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Blonder Engel an der Seite der Filmstars

Stand Juni 2014

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Ein blonder Engel als strenge
ungarische Kriminalistin? Der Spielfilm  
„Ein Lord am Alexanderplatz“ wurde
bald nach dem Kinostart 1967 zum
Kassenschlager in Ostdeutschland.

Das mag neben den vielen Gags um
Heiratsschwindler Ewald Honig und seine
gleichgeartete Tochter Nina an der
hochkarätigen Besetzung mit Stars gelegen
haben. Angelica Domröse, Armin Mueller-
Stahl und Erwin Geschonneck haben
seitdem die Karriere fortgesetzt und sind
fast jedem ein Begriff.

Schöne Blonde aus Falkensee  

Monika Gabriel, die schöne Blonde aus
Falkensee, droht hingegen ungerechtfertigt
in Vergessenheit zu geraten. „Sie ist bei
uns aufgewachsen und zur Schule
gegangen. 1971 war sie nach
Westdeutschland ausgereist. Sie kam 1998
nach Falkensee zurück, wo sie 2007
verstarb“, hat Gabriele Helbig von der
städtischen „Galerie und Museum
Falkensee“ in Erfahrung gebracht. „Der
Erfolgsfilm ‚Ein Lord am Alexanderplatz‘
war erst ihr zweiter großer Defa-Film.
Dass sie dort gleich eine Hauptrolle
bekam, spricht für ihre Qualitäten als
Schauspielerin“, so die Museumschefin.
Deshalb präsentiert sie den Streifen mit
dem blonden Star aus Falkensee in
Fortsetzung der Reihe mit Filmen, die
Bezug auf die Stadt haben. Termin ist am
23. August um 21 Uhr auf der Festwiese
am Gutspark.

Plaste für den Alltag

Viel Möglichkeit zur persönlichen
Erinnerung wird außerdem eine
Ausstellung geben, die an die vielen
Alltagsgegenstände aus Kunststoff
erinnert, die in der DDR gang und gäbe
waren. In der Schau „Alles aus Plaste“
werden viele die Erzeugnisse
wiederfinden, die im
„Plastverarbeitungswerk Staaken“
hergestellt worden waren. Die Fabrik war
kurz vor dem Mauerbau 1960 auf dem
früheren Flugplatz der Zeppelinwerke
gebaut worden und gab nach Schließung
der Grenze vielen Falkenseern Arbeit. „Ein
Hit des Betriebs, der in Ost wie West zum
Einsatz kam, war der hier hergestellte
Büropapierkorb. Das Einkaufskörbchen
hingegen war eher für die Ostdeutschen
von Bedeutung. Zudem wurden Helme für
Motorradfahrer und die Feuerwehr
produziert“, kann Bert Krüger erklären, der
sich als Museumspädagoge neben der
Tätigkeit an der Seite von Gabriele Helbig
zusätzlich damit beschäftigt, in Schulen
regionale DDR-Geschichte zu vermitteln.
Die Ausstellung ist vom 13. Juni bis 24.
August 2014 zu sehen. Anschließend lädt
vom 29. August bis 12. Oktober  „Unter
Strom“ mit Skulpturen von Knuth Seim
ein. Am 14. September findet wieder ab 14
Uhr das Backofenfest am Tag des Offenen
Denkmals statt. Ab 17. Oktober 2014
präsentiert die Galerie unterm Titel
„Dialoge“ Keramik von Frauke Gerhard im
Verbund mit Malerei und Grafik ihres
Ehemanns Jürgen Gerhard. Ein wichtiger
Tipp ist der 25. Oktober. Dann kann man
um 15 Uhr und 17 Uhr in speziellen
Führungen sehen, was das Museum
ansonsten für die Öffentlichkeit
unzugänglich im Depot aufbewahrt.

Infos:
Museum und Galerie Falkensee
Falkenhagener Straße 77
14612 Falkensee
Tel. 0 33 22/2 22 88
www.museum-galerie-falkensee.de

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