Stand Dezember 2011
Zuviel Krach am See?
Das Musikfestival „Krach am See“ feiert 2012 das runde zehnte Jubiläum. Ausgerechnet zu diesem Anlass soll alles anders werden.
Das zumindest schwebt Falk Urzynicok vor. Er ist als Mitarbeiter des Trägervereins des Jugendclubs Erkner seit 2011 für die Koordinierung und Finanzierung des Festivals zuständig. „Wir wollen wieder zu den Anfängen zurückkommen. Ursprünglich war die Veranstaltung Teil des Sommerfests. Nun wollen wir vermehrt junge Familienansprechen. Das Festival soll wieder Abschluss des Familientags werden“, so die Vorstellung.
Der Erkneraner Sozialverein „Future e.V.“ ist erst seit knapp zwei Jahren für den Jugendclub zuständig. Hauptaufgabengebiet des Vereins ist die Familienberatung. Deshalb ist es verständlich, wenn der 52-jährige Familienvater Falk Urzynicok musikalisch andere Vorlieben hat als die harten House-Beats, die bisher beim Festival dominierend waren. „Es geht mir aber vor allem darum, dass sich hier Musiker und Bands aus Erkner präsentieren“, gibt Urzynicok als neue Richtung vor.
Einen ersten Erfolg kann er bereits verzeichnen. So hat er mit André Lodemann einen international gefragten DJ und Musiker als „Star“ des zehnten Festivals „Krach am See“ verpflichten können. Allerdings, Lodemann ist bekennender House-Fan und Insidern als Vertreter der Richtung „Deep-House“ bekannt. Ob das den Geschmack von Urzynicok wirklich treffen wird? „Wir würden uns freuen, wenn sich weitere Bands und Musiker melden würden“, appelliert Urzynicok nun an die örtliche Musikszene.
So malerisch das Open Air mit der See-Kulisse ist, einen Schönheitsfehler wird es wohl behalten: „Es gab in den Vorjahren immer wieder Beschwerden der Anwohner. Deshalb haben wir das Ende der Veranstaltung auf 24 Uhr festgelegt. Das wurde von vielen Besuchern bedauert, weil Schluss war, wenn es gerade am schönsten ist.“            
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