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An der Werkbank sind sie als
gestandene Schlosser den Umgang mit
heißem Eisen und hartem Stahl jeden
Tag gewohnt. In ihren Songs offenbaren
die Musiker der Mahlower Band
„Coreplight“ statt Härte Feinfühligkeit
und hohe Sensibilität.

„Coreplight“ ist eine mehr als
ungewöhnliche Band. Darauf weist schon
der Name hin. Denn dieser ist so ziemlich
das einzige fremdsprachige, was die
momentan drei Musiker auf die Bühne
bringen. „Der Name setzt sich aus
‚Core’ für ‚Kern’ und ‚Plight’ für
Notlage“ zusammen“, erklärt der Sänger
der Band, der wirklich auf den schönen
Namen Danny Rennpferd hört.    

Probleme in Musik gegossen

„Die besten Songs fallen mir ein, wenn es
Probleme und Schwierigkeiten zu bewäl
tigen gibt“, erläutert er weiter. „Allerdings
ist es so, dass wir uns im Deutschen
einfach besser und differenzierter
ausdrücken können. Deshalb singen wir
trotz des Bandnamens kaum auf englisch.
Das hat zudem den Vorteil, dass die Fans
uns besser verstehen“, so Enrico Curt. Der
40-jährige Keyboardsammler arbeitet
ebenso wie Kollege Rennpferd und Daniel
Natusch in der Ludwigsfelder LKW-
Schmiede von Mercedes Benz. Einzig
Sängerin Anne Poimann hatte nichts mit
Autoschlossern am Hut. Ob sie deshalb
„verloren“ ging?  

Ende der Pechsträhne

„Das hängt eher mit einer Serie von
Missgeschicken zusammen, die uns zu
schaffen machte. So konnte ich längere
Zeit wegen Krankheit nach der Trennung
von meiner Ehefrau nicht auf der Bühne
stehen. Dann stürzte uns der Computer mit
allen neuen Songs ab, die wir auf unserer
zweiten CD begleitend zu den Konzerten
veröffentlichen wollten. Und nun hat
Mahlow sein Herbstfest abgesagt, wo wir
sonst auftreten und unsere neuen Sachen
vorstellen“, beschreibt Enrico Curt die
essentiellen Nöte, die dem Bandnamen
fast wie eine sich selbst erfüllende
Prophezeiung „alle Ehre“ machen.

„Dazu kommt noch, dass es in Mahlow
schwer ist, zu Auftritten zu kommen, weil
die örtlichen Möglichkeiten fehlen“,
ergänzt Daniel Natusch.  

Musik im Kämmerlein

Dennoch kommen die Musiker nun wieder
regelmäßig in der Mahlower Wohnung
von Enrico Curt zusammen, um im
kleinen mit Instrumenten und Technik
vollgestopften Dachkämmerlein neue Titel
aus der Taufe zu heben und einzuspielen.
Den Songs der ersten CD „Treibsand“ war
der Einfluss der Kultband „Depeche
Mode“, die insbesondere den 40-jährigen
Schlosser Enrico Curt sehr fasziniert,
anzuhören. „Nun hat sich unsere Musik
stilistisch etwas verschoben. Wir haben
jetzt eine Gitarre mit dabei, es sind härtere
Beats zu hören. Wir sind dabei, unseren
ganz eigenen Stil zu entwickeln. Die Fans
sollen sofort merken, dass es Musik von
uns ist“, so Danny Rennpferd.  

Langsames Rennpferd?

Trotz Rennpferd im Namenwill sich die
Band aus gestandenen Familienvätern mit
der neuen Platte Zeit lassen: „Ich habe
immer alles sofort haben wollen und nun
gelernt, dass es gut ist, sich ausreichend
Zeit zu lassen, damit ein optimales
Ergebnis herauskommt“, gibt Enrico Curt
der Band, die es immerhin seit 2005 gibt,
ein völlig neues Tempo vor.

Damit kann man ganz besonders gespannt
auf die neue CD sein, die nunmehr „im
Frühjahr“ 2014 erscheinen soll. Ob dann
wieder eine Sängerin mit dabei ist?

Infos:
www.coreplight.de
Tel. 01 73/7 74 20 99

Musiker in Notlage?

Stand September 2013

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