Blankenfelde droht eine vielseitige Künstlerin zu verlieren

Alina auf dem Sprungbrett zur Karriere im Orient

Blankenfelde hat einen Multi-Star, doch nur wenige wissen davon. Und nun läuft der Ort sogar Gefahr, dass ihm eine der vielseitigsten Künstlerinnen verloren geht.
Während andere „Kollegen“ aus dem „Showbiz“ nach Hollywood streben, hat sich „Alina“ alias Korinna Nolte den ägyptischen Badeort El Gouna am Roten Meer als neue Wirkungsstätte ausgesucht. Denn die gebürtige Glasowerin, die nun in Blankenfelde wohnt und ihre ersten Auftritte in Rangsdorf hatte, ist Orientalische Bauchtänzerin. Aber nicht nur: So überzeugte sie vorher mit viel Sex-Appeal beim Rangsdorfer Karnevalsverein, wo sie unter anderem auch als Sängerin auftrat. Man sieht, Korinna Nolte ist „Multi-Kulti“ in Person. „Für mich ist es wichtig, mit meinem Tanz und meinen Liedern das Publikum mitzunehmen. Mir geht es darum, mit viel Gefühl zu verzaubern.“
Schon als Kind war es Korinnas Traum, zu tanzen und zu singen. „Wenn die Eltern aus dem Haus oder zumindest nicht in der Nähe waren, holte ich mir das Radio. Dann wurden meine Puppen und Teddys im Kreis gruppiert und waren meine Zuschauer.“
Allerdings hielt die Mama, obwohl sie langjährige „Chefin“ des Mahlower Frauenchores war, wenig von den künstlerischen Höhenflügen ihrer einzigen Tochter. Doch mit der Volljährigkeit wollte die damalige Interflug-Mitarbeiterin endlich richtig loslegen. Allerdings kamen die erste Liebe und ihr Sohn Dennis dazwischen, den sie gleich mit 19 bekam. So ging es also nur zaghaft mit der Kunst voran. Erste Auftritte im Karnevalsverein waren gleich sehr erfolgreich. Es folgten gemeinsame Auftritte mit Söhnchen Dennis. Schließlich kam die zweite große Liebe.
Gernot Nolte kam aus dem fernen Northeim in Niedersachsen, um ausgerechnet in Blankenfelde-Mahlow die Frau seines Lebens zu finden. Er erkannte die musische Begabung „seiner“ Korinna. „Mir zuliebe machte er sogar einen Tanzkurs.“ Korinna kam nun endlich dazu, sich zu entfalten. Es folgten weitere Aufnahmen in einem professionellen Berliner Tonstudio mit teilweise eigenen Liedern und Cover-Songs von Marianne Rosenberg, Nicole oder Juliane Werding. Dann kam das Aha-Erlebnis: „Im Fernsehen sah ich eine Sendung über Bauchtanz. Ich entschloss mich zu einer Ausbildung.“ Nach zwei Jahren Unterricht und einigen Workshops fühlte sie sich reif für den ersten öffentlichen Auftritt. Schauplatz war der Sängerball des Frauenchors im Mahlower Vereinshaus. Der Erfolg war überwältigend. Seitdem tritt „Alina“ bei Geburtstagen, Familienfesten, größeren und kleineren Veranstaltungen in der Region auf. Vor kurzem bekam sie eine Einladung nach Ulm, um als Ehrengast in einer Tanzshow mitzuwirken. Um ein Haar wäre sie deutschlandweit zum Star geworden: „Ich hatte schon das Angebot einer Agentur.“ Nachdem sie eine der Heimstätten des Bauchtanzes, nämlich Ägypten, ein wenig kennengelernt hat, zieht es sie in den Orient. Und der begeistert sich für sie: Ihr gefühlvoller Tanz wurde dort mit einer so großen Bewunderung aufgenommen, dass jetzt ein Engagement winkt. „Die Bestimmung, dass nur Ägypterinnen Bauchtanz aufführen können, wurde vor kurzem wieder gekippt“, strahlt Alina. Übrigens war die gefühlvolle und erotische Mutter ursprünglich sehr schüchtern. „Der Bauchtanz hat mir geholfen, diese Schüchternheit abzulegen und zu meinem Ich zu finden!“
Info Tel. 03379/321384, www.alina-oriental.de

Gernot Nolte fördert die musische Begabung seiner Frau und hilft beim Anlegen des Kostüms.

Auftritte mit Söhnchen Dennis waren die nächste Stufe zum Erfolg.