Öffentliche Bauten in Deutschland und insbesondere in der Region haben in der Regel zwei
Gemeinsamkeiten: Sie kosten am Ende immer mehr und werden niemals pünktlich fertig.
Kleinmachnow beweist, dass es durchaus anders gehen kann.  
So ist verständlich dass Bürgermeister Michael Grubert strahlt: Der Neubau der „Grundschule Auf dem
Seeberg“ wurde pünktlich fertig, so dass mit Beginn des neuen Schuljahrs 2015/16 planmäßig der Betrieb
aufgenommen werden konnte.    
Lehrer beim Auspacken
Vorher hatten sich die Lehrer voller Elan damit beschäftigt, Umzugskartons auszuräumen und „ihre“
Klassenzimmer mit einzurichten. „Die Baukosten wurden exakt eingehalten und belaufen sich wie voraus
berechnet auf 6,1 Millionen Euro. Wir hatten eine minimale Erhöhung um ein Prozent, was aber an
Sonderwünschen und Veränderungen lag, die sich während der Bauphase ergeben haben“, rechnet der
Bürgermeister vor. Das neue Gebäude mit angeschlossenem Hort bietet Platz für 250 Grundschüler. Alle
sechs Klassen werden zweizügig geführt. „Nötig war der Neubau geworden, weil uns die bisherigen Räume
auf dem Seeberg gekündigt worden waren“, begründet Michael Grubert, warum die Gemeinde hier tief in
die Taschen greifen musste.
Leisetreter in der Bücherei
Wenn Kinder und Lehrer Interesse haben, mal übers Schulwissen hinaus fündig zu werden, dann sind es
von der neuen Schule nur ein paar Schritte. Die vielfach ausgezeichnete Bibliothek mit dem netten Team
um Anke Fichtmüller bietet im Rathausgebäude eine breite Sammlung mit „richtigen Büchern“, CDs und
DVDs sowie zeitgemäßen E-Books. Insgesamt stehen etwa eine viertel Million Medien im Katalog. Damit
das Stöbern und Probelesen ganz in Ruhe passieren kann, erhielt die Bücherei jetzt Schallschutzelemente
an der Decke. „Zudem wurde eine Leseecke mit zwei Computer-Arbeitsplätzen eingerichtet“, verweist Anke
Fichtmüller auf eine weitere Verbesserung. „Als nächstes kommen neue zeitgemäße Regale“, verspricht der
Bürgermeister.
Platz für Geschichte?
Wer, wie viele, neu in die Gemeinde kam, möchte die Wurzeln seiner Wahlheimat kennenlernen und
erfahren, was den neuen Ort in früherer Zeit geprägt hat. Nur so kann echtes „Heimatgefühl“ aufkommen.
Deshalb gibt es, angeregt von Heimatverein und Chronisten, schon länger eine Diskussion, ob man sich ein
Museum leisten möchte und kann. „Zudem muss geklärt werden, welche inhaltlichen Schwerpunkte gewollt
sind. Wir haben zu dem Thema eine Umfrage gemacht und sind dabei, eine Bedarfsanalyse zu erstellen.
Als Beispiel finde ich das Heimatmuseum in Falkensee sehr interessant. Dort gibt es neben der
Heimatgeschichte eine Galerie für Wechselausstellungen, so dass man immer etwas Neues sieht“,
beschreibt Bürgermeister Michael Grubert den Stand der Diskussion. „Ich erwarte, dass wir  2016 zu einer
Entscheidung der Gemeindevertretung kommen“, ist der Bürgermeister optimistisch.
Honig für die Welt
Vielleicht ist er bis dahin dabei, selbst ein wenig zu der Finanzierung beizutragen? Schließlich hat
Kleinmachnows Bürgermeister sich „ganz nebenbei“ eine neue Beschäftigung zugelegt. Er ist neuerdings
unter die Imker gegangen und beheimatet auf der Dachterrasse vom Rathaus genau vor seinem Büro
gleich zwei emsige Bienenvölker. „Ich bin ein großer Bienenfreund und habe zufällig gehört, dass man die
durchaus auf Gebäuden wie dem Rathaus halten kann“, schmunzelt Michael Grubert. Das nötige
Fachwissen und die Unterstützung bekommt die Gemeinde von Imker Bodo Wackrow. Die Zusammenarbeit
trug bereits Früchte: 2015 sorgten die fleißigen Bienen für immerhin fast 90 Kilogramm feinsten
Kleinmachnower Rathaus-Honig. Der wird allerdings weder verkauft noch vom Rathaus-Personal
verschlungen, sondern ist als originelles Präsent für besondere Gäste der Gemeinde sowie als Dankeschön
für herausragendes ehrenamtliches Engagement reserviert.
Stand November 2015
Pünktlich und günstig zur neuen Schule
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