Stand Juli 2010
Ruhiger schlafen in Brieselang
Schon an der Türe schallt es entgegen: „Hallo Herr Bürgermeister!“ Doch sachte, in die neue Kita geht es nicht so schnell!
Denn um reinzukommen, gilt es einen Code einzutippen: „Damit erreichen wir, dass die Türe immer geschlossen bleibt. Die Kinder können nicht spontan auf die Straße sausen und Unbefugte kommen nicht rein“, erklärt Bürgermeister Wilhelm Garn die moderne Technik.
So ein Glück, dass Brieselangs beliebter Ortschef den Code im Kopf hat, denn die Kinder warten schon ganz ungeduldig darauf, endlich „ihren Bürgermeister“ richtig begrüßen zu dürfen!
Brieselangs kleinstes Klo
Brieselangs neue Kita ist innen wie außen äußerst einladend. 120 Kinder von den allerkleinsten bis zum Vorschulalter werden mit viel Engagement betreut.
Besonders beliebt ist Herumtoben auf dem schönen Freigelände. Wenn das Wetter schlechter ist, laden großzügige Gruppenräume ein.
„Besonderheit ist, dass jeder Raum noch eine Empore hat. Dort können die Kleinen sich mal zurückziehen oder für sich spielen. Sofort tönt es aus der Gruppe: „Da oben haben wir Lego“. Weiteres Merkmal der Räume, die alle mit großen Glastüren mit dem Außenbereich verbunden sind, ist, dass der Sanitärtrakt direkt angebaut ist. Niemand kann also auf dem Weg zu Toilette verloren gehen.
Ganz süß: Sogar die Krippenkinder haben ihre eigene Mini- Toilette. Brieselangs kleinstes Klo ist eine Sehenswürdigkeit, die jeden Erwachsenen zum Schmunzeln bringt.
 Neuer Hort
Wer dem Kita-Alter entwachsen ist, auf den wartet die Schule. Die Robinson-Grundschüler können sich nun ebenfalls freuen: Der mit Mitteln des Konjunkturpaketes II sanierte Hort im markanten Blau wartet ab dem neuen Schuljahr 2010/11 auf seine Gäste.
Das Haus musste ja bekanntlich von einem Tag auf den anderen geschlossen werden da eine  „hohe Naphtalin-Belastung“ festgestellt wurde. Im Gebäude daneben wird noch kräftig gearbeitet. Der Flachbau wird nach der Sanierung, die auch mittels der Konjunkturmittel erfolgt, der Hans
Klakow Oberschule wieder für Arbeitskunde und Kochunterricht zur Verfügung stehen.  „Teilweise wurden damals einfach Steine auf den Sand gestellt und aufs Fundament verzichtet“, wundert sich Wilhelm Garn über die Bauweise.
 Kleinfeld mit Kunstrasen
Wenn die Kids nach der Schule noch Bewegung brauchen, dann wartet schon bald eine ganz besondere Möglichkeit: „Wir sind gerade dabei, gemeinsam mit dem Sportverein Grün Weiß Brieselang, unseren neuen Sportplatz um ein Kleinfeld zu ergänzen. Der Kunstrasen macht es das ganze Jahr bespielbar. Hier kommen Fördermittel des DFB zum Einsatz“, so Wilhelm Garn. Das gesamte Areal strahlt schön bunt und gepflegt in der Sonne. Was nun allerdings fehlt, ist die Traditionsgaststätte Rosengarten. Die ursprüngliche Schankwirtschaft wurde von Otto Möhring, einem der ersten Siedler, 1921 ins Leben gerufen. 1929 kam der Tanzsaal dazu. Viele Brieselanger erinnern sich noch wehmütig an die Feste die dort stattgefunden haben. Manche Paare haben sich hier gefunden. Seit Mitte der 1990-er Jahre stand das Gebäude leer: „Nun war es in einem baufälligen Zustand, so dass nur der Abriss blieb. Der Sportverein wird hier mit Hilfe von Fördermitteln, Sponsoren und
eigenen Mitteln noch 2010
mit dem Neubau von  Umkleide-, Geschäfts- und Sanitärräumen sowie eines etwa hundert Quadratmeter großen Multifunktionalraumes  für die Sportler beginnen. Die Fertigstellung wird in 2011 erfolgen“, so Bürgermeister Wilhelm Garn.
 Brieselanger Straßen-Rezept
Ein Dauerthema in der Gemeinde ist der Straßenbau: „Wir sanieren kontinuierlich unsere Anliegerstraßen. Jedes Jahr bauen wir etwa zwei Kilometer Straße neu. Dabei setzten wir auf langlebige Qualität und möglichst geringe Kosten. Unser Rezept: Vier Meter Asphalt, auf beiden Seiten etwa 50 Zentimeter Schotter, eine Entwässerungsmulde und eine Funktionalbeleuchtung. Schließlich müssen die Anlieger laut Gesetz bei Erschließungsmaßnahmen 90 Prozent der Kosten tragen. Gerade wird eine Straße in privater Trägerschaft ausgebaut. Ich bin gespannt, ob dies günstiger kommt.“
Licht ins Dunkel
Teilweise wird Brieselang bald in einem ganz neuen Licht erscheinen: „Wir
können aus Mitteln des Konjunkturpakets etwa 60 betagte Straßenleuchten gegen neue austauschen, die weniger Wartungskosten erfordern und energieeffizienter sind.“
Dann wird es noch weniger „dunkle Stellen“ geben, in die Brieselangs vier „Sheriffs“ bei ihren nächtlichen Streifengängen hineinleuchten müssen!
Mehr Sicherheit
Denn Mitarbeiter des Ordnungsamts sind jetzt auch am Wochenende nachts
unterwegs. „Wir konnten mehrere Graffiti-Sprüher auf frischer Tat ertappen. Spektakulärster Fall waren Jugendliche, die dabei waren, das Wartehäuschen auf dem Bahnhof zu zertrümmern und auf die Gleise zu werfen. Damals musste die Bahnstrecke gesperrt werden“, so Wilhelm Garn.
 Partner für Bürger
Die neue Notrufnummer 03 32 32/3 38 60 ist in der Zeit von Freitag 18 Uhr bis Montag früh 8 Uhr aktiv. Anruf genügt und die „Sheriffs“ sind vor Ort.
Neben dem Sicherheitsaspekt geht es den „Partnern der Bürger“ oft um Ausgleich bei Streitigkeiten,
etwa wenn es um Probleme mit Ruhestörung oder ungenehmigtem Ablagern von Baumaterial auf öffentlichen Wegen geht.
„Außerdem sind die Mitarbeiter zur Stelle, wenn Feuerwerke ohne Genehmigung abgebrannt werden, denn dann droht ernste Gefahr für Leib und Leben. Wir haben eine hohe Waldbrandwarnstufe. Da kann sich schnell etwas entzünden und zu schlimmen Bränden führen!“
Die Feuerwehr ist mit ihrem neuen Drehleiter-Fahrzeug für einen halbe Million Euro zwar gut gerüstet, doch Waldbrände können
bekanntlich bei der hohen Trockenheit schnell immense Ausmaße annehmen und unkontrollierbar werden.
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