Mit 1300 Umzugskisten ins neue Rathaus

In drei Tagen eine neue Verwaltung!

Schnell wie die Feuerwehr, so musste der Umzug der Verwaltung ins neue Rathaus gehen. Ein passionierter Feuerwehrmann sorgte dabei für den generalstabsmäßigen Ablauf.
„Dienstags hatten wir noch Sprechtag in den alten Gebäuden. Dann ging es sofort los. Wir hatten exakt drei Tage Zeit, denn am Wochenende war bereits Tag der offenen Tür im neuen Rathaus. Dienstag darauf sollte am Sprechtag alles perfekt funktionieren,“ berichtet Ralf Harendt (Fotos).
Vom Radiergummi über den Bleistiftspitzer bis zu Computern, Druckern und nicht zuletzt zahlreichen Akten war alles in 1300 Umzugskisten verstaut worden. Das neue Rathaus hat über 4600 Quadratmeter und 64 Räume. 36 davon sind Arbeitszimmer der Mitarbeiter. Darin sind an die 50 PC-Arbeitsplätze eingerichtet, die alle mit einem zentralen Server vernetzt sind. „Jeder Mitarbeiter ist nun über E-Mail erreichbar und hat Internet-Anschluss“, beschreibt Harendt die technische Neuerung. Eine ausgeklügelte Firewall soll verhindern, dass der Rathaus-Rechner von Hackern lahmgelegt wird oder Mitarbeiter sich von Seiten ablenken lassen, die mit der Verwaltung gar nichts zu tun haben.
Kaum zu glauben, aber wahr: Sämtliche Technik wurde bei diesem Umzug „über Nacht“ zum Laufen gebracht. Das ist vorwiegend dem jungen EDV-Fachmann Marco Schwach zu verdanken. Er ist für die „Technikunterstützte Informationsverarbeitung“, kurz „TUIV“, verantwortlich. Dem Umzug waren allerdings umfangreiche Vorbereitungs- und Organisationsarbeiten vorausgegangen.
Nun umgezogen, haben die EDV-Fachleute bereits neue Pläne für die Stadtverwaltung. Während andere die Träume vom papierlosen Büro längst begraben haben, könnten sie in Erkner in „etwa zwei Jahren“ Wirklichkeit werden.
„Dann wollen wir den gesamten Posteingang digitalisieren und am Computer weiterbearbeiten. Dadurch sparen wir Aktenberge und hoffen, die Bearbeitungszeiten erheblich reduzieren zu können, um noch bürgerfreundlicher zu werden.“ Erkner würde damit eine spektakuläre Vorreiterrolle unter Deutschlands Rathäusern spielen.