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Wer in Erkner zur Miete wohnt, tut das
sehr oft in einem der reizvoll sanierten
Gebäude der stadteigenen
Wohnungsgesellschaft Erkner, kurz,
„WGE“. Sie ist für rund 60 Prozent des
Wohnraums in der Stadt verantwortlich.

Wie es sich in der attraktiven Kommune
am wunderschönen Dämeritzsee lebt, hängt
also ganz entscheidend von der WGE ab.
Sie ist wesentlich am äußeren
Erscheinungsbild von Erkner sowie am
Stadtleben beteiligt, kümmert sich
engagiert um das Gemeinwohl und ist
wichtige Stütze der örtlichen Vereine.
Dabei war der Start vor über 20 Jahren
mehr als holprig. Über 3 000 Wohnungen
in unterschiedlichstem Zustand mussten ab
1991 übernommen werden und ein Haufen
Altschulden kam als Beigabe noch hinzu.

20 Jahre mit Erfolg

Da ist eine gehörige Portion Optimismus
mit im Spiel gewesen, als Achim
Wegeleben 1994 das Ruder in der WGE als
Geschäftsführer übernahm. „Es lag ein
Riesenberg an Aufgaben auf dem Tisch.
Diese ließen sich nur mit
einem ebenso großen Berg an Zuversicht
bewältigen. Mehr als einmal habe ich
gehört,dass es im Umfeld hieß ‚Das geht
nicht‘. Und es ging doch! Selbst mein
Bruder hat mich damals gefragt, ob ich
denn wisse, was ich da angepackt habe.
Wichtig war aber von Anfang an, sich
realistische Ziele zu stellen und nur das zu
machen, was bezahlbar ist. Angefangen
haben wir trotzdem mit den Maßnahmen,
die schnell hohe Effekte für die Mieter
brachten“, erinnert er sich. So wurden als
erstes überall neue Fenster eingebaut und
eine geregelte Lüftung auf den Dächern
installiert. „Schon allein damit konnten 25
Prozent der Wärmekosten eingespart
werden. Das war wichtig, weil ja nun
Heizkosten nach Verbrauch bezahlt werden
mussten.“

Beeindruckende Bilanz

Nächste Maßnahmen waren das Abdichten
der Fugen an den Fassaden, das Anbauen
neuer Balkone, die Dämmung der Dächer,
der Einbau neuer  Kalt-, Warm- und
Abwasserleitungen und, soweit nötig,
neuer Badewannen, Wasch- und
Toilettenbecken. Wann immer es möglich
war, wurde und wird mit Firmen aus der
Region gearbeitet. 2015 ist der letzte Block
saniert. Dann sind alle 2200 Plattenbauten
der WGE auf modernem Niveau. Im Jahr
2014 wird der 115. Fahrstuhl eingebaut
sein.

„Das ist insbesondere für
ältere Mieter sehr wichtig, die dann gern in
ihren Wohnungen in den oberen
Geschossen bleiben. Über 7,5 Millionen
Euro hat allein diese Maßnahme gekostet.
Trotz all dieser hohen Investitionen wurde
solide gewirtschaftet und in den letzten
Jahren ohne Kreditaufnahme saniert“, hebt
Achim Wegeleben hervor.

Stadtleben im Blick

Trotzdem sind die Mieten nicht explodiert
und selbst heute noch auf einem
vergleichsweise sozial sehr verträglichem
Stand. „Der Quadratmeter Wohnfläche
kostet  in Häusern mit Fahrstuhl
durchschnittlich 4,60 Euro.“ Damit wird
das Bezahlen der Miete nicht zum
Albtraum und die Wohnungsgesellschaft
steht dennoch wirtschaftlich auf gesunden
Füßen. Ganz wichtig ist Achim Wegeleben
dabei aber noch ein ganz anderer Aspekt:
„Bei bezahlbaren Mieten bleibt noch Geld
zum Leben übrig. Davon profitiert die
örtliche Wirtschaft.“ Der Blick über den
Tellerrand ist sicher eines der
Erfolgsgeheimnisse der 20 Jahre von
Achim Wegeleben an der Spitze der WGE.  
„Wir unterstützen seit Jahren viele Vereine
in der Stadt und sind Hauptförderer des
Fußballvereins Erkner.“ Schließlich tragen
Vereine mit ihren Aktivitäten ganz
entscheidend zum vielfältigen Leben in der
Stadt bei. „Wir machen mit, wenn es um
das Lichterfest und das jährliche
Heimatfest geht.  Seit zwölf Jahren richten
wir zudem den Herbstball in der Stadthalle
aus.“

Eintrag ins Ehrenbuch

Seinen erkennbar vorhandenen
Abschiedsschmerz mit Blick auf den nahen
Ruhestand drückte Achim Wegeleben auf
dem diesjährigen Herbstball der WGE
Ende Oktober 2013 musikalisch aus. Im
Duett mit Eva-Maria Pickert sang er
„Goodbye My Love Goodbye“, also „Auf
Wiedersehen meine Liebe“. Bürgermeister
Jochen Kirsch verzichtete auf eine
vergleichbare Gesangseinlage, hob aber
hervor, wie sehr die Wohnungsgesellschaft
die Stadt in den zurückliegenden Jahren
„lebenswerter und wohnlicher“ gemacht
hat. Ihren Geschäftsführer überraschte er
deshalb mit einem Eintrag in das
Ehrenbuch von Erkner. Klar, dass das für
Achim Wegeleben ein sehr bewegender
Moment war. Als starkes und gut
wirtschaftendes kommunales Unternehmen
nimmt die WGE seit vielen Jahren ihre
besondere Verantwortung für die
Entwicklung des Stadtbilds wahr.
Verglaste Balkone, attraktive Fassaden,
gepflegte Grünanlagen, Springbrunnen und
die drei Sonnenuhren sowie die Blumenuhr
tragen zum Wohlfühlklima bei. Die
Spielplätze wurden neu gestaltet und lassen
die Jüngsten glücklich um die Wette
strahlen. Das „Café Bechsteins“ ist
architektonisch gelungen und längst
beliebter Treffpunkt.

Motivierte Mitarbeiter

„Ohne gutes Team an der Seite wäre das
alles nicht im Ansatz zu erreichen
gewesen“, ist sich Achim Wegeleben
sicher. Die meisten der heute 36
Mitarbeiter sind lange dabei, teilweise
schon von Anfang an.

Zugleich wurde und wird seit vielen Jahren
der Berufsnachwuchs selbst ausgebildet.
So haben viele der heutigen
Immobilienkaufleute schon als Lehrling bei
der WGE angefangen.  

Schöner Wohnen in Erkner

Kurzinfo

Firma  

Wohnungsgesellschaft Erkner mbH

Adresse

Flakenseeweg 99, 15537 Erkner

Kontakt

Achim Wegeleben

Tel./Fax

Tel. 0 33 62/7 94 90, Fax 0 33 62/7 59 39

Internet

www.wg-erkner.de

Mail

 

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Wechsel an der Spitze

Nach 20 Jahren als Geschäftsführer der
WGE verlässt Achim Wegeleben das
städtische Unternehmen am 1. Februar
2014. Er übergibt es an Susanne Branding.
Sie fängt schon Anfang Januar an, bevor sie
dann Anfang Februar die
Gesamtverantwortung übernimmt. „Ich
freue mich sehr auf diese neue Aufgabe“, so
die 36-jährige studierte Betriebswirtin mit
zusätzlichen Abschlüssen in den Bereichen
„nachhaltiger Tourismus“ und
Kommunalwirtschaft. Sie hat sich gegen
mehr als 60 Bewerber überzeugend
durchgesetzt.  „Da waren wir uns alle
einschließlich Bürgermeister Jochen Kirsch
einig, dass wir Susanne Branding diese
Aufgabe zutrauen und ihr unser Vertrauen
schenken“, so Wegeleben.

Seine Nachfolgerin ist noch bis Ende 2013
Geschäftsführerin einer
Wohnungsgesellschaft in der Uckermark.
Zuvor war sie mit einem eigenem
Unternehmen in der Projekt- und
Stadtentwicklung tätig.