Erkner bald Stadt des Lachelns?

Erkner sieht sich gerne und aus geografischer Sicht zu Recht als Stadt zwischen Seen und Waldern. Klar, dass man dieses Potenzial fur den Tourismus nutzen sollte. Doch vorher musste man investieren. Das sehen immer mehr Menschen. Und so ist am 25. Oktober 2001 der neue „Tourismusverein Erkner – Stadt zwischen Waldern und Seen e.V.” gegrundet worden.Reporter Andreas Schonstedt sprach mit dem frischgebackenen Vorsitzenden Knut Reuber-Tagesen, 57.

Warum ist der alte Verein denn eingegangen?
Knut Reuber-Tagesen: Das hangt augenscheinlich damit zusammen, dass einige der damaligen Mitglieder, es waren ausschlie§lich Erkner und umliegende Gemeinden, ihren Haushalt sanieren wollten. Da haben sie als erstes am Beitrag fur den Fremdenverkehrsverein gespart. Woltersdorf war die erste Gemeinde, die ausgestiegen ist. Trotzdem schicken die bis heute ihre Touristen zu uns in die Information. Das Geld fur den Service allerdings sparen sie sich.
Jetzt ist die Struktur und die Finanzierung eine andere?
Knut Reuber-Tagesen: Ja, die Stadt ist nicht Mitglied im Verein, obwohl wir sehr eng zusammenarbeiten. Unsere Mitglieder sind Unternehmen oder Fordermitglieder. Die Stadt gibt entsprechend einer Vereinbarung 18000 Euro zu unserem Haushalt, den Rest bestreiten wir uber Fordermitglieder, die mindestens 20 Euro im Jahr bezahlen und uber unsere Mitgliedsunternehmen, die entsprechend unserer Gebuhrenordnung zwischen 50 und 600 Euro im Jahr bezahlen. Je nach Beitragshohe ist auch die Wichtung der Stimmen unserer Mitglieder. Auch ein Grund warum die Stadt kein Mitglied ist.
Was sind die Aufgaben Ihres Tourismusvereins?
Knut Reuber-Tagesen: Unsere Aufgabe ist den Fremdenverkehr voranzubringen. Dazu gehort die Weiterentwicklung des Stadtentwicklungskonzeptes und der Bearbeitung der offenen Punkte. Prinzipiell geht es darum, die Identifikation der Burger mit ihrer Stadt zu starken. Wenn ich stolz bin auf meine Stadt, bin ich automatisch freundlicher zu Fremden, die meine Stadt besuchen. Diese Freundlichkeit zieht dann weitere Touristen an und das gibt dann mehr Arbeitsplatze und jeder Erkneraner hat etwas davon. Schauen Sie sich doch blo§ mal die osterreichischen Kurorte an: Dort ist jeder zu Ihnen freundlich, weil die wissen, da kommt ein Tourist und der bringt mir sein Geld hier her! Solch eine Atmosphare wunsche ich mir auch in Erkner.
Wie wollen Sie das erreichen?
Knut Reuber-Tagesen: Ich werde Gesprache mit den Gewerbetreibenden und den Burgern fuhren. Ich werde mich in der Stadtverwaltung fur diese Ziele stark machen. Wir wollen au§erdem aktiv Werbung betreiben, beispielsweise auf Messen. Wir werden uns in Veranstaltungen in Berlin einklinken, um so mehr Ubernachtungen zu bekommen und reden naturlich auch mit anderen Orten.