Impulse für die Region

Neue Brücke für Erkners Verkehr

Im Jahr 2004 feiert Erkner das 425. Jubiläum seiner ersten urkundlichen Erwähnung. Doch immer noch wird am Rathaus gebaut, auch die Bahnunterführung ist noch nicht fertig. Muss sich Erkner also mit unvollendeten Bauvorhaben in seinem Jubiläumsjahr präsentieren? Wir sprachen mit Bürgermeister Jochen Kirsch über Probleme und Entwicklungstendenzen in seiner Stadt.

Wird die Stadt als Baustelle ins Jubiläumsjahr gehen?
Jochen Kirsch: „Mit dem Bau des Rathauses liegen wir im Zeitplan, nach heutigem Stand können wir ab Mai 2004 die Verwaltung wieder dorthin verlagern. Die Bahnunterführung in der Fürstenwalder Straße hat sich etwas verzögert, wird aber bis Jahresende für den Verkehr freigegeben.“

Damit sind die Straßenprobleme aber nicht vollständig gelöst.
Jochen Kirsch: „Der Ausbau der Woltersdorfer Landstraße ist zur Zeit nicht möglich, da gegen notwendige Baumfällmaßnahmen eine Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht wurde. Bis zur Gerichtsentscheidung müssen Anwohner und Nutzer der Woltersdorfer Landstraße leider mit den schwierigen Bedingungen leben. Die Klage ist für mich nicht nachvollziehbar, da für die gefällten Bäume Ersatzpflanzungen vorgenommen werden sollten und somit eine neue junge Allee entstehen würde. Eine weitere Verbesserung der Verkehrssituation wird eine zusätzliche Brücke über das Flakenfließ ergeben. Diese Möglichkeit resultiert aus einem dringend erforderlichen Ersatzneubau der Eisenbahnüberführung und dem notwendigen Einbau einer Grundwasserwanne in der Bahnhofstraße. Für die genannten Baumaßnahmen der Bahn AG ist eine Vollsperrung der Bahnhofstraße für den Straßenverkehr und deshalb eine bauzeitliche Umfahrungsstrecke erforderlich. Deshalb trägt die Bahn AG den Hauptanteil der Kosten. Um zugleich die Infrastruktur in der Stadt Erkner wesentlich zu verbessern, ist es sinnvoll, die Umfahrungsstrecke dauerhaft auszubauen und im Vorlauf zur eigentlichen Baumaßnahme herzustellen.“

Sie haben die Verwaltung umstrukturiert. Was war der Grund für diese Maßnahme?
Jochen Kirsch: „Mit dem bestätigten Geschäftsverteilungsplan sind die bisherigen Ämter als Ressorts in drei Geschäftsbereiche zusammengelegt worden. Damit sollen Aufgaben und Entscheidungen gebündelt und Geschäftsprozesse optimiert werden. Neben solchen Effekten wie Reduzierung von Bearbeitungszeiten, Verbesserung der Qualität und Senkung des Aufwandes soll die Geschäftsverteilung auch zu mehr Kunden-, Team- und Leistungsorientierung führen.“

Erkner wird immer schöner, ist beliebt bei Ausflüglern und Besucher. Hat da der Bürgermeister noch Wünsche offen?
Jochen Kirsch: „Erhebliche Sorgen macht uns die wirtschaftliche Lage. Noch können wir unsere freiwilligen Leistungen wie den Jugendclub, die Kindertagesstätten, das Heimat- und das Gerhart-Hauptmann-Museum aufrechterhalten. Doch wie lange noch? Von den Bürgern würde ich mir wünschen, dass alle ihren Teil dazu beitragen, dass es bei uns sauberer wird. Die Unordnung ist an manchen Ecken ein echtes Problem.“

Bürgermeister Jochen Kirsch freut sich darüber, dass die Stadt bald einen neue Brücke über den Flakenfließ bekommt.