Stand Juni 2010
Schulen, Kitas und Sport
Es ist nicht so, dass Falkensees Bürgermeister keinen Sinn für Mode hätte. Doch wer mit dem Turbo-Bürgermeister als Frau unterwegs ist, tut gut daran, die Stöckelschuhe im Schrank zu lassen!
Die Eile, mit der Heiko Müller unterwegs ist, erfordert Kondition und passendes Schuhwerk. Und schon drängt der nächste Termin...
Dabei ist es bei Heiko Müller keine Marotte, dass er immer unter Druck ist.
Vielmehr sind es die Umstände. Seit er Bürgermeister ist, passieren immer wieder Dinge, die schnelles Reagieren
erfordern.
Alarm in der Schule
Das war so, als in der Kita
Wirbelwind Deckenplatten herunterwirbelten. Das ist nun wieder so, als die Baupolizei in der Schule in der
Rathenaustraße Alarm schlug. Dort ist 2009 Falkensees Neues Gymnasium eingerichtet worden. Doch das Gebäude muss, so die Fachleute, dringend stabilisiert werden. „Die einzige sinnvolle Lösung war ein Neubau im Hof“, berichtet Heiko Müller. Binnen weniger Wochen müssen die Räume bezugsfertig sein, denn bereits mit dem neuen Schuljahr 2010/11 soll darin der Unterricht stattfinden. „Der Zeitplan ist nur einzuhalten, weil wir uns für Modulbauweise mit vorgefertigten Teilen entschieden haben“, klärt Müller auf und beruhigt: „Es wird aber keine neue Plattenbau-Romantik entstehen.“
„Schiff” ohne Steuerrad
Die Eile ist nötig, denn die Räume der früheren Oberschule müssen anschließend schnell saniert werden, um übergangsweise die Jugendlichen aus der Kantschule aufnehmen zu können: „Das ist dann die letzte unserer Schulen, die saniert werden muss“, so Heiko Müller.
Die bewegungsfreudigen Falkenseer können sich mit dem dynamischen Bürgermeister freuen: Die neue Sportanlage an der Rosenstraße präsentiert sich nun in voller Schönheit und Funktionalität. In der Sprecherkabine fühlt sich Heiko Müller sofort wohl: In Form und Ausstattung mit der großen Fensterwand und durch den guten Überblick auf den Platz erinnert sie den gelernten Schiffskonstrukteur an eine Kapitänsbrücke.
Nicht mal das Steuerrad fehlt ihm, „denn auf den modernen Schiffen wird doch mit dem Joystick navigiert“.
Farben im Visier
Für ungewollte Diskussionen sorgt die ansprechende Innenausstattung: Falkensees SPD-Bürgermeister Heiko Müller wollte Farbe sehen.
Statt dem Rot seiner Partei bevorzugte er allerdings Akzente in Blau zu setzen. „Das war in Anlehnung ans Olympiastadium in Berlin gedacht“, so Müller. Und was passt zu Blau: Natürlich eine warme Farbe wie Gelb, für die Wände.
Zugegeben, die Kombination sieht schön aus. Doch dabei wurde völlig vergessen, dass es ja einen neuen Fußballverein namens „Blau-Gelb Falkensee“ gibt. Jetzt freuen sich die „Blau-Gelben“, während die anderen Kicker vergebens nach ihren Vereinsfarben suchen.
Badefreuden unterm Dach?
Die ganz  Jungen können ebenfalls lachen, denn die BTM-BMX-Anlage an der Stadtgrenze zu Berlin hat nun ebenso Formen angenommen wie der Bolzplatz am Bahnhof Finkenkrug. Das Grundstück der neuen BMX-Anlage soll im weiteren Ausbau ein Sportwald mit vielfältigen Möglichkeiten werden. Noch nicht ganz so weit sind die Pläne fürs von vielen gewünschte Hallenbad.
Dach überm Bad
Wie berichtet haben Falkenseer Senioren und andere Bürger dafür Unterschriften gesammelt. „Es sind nun drei Varianten überprüft worden: Wir überdachen das bisherige Freibad oder wir bauen daneben ein ganz neues Hallenbad. Die dritte Variante ist quasi ein Kompromiss. Zunächst werden die wirtschaftlich Erfolg versprechenden Modelle realisiert. Dazu gehören ein Gesundheitsbad genauso wie ein Fitnessbereich und eine Saunalandschaft. Wenn finanziell möglich wird später ein größerer
Badebereich dazu kommen. Dadurch könnte man Baukosten sparen“, so Heiko Müller zu den Vorteilen seiner favorisierten Zwillings-Lösung. Das Geld soll aus privaten Kassen kommen: „Wir stellen uns dafür eine Private-Public-Partnership Lösung vor, wie wir es bereits beim Gesundheitszentrum erfolgreich durchgeführt haben. Wir stellen das Gelände, ein privater
Investor baut und betreibt die Anlage.“
Videos zum Runterladen?
Der Umbau der früheren Post in der Poststraße zum Bürgerzentrum der Stadtverwaltung ist im Werden. „Mit ins Gebäude sollen Dienststellen wie etwa das Schulamt ziehen, die bisher im Haus Am Anger mit untergebracht waren“, stellt Bürgermeister Heiko Müller weitere Zusammenhänge her. „Die dann frei werdenden Räume im Creativzentrum sollen den Jugendlichen zu Gute kommen. Ich würde dort gerne eine Videowerkstatt haben. Ich möchte auf unserer städtischen Internetseite vermehrt Videos über aktuelle Ereignisse platzieren. Die könnten die Jugendlichen doch erstellen.“ Allerdings,  sie müssen samt Kamera gut zu Fuß sein. Sonst laufen sie Gefahr, dass sie der Entwicklung in Falkensee hinterherlaufen und ihnen der Bürgermeister davon  und aus dem Kamerabild läuft!
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