereinsförderung,
Senioren- und Jugendarbeit, belaufen sich
inzwischen auf 2,6 Millionen, ohne dass
wir in den letzten zehn Jahren neue
Schulden machen mussten. Wir
liegen mit einer Pro-Kopf-Verschuldung
von lediglich 125 Euro weit unter dem
Landesdurchschnitt von etwa 618 Euro“,
rechnet der Bürgermeister vor. „Zudem
verfügen wir noch über 22 Millionen
liquide Mittel, die für bürgernahe
Investitionen wie Bildungseinrichtungen
und seniorengerechtes Wohnen zur
Verfügung stehen.“ Sehr erfreulich ist, dass
in der Gemeinde viele mitwirken, wenn es
um diese Weichenstellungen geht. So
waren am aktuellen Haushalt 2013 alle
Ortsbeiräte beteiligt. „In der
Gemeindevertretung wird zwar kontrovers
gerungen, schließlich finden wir jedoch in
der Regel einen breiten Konsens zum
Wohle unserer Bürger, an dem die
Fraktionen von SPD/Grüne, Die Linke und
CDU seit Jahren maßgeblich beteiligt
waren“, so Ortwin Baier.

Einwohner am Geldhahn  

Der Spagat zwischen zukunftsweisenden
Investitionen und Haushalten ohne
Schulden ist besonders deshalb
beeindruckend, weil an allen Ecken und
Enden gebaut und investiert wird. So erhält
das Zentrum von Blankenfelde ein neues
Gesicht, was dazu führt, dass der
Bürgermeister seinen gewohnten Sessel
nun woanders aufstellen muss: „Ich werde
dann vorübergehend im Bürohaus an der
Ibsenstraße anzutreffen sein“, lädt das
bürgernahe Gemeindeoberhaupt ein, ihn in
neuem Ambiente zu besuchen. Schließlich
gibt es immer etwas zu besprechen: So ist
Blankenfelde-Mahlow mit Ortwin Baier an
der Spitze Vorreiter, was die Einbeziehung
der Bewohner in Entscheidungen betrifft.
Da es bei Weichenstellungen meist um
Investitionen geht, werden die Bürger über
den „Bürgerhaushalt“ einbezogen. „2014
machen wir das bereits zum dritten Mal.
Alle Bewohner sind aufgerufen, sich
weiterhin mit Vorschlägen zu beteiligen,
selbst wenn nicht jeder Wunsch sofort
umgesetzt werden kann“, so der Appell
von Ortwin Baier. Damit gibt es also viel
zu besprechen, durchaus mal im neuen
Büro.

Neue Bibliothek  

Wichtig ist Ortwin Baier, dass alle
Altersgruppen vom Engagement der
Gemeinde profitieren. Das geht bereits bei
den Kleinsten los, die in Blankenfelde-
Mahlow, wie vom Bund gewünscht und
festgeschrieben, sich auf einen
attraktiven Kita-Platz verlassen können.

„Ausschlaggebend ist, dass dies bei uns in
Wohnortnähe ermöglicht wird, schließlich
haben nicht alle Eltern ein Auto, um
weitere Strecken zurückzulegen“, nennt der
Bürgermeister schon wieder eine
Besonderheit.

Wissensdurstige in jedem Alter können
sich bald über eine hochmoderne Zentral-
Bibliothek freuen, die gerade in den
Räumen der früheren Kita „Wirbelwind“
entsteht. „Die Kinder von dort erhielten ja
mit der Kita ‚Kinderplanet‘ am Jühnsdorfer
Weg einen modellhaften Neubau“, erklärt
Ortwin Baier die Rochade.  

Wohlfühlen für alle  

Außerdem wird in der ehemaligen Kita
Wirbelwind ein neues Domizil für die
Senioren entstehen.

Mustergültig ist ebenfalls die
Wohnumfeld-Sanierung in den
Mietshäusern der gemeindeeigenen
WOBAB. „Diese soll nun als nächstes
altersgerechtes Wohnen gegenüber dem
Gesundheitszentrum umsetzen“, berichtet
Ortwin Baier. Auffallend sind bereits die
liebevoll gestalteten Spielplätze für die
Kleinen. In der Heckenrosenstraße gibt es
hingegen zusätzlich Freiluft-Fitnessgeräte
für die Älteren.

„Derartige Möglichkeiten für Senioren und
für Familien werden bei der Neugestaltung
der Märkischen Promenade in
Blankenfelde eine wichtige Rolle spielen“,
kündigt Ortwin Baier an.

Blick zurück  

Bei allem Blick nach vorne darf eine
Gemeinde ihre Vergangenheit nicht
vergessen, selbst wenn diese schwer zu
bewältigen ist. So war Blankenfelde in den
letzten Kriegsjahren Standort eines
„Ausländerkrankenhauses“ mit etwa 800
Betten, in dem Zwangsarbeiter behandelt
wurden und fast 1500 verstarben. Nun
erinnert die Gemeinde mit neun
Informationsstelen rund um das damals
weitläufige Areal an das
menschenverachtende Nazi-Regime. Das
wird von den Nachkommen der damaligen
Opfer sehr anerkannt: „Bei der Einweihung
waren die Botschaftsvertreter aus
Russland, Lettland, der Ukraine und Polen
anwesend“, so Ortwin Baier. Die
Gemeinde sorgt mit einer gut sichtbaren
Ausschilderung dafür, dass man den eher
versteckten Ort finden kann. Schließlich
gehört Transparenz zu einem wichtigen
Ziel für den Bürgermeister, das ihm im
Rückblick ebenso wichtig ist wie beim
gegenwärtigen Handeln und bei der
Weichenstellung für die
Zukunftsentwicklung.

Freie Fahrt zwischen den Orten

Stand September 2013

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