Stand November 2012
Sexy Model mit 49 Jahren
Diese Kleinmachnowerin hat es in sich: Hauptberuflich unterhält sie gleich sechs Friseursalons in Berlin. Nebenberuflich hat sie sich mit 49 Jahren entschlossen, der Welt zu zeigen, wie feminine Reize aussehen können. Sie ist erotisches Model für angesagte Fotografen.
Dieses neue Hobby ist bezeichnend für das neue zweite Leben von Kathrin Lauenstein. Das erste fand abrupt im Januar 2007 sein Ende: „Ich hatte einen schweren Reitunfall, lag wochenlang im Koma. Damit wurde für mich alles anders“, blickt sie zurück.
Ein Leben zu Ende
Von einem Moment auf den anderen war ihr vorhergehendes Leben zu Ende: „Ich war gerade dabei, mich als Reittherapeut selbstständig zu machen. Die Flyer und die Internetseite waren schon vorbereitet. Doch dann kam der Unfall und mein bisheriges Leben war weg. Ich konnte mich nicht mehr bewegen, konnte nicht sprechen und mein Partner verließ mich“, erinnert sich Kathrin Lauenstein zurück.
Jüngste Friseurmeisterin
Das Leben vorher war ein Leben voller Erfolge. Auf Anraten der Mutter lernte sie Friseur, „weil man das immer braucht und zur Not mobil ausführen kann“, erinnert sie sich. Sie machte in diesem Beruf, der nicht gerade ihr Traumberuf war, „aber was anderes war mir auch nicht eingefallen“, Furore als „Berlins jüngste Friseurmeisterin“, mit gerade mal 21 Jahren.
Rassiges Rennpferd
Doch ihr Herz galt seit frühester Kindheit den Pferden. „Ich bin seit meinem sechsten Lebensjahr geritten!“
Der Erfolg mit der Schönheit ihrer Mitmenschen ermöglichte ihr, das Hobby immer intensiver zu betreiben. „Ich konnte mir den Traum wahrmachen und ein Pferd von der Rennbahn kaufen. Es war ein gerade mal sechs Jahre alter Vollblütler mit einer beachtlichen Größe von 1,70 Meter. Nun stand ich vor der Aufgabe, ihn zu resozialisieren, denn das Pferd war ja nur auf Rennen getrimmt und nicht auf normalen Kontakt mit Menschen.“
Der unerwartet gute Erfolg zeigte der Mutter von zwei Jungs, dass sie das Zeug zum „Pferdeflüsterer“ hat. „Ich erkannte den Zusammenhang von Pferd und menschlicher Psyche und begann mich mit dem Thema näher zu beschäftigen.“ Statt Geld im Salon zu verdienen, machte sie ein Praktikum beim Tierarzt.
Auf dem Weg zur Pferdeflüsterin
Es reifte der Wunsch, ihr Wissen über den Umgang mit Pferden anderen Menschen zukommen zu lassen. „Also begann ich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie, die ich auch abschloss.“ Zu der Kleinmachnowerin kamen vielfach Manager, die teilweise so von ihrer Arbeit eingeschlossen waren, dass es mit „normalen“ sozialen Kontakten, etwa zur Familie, zu Freunden und sogar zu den Mitarbeitern haperte. „Der Umgang mit einem Therapiepferd wirft die Person wieder auf sich selbst zurück. Das Pferd muss mit Körpersprache überzeugt werden, der Mensch muss zu sich finden, um das zu erreichen.“
Zweites Leben
Allerdings kann ein Pferd selbst den geübtesten Reiter überraschen. So reichte eine kleine Unaufmerksamkeit, um die Kleinmachnowerin aus dem Sattel und der Hektik ihres bisherigen Lebens zu katapultieren. „Ich begann von neuem zu leben, musste alles wieder erlernen!“
Nun steht sie wieder gerne im Salon, allerdings mit einem ganz anderen Bewusstsein: „Ich lebe nun im Hier und Jetzt.
Jede Minute ist mir wichtig. Ich trenne nicht mehr zwischen Freizeit und Beruf, ich will alles genießen.“
Erotik für die Enkel
Offenbar tat ihr die neue Einkehr sehr gut. So kam es zur Entdeckung durch einen Uni-Professor, der von ihrer Ausstrahlung so fasziniert war, dass er sie an befreundete Fotografen weiterreichte. Mittlerweile ist die Kleinmachnowerin ein Geheimtipp für feminine Schönheit, erotisch präsentiert. „Ich möchte, dass meine Enkel mal sehen, dass ihre Oma durchaus vorzeigbar war“, schmunzelt sie. Wenn das nicht ein ganz neuer familienfreundlicher Ansatz für erotische Fotografie ist!
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