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Bürgeramt ohne Warteschlangen!
Stand Juni 2013
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Wer etwas zu „verkaufen“ hat, wünscht
sich möglichst volle Räume. Ganz
anders ist dies mit dem Bürgermeister
von Falkensee. Obwohl keineswegs
menschenscheu, freut er sich sichtlich,
dass sein schmuckes neues „Bürgeramt“
meistens ohne Bürger ist!
„Bisher hatten wir das Problem, dass die
Falkenseer immer anstehen und warten
mussten, wenn sie Pässe beantragen
wollten oder andere Dinge von der Stadt
brauchten. Nun haben wir das so gut
organisiert, dass es gar keine
Warteschlangen mehr gibt“, strahlen Ines
Jesse, die als Beigeordnete für diesen
Bereich zuständig ist, und Bürgermeister
Heiko Müller. Ihn als Mann fasziniert
natürlich die Technik, und die zeigt sich
schon an der Rückseite. Dort stehen sicher
eingezäunt zwei Luft-Wärmepumpen.
„Dadurch können wir ganz
umweltfreundlich heizen!“
Neues Zentrum
Das Bürgeramt ist nun seit Ende August
2012 in Betrieb. „Leider kam es zu einer
Verzögerung, aber dafür wurde
es nun zusammen mit dem Parkplatz
fertig“, versucht der für seine Ungeduld
bekannte Turbo-Bürgermeister dem langen
Ärgernis positive Aspekte abzugewinnen.
Vom Bürgeramt sind es nur wenige
Schritte zum großen Park- & Ride-Platz in
der Scharenbergstraße. Die Fläche für die
neue Campus-Halle ist bereits abgesteckt.
Man kann sich gut den Weg, der später
dahinter verlaufen soll, vorstellen. „Die
Halle wird 14 Meter hoch sein und soll
2015 in Betrieb gehen. Sie wird etwa 15
Millionen Euro kosten, für die die Stadt
leider keine Zuschüsse bekommt. Für
einen Teil der Summe müssen wir
einen Kredit aufnehmen. Das hängt auch
mit dem Ausbau von Anliegerstraßen
zusammen, den wir erst vorfinanzieren und
dann später die vorgeschriebenen
Anliegerbeiträge bekommen“, erklärt
Heiko Müller die Finanz-Rochaden. Was
dann anstelle der bisherigen Stadthalle
hinkommen soll, steht noch in den Sternen.
Sicher ist, dass das Gebäude dem
Abrissbagger weichen soll.
Lichtdurchfluteter Hort  
Gleich hinter dem Bauplatz für die
Campus-Halle kommt man zur
Europaschule. Dort können sich die Kinder
nun über einen lichtdurchfluteten Hort mit
riesigen Glas-Schiebetüren zum Innenhof
freuen.  Alles riecht noch ganz neu,
schließlich war die Eröffnung nach den
Osterferien, also vor wenigen Wochen.
„Hier gibt es nun genug Platz für unsere
200 Kinder“, freut sich die Leiterin.
Bildung hat in Falkensee nach wie vor
einen wichtigen Stellenwert. Heiko Müller
hat hier seit Amtsantritt konsequent die
Weichen gestellt, und zwar entgegen der
Meinung mancher Skeptiker, exakt die
richtigen.  

Richtige Weichenstellung
So gab es viele Zweifel, ob ein weiteres
Gymnasium tatsächlich nötig ist. Nun
platzt dieses schon wieder aus allen
Nähten. „Es gab 2013 mehr
Interessenten als aufgenommen werden
konnten. Wir müssen uns nun beeilen, dass
die Sanierung der Kant-Schule bis nach
den Sommerferien soweit abgeschlossen
ist, dass die Jugendlichen dort in
beiden Flügeln des Gebäudes unterrichtet
werden können. Bisher ist ein Teil im
neuen Gymnasium, das nun Vicco-von-
Bülow-Gymnasium heißt, untergebracht.
Mit dem neuen Schuljahr werden diese
Räume aber dringend gebraucht“, sind sich
der Bürgermeister und sein für die
Bauverwaltung zuständiger Dezernent
Thomas Zylla einig.
Abstimmungsprobleme dürfte es zwischen
den beiden trotz gegensätzlicher
Parteibücher keine geben, schließlich sind
der SPD-Bürgermeister und sein 1.
Beigeordneter in Finkenkrug Nachbarn, die
sich seit langen Jahren gut verstehen. Was
im Rathaus untergeht, kann also noch
schnell über den Gartenzaun hinweg
abgestimmt werden!
Schon wieder Internet-Ärger 
Nicht immer so blitzschnell war lange Zeit
der Draht in die Welt, zumindest per
Internet. Nun hat ein großer Teil von
Falkensee dank öffentlicher Förderung aus
einem Programm des Landes mit
städtischem Anteil turbo-schnelle
Verbindungen. Allerdings gärt schon
wieder mancher Ärger: „Diejenigen, die
bisher die schnellsten Leitungen hatten,
haben nun die geringste Bandbreite, weil
dort keine neuen Kabel verlegt wurden!“,
berichtet der Bürgermeister. Obwohl es
ihm sonst immer um ungebremste
Geschwindigkeit geht, versteht er die
Beschwerden nicht ganz: „Wir sind froh,
dass dort, wo es bisher fast kein Internet
gab, jetzt eine schnelle Verbindung
möglich ist.“
Radweg mit Lampen-Problem
Das neu fertiggestellte Teilstück vom
„Radweg der Sympathie“, der Berlin mit
dem Havelland verbinden soll, freut Heiko
Müller, bringt er Falkensee doch der
Hauptstadt wieder ein Stück näher.
Allerdings verlief die Eröffnung etwas
holprig. „Gerade zu diesem feierlichen
Termin fiel die gesamte Beleuchtung aus.
Wie sich zeigte, hatte jemand vorher ein
Schild aufstellen wollen und aus Versehen
die Stromkabel angebohrt!“ Erfreulich für
den turboschnellen Bürgermeister war,
dass der Schaden rasch zu finden und zu
beheben war und nicht etwa Leitungen neu
verlegt werden mussten. Weil
Geschwindigkeit oft lebensrettend sein
kann, wird nun in unmittelbarer Nähe vom
Rathaus gebaut. Die Feuerwehr bekommt
eine neue Wache, schließlich sind bei ihren
Einsätzen oftmals Sekunden entscheidend!

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