Falkensee hat Platz für Neubürger

Falkensee ist eine Stadt, die wahrlich in Bewegung ist. Das Baugeschehen als äußeres Zeichen ist selbst bei flüchtigem Hinschauen nicht zu übersehen. Wir aber wollten es etwas genauer wissen und sprachen deshalb mit dem technischen Beigeordneten und Baudezernenten Peter Zimmermann (57).

In Falkensee wurde und wird viel gebaut.Wo setzt die Stadt die Schwerpunkte?
Peter Zimmermann: Falkensee weist mit 1900 Hektar eine der größten zusammenhängenden Siedlungsflächen im Großraum Berlin auf. Die parzellierte Fläche ist so groß, daß sie bisher nur zu einem geringen Anteil belegt wurde, viele Grundstücke können also ohne weiteres im Innenbereich bebaut werden.Der Flächennutzungsplan sorgt für eine harmonische Bebauung, indem dort genau festgelegt ist, wie groß neue Gebäude in Relation zur Grundstücksgröße und den Nachbargebäuden werden können oder müssen. Uns als Stadt geht es dabei darum, den Charakter Falkensees als eigenständiger Siedlungsschwerpunkt mit teilzentralen Funktionen zu sichern und weiter zu entwickeln.
Was macht Falkensee für Neuzuzügler so beliebt?

Peter Zimmermann: Die Stadt liegt an der westlichen Grenze der Bundeshauptstadt Berlin im Landkreis Havelland. Sie besitzt vielfältige Strukturen, die alle wesentlichen Funktionen eines lebendige Gemeinwesens wie Wohnen, Arbeiten, Bilden, Versorgen, und Erholen vereint. Wir haben eine gute verkehrsliche Anbindung durch Bus- und Bahnlinien.
Nicht jeder will mitten in der Stadt wohnen. Gibt es auch Grundstücke im Grünen?

Peter Zimmermann: Grundstücke im Grünen gibt es bei uns mitten in der Stadt! Aber Spaß beiseite, selbstverständlich bieten wir Baumöglichkeiten außerhalb des eigentlichen Siedlungsgebiets an, dafür existieren bereits rechtskräftige Bebauungspläne, so daß es schnell losgehen kann. Für nähere Informationen stehen wir als Baudezernat gerne zur Verfügung. Für die eigentlichen Baugenehmigungen ist aber die untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises zuständig.
Mehr Bürger bedeutet mehr Anforderungen an Ihr Dezernat. Was sind gerade die Schwerpunkte?
Peter Zimmermann: Ein großes Problem stellt das Falkenseer Stadtzentrum im Bereich der Bahnhofstraße dar. Durch städtebauliche Planungen sollen die Weichen für ein harmonisches Nebeneinander von Wohnen, Handel und Büros gestellt werden. Außerdem sind wir dran, unsere öffentlichen Plätze im Zentrum attraktiver zu machen.
Falkensee will Gartenstadt bleiben, was tut man dafür?
Peter Zimmermann: Wir sind bestrebt, die bestehenden großräumigen Grünzüge zu sichern und durch Ergänzungen zu einem Freiraumverbund zu vernetzen. Durch eigenständige Grünordnungspläne erhalten Grün- und Freiflächen zum Teil spezifische Zweckbestimmungen für Erholung oder zum Schutz von Natur und Landschaft
Wie stellen Sie sich das neue Falkensee vor?
Peter Zimmermann: Wir streben eine interessante Vielfalt von Wohnungsbauformen an. Neben Einfamilienhäusern werden Reihenhäuser und Stadtvillen vorhanden sein. Dazu kommen mehrgeschossige Bauten sowie der geförderte soziale Wohnungsbau inklusive kleinerer und altengerechter Wohnungen.