Stadtoberhaupt erklimmt hohe Gipfel

Falkensee zeigt Flagge!

Falkensee zeigt Flagge! Ganz neu weht die Fahne mit dem Stadtwappen nun vom markanten Turm des Rathauses. Und zwar nicht nur, wenn das Stadtoberhaupt anwesend ist, sondern immer!
Rein vorsichtshalber hat Bürgermeister Jürgen Bigalke sich gleich mit mehreren Ersatzfahnen eingedeckt. Man weiß ja nie! Beim Aufstieg auf den frisch sanierten Turm beweist das Stadtoberhaupt von Falkensee übrigens verblüffende Gelenkigkeit.

Klettertour statt Ruhestand
Dabei geht es noch über eine ziemlich wackelig erscheinende Falltreppe erst mal auf den Dachboden und von dort über eine Treppe auf den Turm. Und so einen agilen Bürgermeister möchte das Land „aus Altersgründen“ im Herbst 2007 unbedingt in Pension schicken? „Mit Überschreiten des 65. Lebensjahres ist in Brandenburg für Wahlbeamte Schluss“, zuckt Jürgen Bigalke mit den Schultern. Woher die Sportlichkeit beim Erklimmen des Turms herkommt, verrät er später: Bigalke ist in der Freizeit Alpin-Sportler. Besonders gerne begibt er sich auf Hannibals Spuren, um per Fuß die Alpen zu überqueren. So will er am 8.8.2008 um 8 Uhr vom Münchner Marienplatz zu einer Tour quer durch Alpen über die Dolomiten nach Venedig aufbrechen. „Die Strecke ist 520 Kilometer lang. Dabei sind 20 000 Höhenmeter zu überwinden!“ Da sind Auf- und Abstieg am Rathausturm ein Kinderspiel!

Kinder im Fokus
Apropos Kinder: Dem Nachwuchs gilt seit jeher das besondere Augenmerk. Ob das daran liegt, dass seine Ehefrau als Gynäkologin besonders gerne dabei hilft, dass neue Falkenseer das Licht der Welt erblicken? „Bis 2012 werden alle unsere Schulen auf neuestem Stand sein!“ Dafür wendet die Stadt insgesamt über 23 Millionen Euro auf. Dabei haben es die Kinder jetzt schon ziemlich schön. Wo gibt es beispielsweise ein kitaeigenes Schwimmbad wie in der Holbeinstraße in Finkenkrug?

Vom Schwimmbad in die neue Kita
Entsprechend traurig ist dort das Team, denn für sie heißt es bald umziehen. Dabei bekommen sie eine ganz neue Kita mit 190 Plätzen im Rohrbecker Weg. Diese Rochade wurde notwendig, weil die Lessing-Schule mehr Platz zum Turnen braucht. Mit der neuen Halle wird es für den Hort zu eng, der dann wenige Meter weiter in die jetzige Kita in der Holbeinstraße verlegt wird. Bei der Schulsanierung geht es von innen nach außen: 2008 und 2009 wird die Erich-Weinert- Oberschule saniert, parallel erhält die Diesterweg-Schule mit ihrer markanten Rund-Architektur einen Erweiterungsbau. Die Europaschule platzt schon wieder aus allen Nähten und erhält ebenfalls 2008 eine Aufstockung für den Hort und einen Ersatzbau für eine bisherige Baracke. 2009 erhält die Geschwister- Scholl-Grundschule einen neuen Hort. Bei der Lessing-Grundschule ist dann ebenfalls Baubeginn für den Hort, der schließlich 2010 fertig werden soll.

2012 als Jahr der Turnhallen
In diesem Jahr ist Baubeginn für die Sanierung der Friedrich-Engels-Oberschule, die bis 2012 zusätzlich eine neue Turnhalle und ein Außensportgelände bekommen soll. 2012 geht es außerdem mit dem Sportplatz der Erich-Weinert- Oberschule des Gymnasiums bekommt los. „Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Zustimmung für die Schulsanierung in allen Fraktionen groß war“, strahlt Jürgen Bigalke.
Bereits 2008 hofft die Stadt, die Genehmigung fürs neue Sportzentrum erreichen zu können. Leichtathletikplätze und ein Fußballstadion sollen insgesamt etwa 20 Millionen Euro kosten.
„Das Tüpfelchen aufs i wäre ein Ganzjahres-Bad. Ich könnte mir dies auf dem Gelände des Olympia-Dorfs in Elstal als gemeinsames Projekt der umliegenden Gemeinden vorstellen“, nennt Jürgen Bigalke eine „Vision“.
Währenddessen können sich die Jugendlichen schon jetzt über eine BMX-Anlage an der Stadtgrenze zu Spandau freuen. Der städtische Eigenbetrieb machte die schnelle Umsetzung auf der Fläche einer früheren Rüstungsfabrik möglich.

Impulse für das Herz von Falkensee
Zur kontinuierlichen Entwicklung der Stadt gehört das Bemühen, ein Zentrum als Herz für Falkensee zu schaffen. Der Platz vor der Stadthalle ist mit Ruhebänken, Pflaster und Brunnen bereits sehr einladend. Nun soll das Gebäude selbst für über vier Millionen Euro saniert werden.
Schade nur, dass die jahrelang angestrebte Wiederanbindung ans S-Bahn-Netz wohl weiterhin Wunschtraum bleibt.
Aber sicher gewinnt Jürgen Bigalke für dieses Ärgernis eine erweiterte Sicht – wenn er im Sommer 2008 hoch oben auf den Dolomiten an „sein“ Falkensee denkt.

Jürgen Bigalke blickt auf – der Rathausturm ist nun von einer stolzen Falkensee-Fahne gekrönt.

Vor dem Genuss steht die Arbeit: Per Falltreppe geht es auf den Rathaus-Turm.

Im Engagement für Falkensee scheut der scheidende Bürgermeister keine kalte Dusche – das hat er in seiner Amtszeit seit der Wende bewiesen.

In Rekordzeit hat der städtische Eigenbetrieb Platz für eine BMX-Anlage geschaffen. Die Jugendlichen sind herzlich eingeladen.