Badespass in der alten Tongrube

Ein findiger Mahlower hatte die Idee und machte aus einer vollgelaufenen Tongrube ein Seebad.

Brandenburg ist eines der wasserreichsten Bundesländer. Das Amt Blankenfelde-Mahlow ist da allerdings ein wenig zu kurz gekommen. Wenn, ja wenn da nicht eine ehemalige Tongrube wäre!
Der verdankt das Seebad in Mahlow nämlich seine Existenz. Anfang der zwanziger Jahre war die Tongrube einer Ziegelei ganz und gar unplanmäßig einfach voll Wasser gelaufen! Der damals 22-jährige Maschinenbauer Alfred Grasnick pachtete 1923 das Gelände und verwandelte es in eine schmucke Badeanstalt. Bis in die vierziger Jahre entwickelte sich das Seebad zu einem beliebten Ausflugziel für die Mahlower und zu einem Geheimtipp für die Großstadtberliner.
Im Sommer verdiente Grasnick sein Geld als Bademeister und betrieb einen kleinen Imbiss am See. Im Winter schlug er Eisblöcke aus dem See und verkaufte sie an die Berliner Brauereien.
Zu DDR-Zeiten wurde es ruhiger um die Tongrube. Denn die Berliner Gäste blieben aus.
Erst seit 1990 gibt es eine neue Pächterin, die wieder ein Café dort betreibt. Der Sommer kann also ruhig kommen – für Badespaß ist gesorgt!

Seit 1923 sorgte das Seebad Mahlow für Bade-Spaß.