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Ethik macht den Fußball rund!
Stand Juni 2013
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Fußball mal anders, darauf setzt der
neue Verein „Eintracht Falkensee“.
Während man sonst Sport und Politik
krampfhaft trennen möchte, geht es im
Verein „Eintracht“ um Eintracht unter
den Mitgliedern und ethische Werte.
„Wir setzten auf die Säulen Fairness,
Respekt und Toleranz. Es ist mir wichtiger,
dass mit dem Gegner beim Spiel fair
umgegangen wird, als ein Tor mehr
geschossen zu haben“, formuliert Lothar
Lappöhn als „Vereinschef auf Zeit“, was
„Eintracht“ so sehr von anderen
unterscheidet. Er kam durch seinen mittler
weile zwölfjährigen Sohn Loris Benedikt
zu dieser Art des runden Leders. „In
meiner Jugend habe ich Basketball
gespielt, meine neunjährige Tochter Louisa
Maria bevorzugt Ballett und Reiten.“
Nur das Beste für den Nachwuchs
Nachwuchsausbildung hat hier höchsten
Stellenwert: „In vielen Vereinen trainieren
Väter die kleineren Kinder. In der Regel
verfügen sie über keine Qualifikation. Wir
sind der Meinung, dass gerade im untersten
Altersbereich allerhöchste Qualität in der
Ausbildung zwingend sein sollte. Deshalb
setzten wir hier ausschließlich qualifizierte
und zertifizierte Trainer ein“, beschreibt
der Unternehmer, der zwei Jahre als
Vorsitzender „Lokomotive“ des Vereins
sein will, einen weiteren wichtigen Punkt.
„Wir haben mit Claudia Hähnel eine
eigene Kinderschutzbeauftragte und
gehören zu den ersten Unterzeichnern der
Kinderschutzerklärung des
Landessportbunds Berlin.“

Integrative Kraft  
Die in Sonntagsreden vielbeschworene
„integrative Kraft des Sports“ wird in dem
neuen Verein täglich gelebt: „Wir arbeiten
mit der Lebenshilfe zusammen. Bei uns
trainieren und spielen behinderte und
nicht-behinderte Kinder gemeinsam!“, so
Lappöhn weiter. „Jedes Kind wird
bedingungslos aufgenommen.“  
Großer Ansturm
Dieses andere Konzept hat in Falkensee
offenbar viele Anhänger. Der Verein, der
2012 zum Tag der Deutschen Einheit
gegründet wurde, konnte innerhalb eines
kurzen halben Jahres über 150 Mitglieder
gewinnen. „Davon sind 110 aktive
Spieler!“ Darunter ist sogar eine komplette
Herrenmannschaft. Diese Spieler
wechselten von „Blau-Gelb Falkensee“,
obwohl sie nun wieder in der 3.
Kreisklasse beginnen müssen.
Kooperation mit „Veilchen“
„Wir sind nun dabei, eine
Mädchenmannschaft aufzubauen und
suchen dafür noch Spielerinnen“, macht
Vereins-Lokomotive Lappöhn Dampf, auf
diesem Sektor ebenfalls aktiv zu werden.
Um die Möglichkeiten für die Kids zu
erweitern, hat der junge Verein nun mit
den „Veilchen“ von Tennis Borussia
Berlin, wo seit 100 Jahren Fußball gespielt
wird, eine Kooperationsvereinbarung
getroffen. „Die großartige Jugendarbeit der
Lila-Weißen ist weit über die Grenzen
Berlins bekannt. Die Jugendabteilung zählt
zu den erfolgreichsten in Deutschland und
bildet eines von drei
Nachwuchsleistungszentren in Berlin. So
manche Spieler schafften bereits den
Sprung in die Jugend-
Nationalmannschaften oder sogar in die
Bundesliga. Unsere Trainer können dort
zukünftig hospitieren, es wird gemeinsame
Auftritte im Mommsen-Stadion geben und
die Berliner werden zu uns nach Falkensee
kommen“, skizziert Lothar M. Lappöhn die
sportliche Zukunft. Die Berliner Fans, die
nach Falkensee mitkommen, müssen sich
allerdings umstellen, denn der der
Mineralwasser-Branche verbundene
Unternehmer setzt auf Alkoholverbot am
Spielfeldrand. Sportlich sollten sich die
Falkenseer jedenfalls lieber nicht am
traditionsreichen Vorbild orientieren, denn
die „Veilchen“ sind mittlerweile
sechstklassig und spielen in der untersten
„Berlin-Liga“! Im Rahmen des „1.
Falkenseer Streetsoccer Cup“ am 20. Juli
2013 präsentiert sich die erste Mannschaft
von TeBe in einem Spiel gegen
Nottingham United FC auf dem Sportpark
an der Rosenstraße.
Infos: Tel. 0171/9993933
www.eintrachtfalkensee.de
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