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Wenn in Kleinmachnow die Sonne lacht,
dann strahlen Schüler und Lehrer der
Maxim-Gorki-Gesamtschule mit dem
Bürgermeister um die Wette.

Dafür sorgt die nagelneue
Solaranlage auf dem Dach,
die Bürgermeister Michael Grubert vom
Rathaus aus bestens sehen kann. „Damit
lässt sich 80 Prozent des benötigten Schul-
Stroms erzeugen.“

Allerdings glühen die Drähte oft gerade
dann, wenn der Energiverbrauch niedrig
ist, weil beispielsweise gerade
Ferien sind.  

Energiewende im Blick

„Dann speisen wir ins allgemeine Netz
ein“, erläutert der Bürgermeister weiter.
Vorbei sind allerdings die Zeiten,
wo Solaranlagenbetreiber ihre
erzeugte Energie vollständig zu hohen
Preisen ins Netz einleiteten und sich dafür
preiswerteren Strom für den
Eigenverbrauch liefern ließen: „Die
Entgelte sind mittlerweile derart abgesenkt
worden, dass sich das nicht mehr rechnet.
Deshalb haben wir die Anlage so bauen
lassen, dass zuerst die Schule als solche
versorgt wird“, erläutert Michael
Grubert, wie sich viel diskutierte Folgen
der Energiewende nun auf Kleinmachnow
auswirken.

Kinder im Aufwind

Während andere Gemeinden immer mehr
überlegen, was mit den vielen Schulplätzen
passieren soll, wenn die Kinder wie von
vielen Statistikern vorhergesagt, bald
„weniger“ werden, ist Kleinmachnow nun
dabei, noch eine Schule zu bauen. „Dafür
wird ein freies Feld gegenüber dem
Rathaus verwendet“, kündigt der
Bürgermeister an. Er ist sich sicher, dass
das junge Kleinmachnow vom allgemeinen
Trend verschont bleiben wird: „Wir haben
immer noch mehr Zu- als Wegzüge. Zu uns
kommen vor allem Familien mit Kindern,
die Potsdam und Berlin gegen Wohnen im
Grünen bei uns eintauschen. Dadurch
werden wir weiterhin hohe Kinderzahlen
haben.“

Blauer Brief und neue Schule

Der geplante Schulneubau wird nötig, weil
die Gemeinde zu ihrem großen Bedauern
einen „blauen Brief“ bekommen hat: „Die
Internationale Schule als Vermieterin für
unsere Grundschule auf dem Seeberg
benötigt die Flächen nunmehr selbst und
hat uns deshalb den Mietvertrag gekündigt.
Also bleibt uns nichts anderes übrig, als
durch einen Schulneubau Ersatz zu
schaffen“, gibt Michael Grubert den Blick
hinter die Kulissen frei.

„Baubeginn wird im Frühjahr 2014 sein.
Die Inbetriebnahme ist dann fürs Schuljahr
2015/16 vorgesehen, also nach den
Sommerferien.“

Aula für die Kleinen

Während hier also noch Grashalme und
Wildblumen eine Schonfrist haben, wird an
der Steinweg-Grundschule fleißig gebaut.
„Wir hatten das Problem, dass die bisher
für Veranstaltungen als Aula
genutzte Fläche im Flur vom Brandschutz
beanstandet wurde, so dass wir nun
zu einem Anbau gezwungen sind.“
Schließlich hat die Schule mit ihrem
Arlecchino-Theater ein „Aushängeschild“,
das weit über Kleinmachnow hinaus wirkt!

Neues Jugendcafé

Ganz neu ist der Jugendtreff Hohe Kiefer
32. Das frühere Geschäftshaus beherbergt
nun im Erdgeschoss den „Cup Cake“. Dort
sorgen die Sozialarbeiter Janina
Gronowsky und Markus Sander dafür, dass
sich die Besucher nach der Schule wohl
fühlen können.

„Zu uns kommen insbesondere Jugendliche
im Alter von 15 bis 20 Jahren. Der Treff
war lange ein großer Wunsch. Deshalb
haben die nunmehrigen Besucher bei der
Renovierung der Räume mitgewirkt. Die
Ideen der Jugendlichen wurden gerne ins
Konzept mit einbezogen“, freuen sich die
beiden Club-Leiter ebenso wie der
Bürgermeister.

Alte Probleme gelöst

Der kann auf ein durchaus erfolgreiches
Jahr verweisen, in dem viele lange
schwelende Probleme gelöst wurden. So ist
nun endgültig das Weiterbestehen des
beliebten Freibads gesichert. Dafür ziehen
Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow in
einer eigens gegründeten Gesellschaft an
einem Strang. „Es war uns wichtig, die
Nachbarorte mit ins Boot zu holen, denn
deren Bewohner nutzen das Bad ebenso
wie die Kleinmachnower“, begründet
Michael Grubert. Zudem fand der lange
Streit um den Fortbestand der
Kammerspiele jetzt ein überaus glückliches
Ende. Dort sorgt nun, wie im letzten
„Kleinmachnow kompakt“ vorgestellt, eine
Genossenschaft für neues buntes Leben.

„Wir als Gemeinde geben einen
Anfangszuschuss von 400 000 Euro“, so
der Bürgermeister. Hätte die Kommune das
Haus gekauft, saniert und selbst betreiben
müssen, wäre dies kostspieliger.

Spannende Kunst

Sogar der Wunsch der Künstler um Rainer
Ehrt, das frühere Landarbeiterhaus zu
einem kulturellen Treffpunkt zu machen,
hat sich erfüllt. „Das Erdgeschoss wurde so
saniert, dass hier nun Ausstellungen und
Konzerte stattfinden können. Dabei wurde
viel Wert darauf gelegt, die frühere
Atmosphäre zu erhalten“, beschreibt
Michael Grubert den Hintergrund. Dazu
wurden vier Wohnungen zusammengelegt,
Wände entfernt, Dielen erneuert. Doch was
benutzbar blieb, so Teile der Holzböden,
manch alte Tapeten und der Putz früherer
Tage, blieb erhalten. „Das Haus wird nun
vom Kunstverein und dem Verein
„Kultraum“ gemeinsam betrieben werden“,
beschreibt Michael Grubert.

Sonniges Kleinmachnow

Stand November 2013

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