Stand November 2012
Beschwerdeportal mit Blitz-Service
Rot, gelb, grün: Wer sich in Kleinmachnow über etwas ärgert, kann auf kurzem Weg per Internet die Mühlen der Verwaltung in Gang setzen, sich im Stuhl zurücklehnen und an den Ampelfarben genau beobachten, was aus seiner „Beschwerde“ wird.
Auf der anderen Seite kommt die Nachricht dann fast zeitgleich im Büro von Pressesprecherin Martina Bellack an.
Sie prüft die eingehenden Anregungen der Bürger: „Wir lassen natürlich nicht zu, dass jemand beleidigt oder direkt genannt wird. Es sollen hier ausschließlich Sachthemen sichtbar sein“, sagt sie.
Sehr oft geht es um Schlaglöcher, kaputte Straßenlampen, versperrte Gehwege, zugeparkte Straßen oder illegale Müllablagerungen.  
Für alle sichtbar
„Wenn die Meldung korrekt ist, wird sie freigeschaltet und ist im Internet für alle sichtbar. In vielen Fällen prüft unser Ordnungsamts-Außendienst das Problem und veranlasst dann entsprechende Maßnahmen. Da ging es kürzlich etwa um einen herunterhängenden Ast am Schleusenweg, der die Sicht für die Autofahrer versperrte. Also rückte unser Bauhof aus und das Problem war beseitigt. Die Ampel konnte auf grün geschaltet werden,“ berichtet Martina Bellack. Die Möglichkeit, sich per „Maerker“ direkt an seine Gemeinde zu wenden, ist ein landesweites Pilotprojekt, das es seit gut zwei Jahren gibt. „Mittlerweile nehmen etwa 50 Kommunen daran teil, fast täglich werden es mehr“, weiß Martina Bellack.
Wer sucht, der findet
Die Kleinmachnower kommen über die Internetseite ihrer Gemeinde, zu finden unter „www.kleinmachnow.de“, zu ihrem Beschwerdeportal. Dort ist der Link etwas unauffällig ganz rechts als „Maerker Kleinmachnow“ direkt über dem Zugang zum Veranstaltungskalender untergebracht. Wer es nicht weiß, kommt wohl kaum darauf, welch tolle Möglichkeit sich hier verbirgt. Leider haben die „Architekten“ der bürgerfreundlichen Datenbank bei der Programmierung die Möglichkeit eines direkten Links, den man in den Browser eintippen kann, versäumt.
„Allerdings kommt man über  ‚www.maerker.brandenburg.de’ unter ‚Kleinmachnow‘ auf die Seite“, so Martina Bellack.
Schnelle Erledigung
Dennoch sind mittlerweile fast tausend Meldungen bei Martina Bellack und ihren beiden „Co-Moderatoren“ eingegangen.
„Wir versprechen, dass spätestens innerhalb von drei Tagen eine Rückmeldung von uns erfolgt“, verweist sie auf den wichtigen Stellenwert, den diese Internet-Meldungen im Rathaus einnehmen.
Der Großteil der angesprochenen Probleme hat schon bald sein grünes Licht. Manche Meldung allerdings wartet „ewig“ mit der Kennzeichnung „gelb“, also „in Arbeit“, etwa wenn bauliche Maßnahmen eine längere Planung erfordern, oder sie müssen abschließend auf „gelb-grün“ geschaltet werden, weil es keine Lösung gibt. „Das betrifft in der Regel Probleme, die die Kompetenzen der kommunalen Verwaltung übersteigen. In diesen Bereich fallen zum Beispiel oft Zebrastreifen, für deren Genehmigung der Kreis zuständig ist. Lange verwehrt wurde beispielsweise ein von vielen Bürgern gewünschter Fußgängerüberweg vor dem Rathausmarkt“, erinnert sich Martina Bellack. „Kürzlich erhielten wir die Genehmigung, ihn anzulegen.“
Transparente Bürgerbeteiligung
Der kurze Draht zur Verwaltung ist ein Gewinn für beide Seiten. „Die Beschwerden und Anregungen werden von uns sofort angenommen und an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Die Bürger haben die Kontrolle, was passiert. Zudem sehen sie, wenn sich schon jemand anders mit dem Problem beschäftigt hat, so dass Mehrfachmeldungen vermieden werden können. Und die Verwaltung hat die Chance, auf diese Weise schnell reagieren zu können, damit Kleinmachnow so schön und lebenswert ist, wie wir es uns alle wünschen“, lobt Bürgermeister Michael Grubert. „Damit lässt sich eine sehr transparente Form der Bürgerbeteiligung praktizieren, wie wir sie alle wünschen.“
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