Im Einsatz um sichere Spielplätze

Unterwegs mit dem Hammer

Wie sicher sind Falkensees Spielplätze? Wer sorgt dafür, dass es dort nicht zu Unfällen kommen kann, wie sie immer wieder in Berlin für Schlagzeilen sorgen?
Tatsächlich gibt es in Falkensee bereits seit einigen Jahren einen sachverständigen Mitarbeiter.
Andreas Mallé ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit und damit für sichere Arbeitsplätze innerhalb der Verwaltung ebenso verantwortlich wie für die Geräte auf den 16 öffentlichen und 19 Kita- und Hortspielplätzen. „Einmal im Jahr werden sämtliche öffentliche Spielplätze inspiziert. Diese großen Prüfungen werden von mir zusammen mit den Fachleuten eines unabhängigen Ingenieurbüros durchgeführt. Darüber hinaus unterliegen die Spielplätze in den Kitas und Horten einer ständigen Kontrolle. Damit gibt es eine doppelte Sicherheit“, beschreibt der 47-jährige Vater zweier Kinder, wie ernst die Stadt Falkensee dieses Thema nimmt.
Im Jahr 2003 sind bisher drei Spielgeräte durch die Prüfung gefallen. Doch Mallé wäre nicht Mallé, wenn er sich mit dem Ergebnis der Prüfung einfach abgefunden hätte und nur die Außerbetriebnahme angeordnet hätte. „Diese Geräte sind ja nicht gerade preiswert. Da muss man schon mal bis zu 15000 Euro für einen Neukauf veranschlagen!“ Also überlegte sich Mallé zusammen mit Kitaleiterinnen, Eltern und Hausmeistern, wie man die wacklige Spielkombination in der Kita Gutspark wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzen kann.
„Hier kommt mir meine langjährige Erfahrung sehr zu Hilfe. Es kann vieles mit neuen Techniken und Materialien erreicht werden und das Spielgerät so für die Kinder erhalten bleiben“, berichtet der Macher Mallé. „Durch die normgerechte Instandsetzung wurde der Stadt eine Menge Geld gespart“, strahlt er nun nach erfolgreichem Einsatz. Zusammen mit der Arbeitssicherheit hat der Mann noch andere Aufgaben zu bewältigen. Und so bekam der joviale Diplom-Agraringenieur durch Beschluss der Stadtverordneten die Koordinierung der Lokalen Agenda 21 zugesprochen und ist auch noch als Koordinator gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt tätig. Das gute Klima in seiner Stadt ist dafür der beste Erfolgsbeweis. Mit einem Augenzwinkern weist Mallé auf einen Umstand hin, der Falkensee wieder einmal über andere Städte hinaushebt: „Bei uns befinden sich 50 Prozent aller ausländischen Botschaften im Land Brandenburg!“ Tatsächlich gibt es neben der Botschaft von Madagaskar in Falkensee nur noch eine ausländische Vertretung in Potsdam – die anderen Länder haben ihre diplomatischen Vertretungen in Berlin.

Andreas Mallé ging als kleiner Junge in Falkensee in Kita und Schule. Heute kümmert er sich darum, dass die Kleinen sichere Geräte auf dem Spielplatz haben.