Stand Dezember 2011
Film-Stars drehen in Erkner
Hollywood-Atmosphäre am Dämeritzsee – eine ungewöhnliche Filmproduktion mit einem hochkarätigen Star-Aufgebot sorgte für Aufregung..
Darunter war Gojko Mitić,   der Star vieler DEFA-Indianerfilme war und heute vielfach in TV-Serien zu sehen ist.
Zu verdanken ist das Star-Aufgebot in Erkner Regisseur Rolf Losansky. Er hat viele Spielfilme geschaffen. „Moritz in der Litfaßsäule“ hat unzählige Kinder begeistert.
Männerfreundschaften
Losansky liebt es, Kinder als „Stars“ in seine Filme einzubinden.
Im Verbund mit Ralf Schlösser aus Erkner und dessen Schauspielerkollegen Bruno Frank Apitz aus dem nahen Senzig entstand die Idee, einen Märchenfilm mit realem Bezug zu drehen. Erkner als Filmkulisse erschien ideal, schließlich sollten die Drehorte bei vielen Menschen für einen Wiedererkennungs-Effekt sorgen.
Kleine und große Stars
Jetzt mussten nur noch die weiteren Schauspieler für „Wer küsst Dornröschen?“ gefunden werden. Bruno F. Apitz, der gerade in Kino-Filmen wie „Jerry Cotton“ und „Liebe Mauer“ zu sehen war, spielt den königlichen General. DEFA-Chefindianer Gojko Mitić war erst gar nicht begeistert. „Als er hörte, dass er in Dornröschen auftreten soll, wäre er fast wieder auf sein Motorrad gestiegen“, erinnert sich Apitz. Er packte seinen Freund dann kurzerhand an der Indianerehre: „Kannst Du kochen?“ Da wollte Mitić  nicht nein sagen: „Ein Indianer kann alles!“
Karin Düwel spielt die böse Fee. Sie ist bekannt aus vielen Serien. Darunter sind „Polizeiruf 110“ und „Unser Charly“. Dornröschen wird von Nastassja Hahn verkörpert. Sie ist eigentlich Synchron-Sprecherin. Eigene Filmerfahrung konnte sie 2005 in der realitätsnahen Neuverfilmung von „Hänsel und Gretel“ in der Hauptrolle der Gretel sammeln. Regie führte damals Anne Wild.
Kinder als Hauptdarsteller
Trotz dieser geballten Schauspieler-Prominenz war man sich einig, dass die eigentlichen Hauptdarsteller die insgesamt 77 Kinder aus Erkner sind. „Sie standen alle erstmals vor der Kamera“, berichtet Rolf Losansky.
„Drehorte waren unter anderem das Foyer der Wohnungsgesellschaft, die Großküche von Dynea, der Bahnhof und das Heimatmuseum“, so Produzent Ralf Schlösser.
Rettung der Stadthalle
Dornröschen ergibt die Rahmenhandlung. Es wird aber nicht das  ganze Märchen gespielt. Vielmehr entstand ein märchenhafter Film über Erkner und seine Menschen. „Wir zeigen die typischen,
Orte und Einrichtungen der Stadt. Bestimmt wird durch den Film der eine oder andere animiert, sich mal selbst von den Reizen der Stadt am Dämeritzsee zu überzeugen“, wünschen sich Ralf Schlösser und Kerstin Reimann, die die Co-Regie übernommen hat. Die Rettung von Erkner liegt schließlich in der Hand von jungen Prinzen. Sie stehen vor der wichtigen Aufgabe, Dornröschen wach zu küssen, um damit den bösen Fluch wieder aufzulösen.
Diese Szene wurde in der Stadthalle gedreht. Schirmherr ist Bürgermeister Joachim Kirsch, der hier zugleich sein eigenes Spielfilm-Debüt gab.
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