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Mutter mit Kind, halt da fehlt doch
etwas? Kleinmachnows Bürgermeister
setzt bekanntlich darauf, dass seine
Gemeinde besonders familienfreundlich
ist und lässt sich nicht lange bitten, das
Ensemble zu ergänzen.

Ansonsten bleiben die beiden
Bronzefiguren, die von Emma Maria Lange
geschaffen wurden, aber meist doch allein
und erfreuen als attraktive „Kunst am Bau“
die Mieter der neuen Seniorenwohnanlage.
Die wurde von der gemeindeeigenen
Wohnungsgesellschaft pünktlich zum
Sommer 2014 fertiggestellt. In der
Heinrich Heine Straße, nur wenige Schritte
vom Rathaus entfernt, können sich
Ruheständler zentrumsnah und dennoch
mit grüner Oase gleich hinterm Haus in
sehr attraktiven barrierefreien Wohnungen
wohlfühlen.  

Neue Grundschule

Bürgermeister Michael Grubert hat
natürlich alle Altersgruppen bestens im
Blick. Mit den Kleinen wird ihm das nun
noch besser gelingen, denn in unmittelbarer
Nachbarschaft zu seinem Amtssitz im
Rathaus entsteht gerade die mittlerweile
dritte kommunale Grundschule. Der
Neubau für mehr als 250 Kinder wurde
notwendig, weil der Eigentümer der
bislang gemieteten Räume auf dem
Seeberg aufgrund von Eigenbedarf den
Mietvertrag nicht mehr verlängern wollte.
„Mit dieser Baumaßnahme werden wir
unsere Investitionen in Schulen und Kitas
vorläufig abschließen können.
Inbetriebnahme des Neubaus wird zu
Beginn des Schuljahrs 2015/16, also im
Sommer nächsten Jahres sein“, hofft
Michael Grubert auf einen störungsfreien
Bauverlauf.

Runde Reize

Dass in Kleinmachnow bei
Baumaßnahmen Ästhetik eine große Rolle
spielt, selbst wenn dies Mehrkosten
verursacht, zeigt sehr deutlich der neue
Anbau der Steinweg-Grundschule. Für
Mensa und Aufenthaltsräume entstand ein
runder Baukörper mit gläsernem
lichtdurchflutetem Treppenhaus. „Diese
ungewöhnliche Gestaltung bringt mit sich,
dass oftmals normale Einrichtungs
gegenstände nicht passen, denn runde
Räume entsprechen nun mal keiner DIN-
Norm“, erklärt der Bürgermeister die
kostspielige Schattenseite. Schönheit hat
eben ihren Preis!

Wohnen in der Burg?

Wenn es um schöne oder zumindest
markante Architektur in Kleinmachnow
geht, dreht sich die Diskussion schnell um
die Hakeburg. Aktuelle Pläne sahen vor,
dass darin ein Hotel untergebracht wird
und das Ensemble um einen Neubau
ergänzt wird. „Nun hat der Investor
umgedacht. Er verzichtet auf den Neubau
und möchte statt dessen in der Hakeburg
Eigentumswohnungen unterbringen. Dazu
bedarf es einer Zustimmung der neuen
Gemeindevertretung, doch ich denke, dass
diese Lösung allen Seiten gerecht wird.
Das Hotel war ja wegen des damit
verbundenen zusätzlichen Verkehrs auf
dem Seeberg auf viel Skepsis gestoßen.
Dieses Problem wäre mit
Eigentumswohnungen nicht mehr
gegeben“, so die Analyse von Michael
Grubert.

Gruseln an der Grenze

Pünktlich zum 25. Jahrestag des Mauerfalls
kommt Kleinmachnow im Zuge
eines Gebietstauschs mit dem Europarc
Dreilinden zu einem symbolträchtigen
„Denkmal“, dem ehemaligen
Kommandantenturm. Er war Bestandteil
der Berliner Mauer. Wohl kaum ein
Transitreisender, dem die mysteriöse Frage
„Haben Sie Waffen oder Sprengstoff?“,
nicht mehr im Gedächtnis wäre. „Es war
irgendwie immer sehr gruslig“, hat der
heutige Bürgermeister von Kleinmachnow
manch eigene Erinnerung an das „Bollwerk
gegen das imperialistische Ausland“. Ein
Verein um den Kleinmachnower Peter
Boeger gibt im Inneren von „Checkpoint
Bravo“ den Blick auf diese Epoche frei.

DDR im Kino

Zum Glück wird man ansonsten nur noch
im Kino an diese Ära der Unfreiheit
erinnert. Was darüber in den Studios
gedreht wird, kann nun, präsentiert mit
moderner Technik, in den Kleinmachnower
„Kammerspielen“ auf der Leinwand
genossen werden. Zudem gibt es dort
Theater, Musik  und Kleinkunst. Das
ermöglichen das Engagement einer
Genossenschaft und eine Finanzspritze aus
dem Gemeindehaushalt. Dies hatten sich
viele Kleinmachnower lange Jahre mal
leiser und mal lauter gewünscht!

Schönheit hat ihren Preis

Stand November 2014

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Leider hat der Bürgermeister nur begrenzt Zeit,
um die Familie hier zu komplettieren.

Die neue Grundschule entsteht in
Nachbarschaft zum Rathaus. Damit hat
Michael Grubert immer einen guten Blick auf
seine jungen Bürger.

Mit einer Stele erinnert die Gemeinde an Opfer
und Widerstand im Dritten Reich.

An der Steinweg-Grundschule geht es rund:
Der ästhetisch gelungene Anbau hat allerdings
etliches mehr gekostet, als es bei einem
eckigen Baukörper der Fall gewesen wäre.
Schönheit hat eben ihren Preis.

An den Grenzübergang hat Michael Grubert
selbst die eine oder andere Erinnerung. Nun
ist der Checkpoint Bravo ins Eigentum von
Kleinmachnow übergegangen.