Spuk mit Macha

Es ist schon seltsam. Kleimachnowsältere Geschichte, also die vor der Landbucherwähnung bei Karl IV. im Jahre 1375, liegt weitestgehend im Dunkeln. Oder sollte man lieber sagen im Nebel, im Nebel der Spukgestalt Macha? Wie es auch sei, wir glauben nicht an Geister und Spukgeschichten!

Obwohl, diese Geschichten gibt es schon so lange und vielleicht ist doch ein Fünkchen Wahrheit dran? In der Chronik von Dietloff von Hake taucht die sagenumwobene Macha ebenfalls wieder auf.
Dieselbe nämlich soll den Namen für den Ort geliefert haben. Macha war eine weibliche Spukgestalt, eine Wendengottheit. Sie lebte in den Erlenbrüchen und Sümpfen. Aus „Macha“ wurde „Machenow“ und viel später weitaus pragmatischer „Sand-Machenow“ oder „Machenow auf'm Sande“.

Die alte Dorfschmiede am Teltowkanal gibt es leider nur noch auf Bildern.

Warum wohl, fragt man sich, haben unsere Vorfahren ausgerechnet solch kargen Boden als Siedlungsgebiet bevorzugt? Alles deutet darauf hin, daß die Landschaft vor vielen hundert Jahren ganz anders aussah.Zwischen Griebnitzsee und Potsdam dehnte sich ein breiter Wasserarm aus, der mit der Havel in Verbindung stand. Zwischen Machnow und Teltow war kein Durchkommen wegen der Sümpfe. Klar scheint, daß dieser wichtige Weg schon sehr früh, sicherlich schon zur Zeit der Wenden, besetzt wurde. Noch heute sind Reste einer Burganlage im alten Dorfkern, allerdings aus dem 15./16. Jahrhundert, zu sehen.Die Bäkemühle als ehemalige Zollstation ist ebenfalls ein geschichtlicher Zeuge für die Bedeutung des Ortes. Und vielleicht ist es doch Macha, die alles andere ein bißchen im Nebel läßt.