Stand Dezember 2012
Stadion mit Star-Ambiente
Fußball-Erlebnis wie bei den Stars – das wird in Erkner schon bald richtig
fühlbar. Dafür sorgt das neue Sportgelände mit einem ganz besonderen „Coup“.

„Wir konnten vom 1. FC Union die Bestuhlung kaufen, da die ihr Stadion umbauen. Somit haben wir insgesamt 670 knall- rote und sehr bequeme Sitze erworben, auf denen bisher Bundesliga-Fußball genossen wurde“, freut sich Carsten Rowald, der für Erkners neue Sportanlage zuständig ist.
„Damit kann man unsere Sportveranstaltungen bald ganz bequem genießen“, lobt Bürgermeister Jochen Kirsch. Er ist sichtlich stolz auf die
gelungene Anlage mit dem prachtvollen Rasen und dem schönen Funktionsgebäude. Als letztes werden nun noch neue Tennisplätze an der Seeseite des Geländes entstehen. „Dann kann die bisherige Spielfläche für Wohnbebauung verwendet werden“, blickt der Bürgermeister in eine nicht allzu ferne Zukunft. Für die Tennisfreunde heißt es dann mit Fingerspitzengefühl den Ball zu bewegen, nicht dass er zu sehr in Fahrt kommt und auf dem Dämeritzsee nach Berlin davon schwimmt! Bis Herbst 2013 sollen die drei neuen Tennisplätze gebaut sein. „Die Stadt muss sparen, aber Sport ist uns sehr wichtig“, begründet Jochen Kirsch das Engagement.
Buntes Wohngebiet
In Erkner, der Stadt zwischen Seen und Wäldern, kann man sich bestens wohlfühlen. Dass sich das mittlerweile immer mehr herumspricht, zeigt sich schnell, wenn man einen
Abstecher in das neue Wohngebiet am Flakensee macht.
„Mittlerweile sind so ziemlich alle Grundstücke verkauft“, freut sich Bürgermeister Jochen  Kirsch über den Erfolg. „Wir hätten selbst nicht
gedacht, dass das so schnell gehen würde.“ Ein wichtiger Grund für die Beliebtheit ist
sicher die gute Lage. Von dem Wohngebiet kommt man bequem zu Fuß ins Zentrum. Dennoch ist es „abgelegen“genug, um vom Durchgangsverkehr und damit verbundenen Emissionen verschont zu bleiben. Dass den Bewohnern die Umwelt sehr wichtig ist, zeigt der Bummel durch
Erkners neuen Stadtteil. Vor vielen Häusern zeugen Wärmepumpen-Aggregate davon, dass die neuen „Siedler“ sich von hohen Öl- und Gaspreisen erfolgreich abgekoppelt haben. „Zum Wohlfühlen trägt sicher mit bei, dass wir bewusst keine engen Vorschriften für die Bebauung gemacht haben. Jeder sollte sich hier den ganz persönlichen Traum vom Eigenheim verwirklichen können“, so der Bürgermeister. Die Folge ist ein sehr bunter und abwechslungsreicher Stadtteil.
Ein Herzstück ist die neue Kneipp-Kita „Wasserwichtel“ in einem lichtdurchfluteten architektonisch sehr ansprechenden Bau mit liebevoll
gestalteten Außenanlagen.
Innen duftet alles noch ganz frisch.
„Wir konnten dieses Jahr
Eröffnung feiern“, berichtet Leiterin Manuela Veronelli. 120 Kinder vom Babyalter an finden hier Platz. „Ab mittags kommen dann zu den Kita-Kindern noch die Grundschüler, für die es hier zusätzlich Hort-Betreuung gibt. Da die Schule relativ weit entfernt ist, haben wir einen für die Eltern kostenlosen Hol- und Bringedienst eingerichtet“, erläutert Jochen  Kirsch.
Bewegung in der Schule
Dieser Zustand wird noch
anhalten, bis die Löcknitz-Grundschule in der Friedrichstraße vollständig modernisiert ist. Gerade sind die fleißigen Handwerker dabei, die neue Mensa, in der außerdem Platz für den Hort und für Musikräume sein wird, auszubauen. „Die komplette Fertigstellung inklusive der Außenanlagen soll 2014 sein“, so Jochen Kirsch.
Offenbar sind die Erkneraner besonders lernfreudig: „Obwohl das Carl-Bechstein- Gymnasium gerade soeben einen Anbau erhielt, wird nun bereits schon wieder über eine Erweiterung nachgedacht“, weiß der Bürgermeister. Im Gegensatz zu den anderen Schulen, für die die Stadt zuständig ist, wird das Gymnasium vom Landkreis betrieben. „Allerdings bieten wir hier gerne Unterstützung, wenn Not am Mann ist. So haben wir beispielsweise bei den letzten Baumaßnahmen Flächen für die übergangsweise Unterbringung der Schüler zur Verfügung gestellt“, blickt Erkners Stadtoberhaupt zurück.
Neues von Gerhart Hauptmann
Dass man sich in Erkner wohlfühlen kann, hat der Schriftsteller Gerhart Hauptmann immer wieder gelobt. In seinem Erkneraner Wohnhaus, der repräsentativen „Villa Lassen“, befindet sich nun das Literatur-Museum. Dort beschäftigt sich Leiter Stefan Rohlfs mit Werk und Leben des Schriftstellers, der in diversen Werken dafür sorgte, dass Erkner Einzug in die Weltliteratur halten konnte. 2012 feierte die Stadt das „Hauptmann-Jahr“, da der berühmte Schriftsteller vor 150 Jahren in Schlesien geboren wurde. Sozusagen als „Krönung“ hat Rohlfs sich selbst schriftstellerisch betätigt und pünktlich zu Hauptmanns Geburtstag am 15. November das Buch „In höchster Berliner Eile...“ herausgegeben. Darin sind bisher unveröffentlichte Briefe zwischen Gerhart Hauptmann und seinem Sohn Ivo Hauptmann, der in Erkner 1886 geboren wurde und als Maler Bekanntheit erreichte, dokumentiert. Wer näher hinsieht, erkennt, dass einige der Bilder in der Museums-Villa von Ivo Hauptmann sind. „Das Buch entstand zusammen mit Harriet Hauptmann“, so Stefan Rohlfs.
Erkner kann neben dem Hinweis auf den Platz in der Literaturgeschichte auf den wichtigen Rang als „Wiege des Kunststoffes“ verweisen. Diesem Thema hat sich der „Chemieverein“ angenommen, der seinem Ziel eines Museum nun einen kleinen Schritt näher gekommen ist. Die städtische Wohnungsgesellschaft mit ihrem rührigen Geschäftsführer Achim Wegeleben hat den Chemiefreunden die früheren Räume der Touristeninformation, die jetzt im Rathaus untergebracht ist, zur Verfügung gestellt.
„Damit haben wir nun erstmals an zentraler Stelle die Möglichkeit, einen kleinen Einblick in dieses wichtige Kapitel der Stadtgeschichte zu bieten“, freut sich Bürgermeister Jochen Kirsch darüber.
Von seinem Dienstsitz im Rathaus ist es nur ein kleiner Schritt zu der Ausstellung die auf eine der wichtigsten Entwicklungen in der Industriegeschichte aufmerksam macht!
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