Spritze in zarter Hand!

Ein Haus, eine Wohnung brennt. Ein Auto hat sich überschlagen. Wie schafft es die Feuerwehr mit ihren ehrenamtlichen Helfern, zu jeder Tages und Nachtzeit schnell vor Ort zu sein?
Unser Reporter Klaus Zahn schaute sich um, bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Blankenfelde, die übrigens schon seit 1924 existiert, und sprach mit dem 35-jährigen Ortswehrführer Frank Müller, der in seinem Hauptberuf als Rettungssanitäter arbeitet.
„Wir haben 38 Aktive, für einen Einsatz müssen zwölf davon greifbar sein. Das geht aufgrund ausgeklügelter Logistik. Denn von der Arbeit weg wird heute keiner mehr geholt. Da viele in Schichten oder Wechseldiensten arbeiten sind aber auch während des Tages immer entsprechend viele Feuerwehrleute verfügbar“, berichtet Frank Müller. Allein im Jahr 2000 „klingelte“ es 115 Mal, darunter wegen 38 Bränden und 53 technischen Hilfeleistungen. Bis Anfang Mai 2001 stehen auch schon wieder 34 Einsätze zu Buche. Die 38 Aktiven, zu denen drei Frauen gehören, sind zunächst zuständig für Blankenfelde selbst und das Amt Blankenfelde-Mahlow sowie für die Bundesautobahn zwischen Zossen und Rangsdorf. Außerdem würden sie bei Flugzeugkatastrophen in Schönefeld gerufen. Viel Training und ständige Fortbildung sichern die Einsatzbereitschaft, die im Ernstfall Leben rettet. Das neue moderne Feuerwehrgebäude, das vor einem Jahr eingeweiht wurde, bietet dafür eine gute Voraussetzung.
Frauen sind bei der Blankenfelder Feuerwehr als gleichberechtigte Mitglieder im aktiven Dienst ebenso willkommen wie Jungen und Mädchen ab zwölf Jahre, die in der Jugendfeuerwehr mitmachen.

Übung macht den Retter!

Frank Müller ist Ortswehrführer der Feuerwehr in Blankenfelde.