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Das Abi in der Tasche, Musik im Kopf:
„Querbeat“, die junge Erfolgsband aus
Blankenfelde-Mahlow, hat sich
überregional an die Spitze gerockt!

Nach dem vielbejubelten Auftritt im Juli
2014 im Berliner „Astra Kulturhaus“ zählt
die Gruppe nun zu den 24 besten Bands
von Deutschland. Doch ausgerechnet jetzt,
wo die jungen Musiker um René Gawlich,
Tom Brömme, Simon Grünberg und
Schlagzeuger Fabian Thom von Tag zu
Tag bekannter werden, plagt sie der
Missgriff mit ihrem so kreativ
ausgedachten Namen: „Wenn man im
Internet nach ‚Querbeat’ sucht, stößt man
leider nicht auf uns, sondern auf eine
Brass- und Marching-Band, die vor allem
auf dem Kölner Karneval auftritt“, sind die
Musiker aus dem Norddeutschen jeden Tag
noch mehr entsetzt. „Wir müssen
unbedingt unseren Namen ändern. Doch
einerseits haben wir noch keine
Alternative gefunden und andererseits
warten wir auf den richtigen Zeitpunkt.
Wann ist der? Jetzt, wo wir gerade bekannt
werden? Oder später, wenn wir eventuell
bekannt sind?“ Was die Jungs noch gar
nicht wissen: In Berlin gibt es eine
Coverband, die ebenfalls so heißt!    

Fulminanter Start

Die vier Musiker, die sich über
ihre gemeinsame Schule, das Kopernikus-
Gymnasium, zusammengefunden haben,
legten in gerade mal zwei Jahren einen
beachtlichen Start hin. Es ging vom
Sommerfest ihres Gymnasiums
anschließend gleich auf die große Bühne.
„Wir waren als Eröffnungsband beim
Open-Air-Festival BlankIt eingeladen“,
erinnern sie sich. „Damals waren wir
total aufgeregt, bewegten uns kaum auf der
riesigen Bühne“, denken sie zurück.
Dennoch wagten sie den nächsten Schritt
und bewarben sich für den Wettbewerb
„Emergenza“. Der spricht von sich selbst
vollmundig als „der weltweit größte und
beste Newcomercontest“. Dort treten
weltweit über 33 000 Bands aus  34
Ländern zum großen Finale an. Schauplatz
sind 832 Clubs.   

Größter Newcomer-Contest

Die Band aus Blankenfelde-Mahlow gehört
zu den jüngsten Gruppen. Die Musiker sind
gerade mal 18 Jahre alt. Dennoch lohnte
sich der Mut, vor das kritische Publikum zu
treten. Sie überzeugten bei der
Ausscheidung im Kreuzberger Indie-Club
„Lido“ und kamen ins Halbfinale, das im
Club „SO36“ am Heinrichplatz in
Kreuzberg stattfand. Nun waren sie im
Finale für Ostdeutschland im großen
„Astra Kulturhaus“ in Friedrichshain
erfolgreich. Während vorher das Publikum
für die Auswahl entscheidend war, spielte
dort eine mit Profis der Branche
besetzte Jury ebenfalls eine wichtige Rolle.    

Eigene Gefühle  

Es geht also stetig aufwärts, die Fans
werden mehr, wann bitte sehr soll der
Name gewechselt werden? Zeit dafür wäre
es längst, denn „Querbeat“ entstand, weil
die jungen Künstler sich erstmal querbeet
durch die Epochen der Beat- und
Rockmusik spielten, bis sie ihren eigenen
Stil fanden. Das haben sie mittlerweile
geschafft, wie es ihre Erfolgssongs
„Sommer“ und „Scheissegal“ zeigen. „Wir
haben die Freiheit des Punk im Kopf und
präsentieren handgemachte Musik mit
Texten in Deutsch, weil das die Sprache
ist, mit der wir uns am besten ausdrücken
können. Unsere Songs entstehen
gemeinsam im Übungskeller. Darin
verarbeiten wir unsere Gefühle und
Erlebnisse. Wir haben es schon mal mit
künstlerischen Texten versucht, aber da
merkte jeder sofort, dass dies nicht von uns
stammt. Damals wollten wir uns erwachsen
präsentieren, was wir aber noch nicht
sind“, gibt René Gawlich Einblick.  

Angst vor Musiker-Karriere

Trotz der Erfolge haben die Jungs Angst
vor den Unwägsambarkeiten einer
professionellen Musiker-Karriere und
ziehen die Sicherheit einer Berufslaufbahn
in vorhersehbaren deutschen Bahnen vor.
„Wir sind bodenständig, wir scheuen das
Risiko“, sind sich die „Querbeat“-
Mitglieder einig. Bandleader, Sänger,
Komponist, Texter und Gitarrist René
Gawlich schwankt deshalb nur noch, ob er
Eventmanagement oder Ingenieurwesen
studieren soll. Bassist Tom Brömme geht
es mit noch mehr Sicherheitsgefühl an,
er beginnt eine Lehre im Baumarkt als
„Kaufmann im Einzelhandel“ und träumt
von der Karriere als „Handelsfachwirt“.
Gitarrist Simon Grünberg ließ sich von
einem Lebensmittel-Discounter anwerben.
Schlagzeuger Fabian Thom ist der einzige
ohne Abi. Er ging gleich nach der zehnten
Klasse in eine Ausbildung und kümmert
sich nun bei den Wasserbetrieben um
Rohrreinigung. Bei diesen
unterschiedlichen Karriereaussichten darf
man gespannt sein, was die jungen Musiker
in Zukunft ihrem Publikum an Erfahrungen
musikalisch zu erzählen haben!   

Infos: 
Tel. 01 51/61 45 20 10

Junge Band rockt sich nach oben!

Stand August 2014

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