Von Wasser und Mühlen

So reizvoll Blankenfelde Mahlow selbst ist, so vielfältig ist die nähere Ungebung. Unsere Ausflugtips wollen die weniger bekannten Ziele vorstellen.

Mellensee
Der Mellensee und seine Umgebung sind immer wieder beliebte Ausflugsziele. Mit dem Auto sind es nur wenige Minuten und man hat sein Ziel erreicht. Beim Wort See denkt man an baden und Boot fahren oder beschauliche Ruhe zum Angeln. Das alles ist hier zu finden. Im Naturschutzgebiet lassen sich herrliche Spaziergänge unternehmen. Naturliebhaber werden ihre Freude an der Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt haben. In der Tourismusinformation im Ort kann man sich noch so manche Anregung für einen erlebnisreichen Tag, oder auch mehrere, holen. Empfehlenswert ist auf jeden Fall, dem Betrieb der Schleuse zuzusehen.

Klausdorf
In Klausdorf, ebenfalls am Mellensee gelegen, erwarten den Besucher ein attraktives Strandbad mit Wasserrutsche, ein Surfstrand und natürlich ein Bootsverleih. Die ehemalige Ziegelherstellung läßt sich auf dem Ziegeleigelände nacherleben, wo ein historischer Ofen in Funktion bewundert werden kann. Bei einem Ortsbummel läßt sich auch noch so manches entdecken.

Am romantische Mellensee ist Wassersport, Angeln und Badespaß angesagt.

Diese Mühle wurde 1864 erbaut und steht seit 1992 nun in Saalow.

Saalow
Eine in Europa einzigartige technische Sehenswürdigkeit findet sich in Saalow, die 1864 erbaute Scheunenwindmühle. Als Energiequelle wurde Zugluft genutzt. In Saalow steht die Mühle allerdings erst seit 1992. An ihrem ursprünglichen Standort im Erzgebirge wurde sie 1974 abgebaut. Bei einer Führung kann man sich weiter kundig machen. Und wenn man schon mal da ist und auf Technikspuren wandelt, dann sollte man sich auch die Paltrockwindmühle am Ortsausgang Richtung Mellensee ansehen. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Bockwindmühle im heutigen Berlin-Schöneberg errichtet und 1903 nach Saalow umgesetzt. Bis 1971 war sie als Mühle in Betrieb.

Zossen
Das kleine Städtchen verdient durchaus einen Abstecher. Der Stadtpark lädt zu einem Spaziergang ein. Dabei trifft man auf die Überreste der einstigen Festungsanlage, die Opfer des DreißigjÜhrigen Krieges wurde. Die „Kleine Galerie“ offeriert in ihren st“ndig wechselnden Ausstellungen immer neue Kunsterlebnisse. In den Oertelschen Kalkbrennöfen wurde noch bis 1922 Kalk gebrannt. Heute stellen die Hochöfen ein durchaus sehenswertes Industriedenkmal dar. Der im Jahre 1898 erbaute Wasserturm wurde bis 1994 für die Versorgung Zossens mit Wasser genutzt.Schließlich sollte man sich das älteste Haus Zossens noch ansehen. Im Jahre 1750 als Schankstätte errichtet, war der „Alte Krug“ noch bis 1982 bewohnt. Nun ist das Geb“ude, liebevoll rekonstruiert, äußerlich eine kleine Sehenswürdigkeit und vermittelt als Heimatmuseum Einblick in die Lebensverhältnisse der Menschen der Region.

Blankensee
Am westlichen Rand des Landkreises Teltow-Fläming unweit von Trebbin findet sich das Dorf Blankensee und das Gewässer gleichen Namens. Weit über die Grenzen der Region hinaus ist das Bauernmuseum bekannt. Allein schon das Gebäude selbst, 1649, also ein Jahr nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges gebaut, fasziniert den Betrachter. Für Kinder ist das Erleben von Geschichte besonders aufregend. Besonders toll wird es, wenn man einer Spinnerin zuschauen kann, wie ein Faden entsteht, man gespannt der Märchenerzählerin lauscht oder man selbst etwas tun und anfassen kann. Beliebt sind die Arbeiten mit Bienenwachs. Ja und über das Leben der Bienen und wie Honig entsteht, informiert man sich aus erster Quelle, direkt beim Imker. Für Kinder weit weniger interessant, für den Ort aber dennoch sehr wichtig und sehenswert, sind das Schloß und der Schloßpark. Christian Wilhelm von Thümen ließ die Gebäude im Jahre 1740 erbauen. Der Park entstand nach Lennéschen Entwérfen weit später, im Jahre 1832. Der Schriftsteller Hermann Sudermann erwarb die Anlage im Jahre 1902 und gestaltete die Anlagen nach seinem Geschmack um. Als Suderman-Park sind sie heute bekannt.

Großbeeren
Wer seinen Ausflug nach Großbeeren am 23. August eines Jahres plant, der sollte sich auf eine richtige Schlacht einstellen. Dann ist Krieg in Großbeeren und alle feiern mit! Aus ganz Deutschland und zahlreichen Nachbarländern strömen Militärfanatiker hierher und lassen Jahr für Jahr die Schlacht gegen Napoleons Truppen neu aufleben. Für das Desaster Napoleons war der preußische General Friedrich Wilhelm Freiherr von Bülow verantwortlich. Und warum? Der hat sich einfach nicht an die eingefleischten Kriegsspielregeln gehalten! Eine Schlacht fängt man frühmorgens und bei schönem Wetter an, schließlich will der Soldat auch mal wieder Feierabend haben. Nee, aber der von Bülow macht sich nichts draus, fängt das Hauen und Stechen nachmittags an, dazu noch bei strömendem Regen. Unglaublich! Dafür geht er noch in die Militärgeschichte ein und unsereins sucht an diesem Jahrestag verzweifelt einen Parkplatz!

In Zossen trifft man auf die Überreste der einstigen Festungsanlage, die Opfer des Dreißigjährigen Krieges wurde.