Dies ist ein Archiv-Eintrag aus dem Jahre 2009! Die Informationen und Daten sind möglicherweise veraltet und nicht mehr aktuell!

Stand Dezember 2009
Große Sprünge für die Jugend
In der Stadt Königs Wusterhausen kann der Nachwuchs neuerdings eine ganze Menge mitreden. Das Stadtparlament hat sich einen „Jugendbeirat“ geleistet.
Allerdings, die Politiker riefen, aber fast wäre es überhört worden.
„Wir können zehn Mitglieder stellen. Leider ist mit Bianka Hain nur ein einziges Mädchen dabei“, bedauert Erik Janz. Der 20-jährige Zivildienstleistende ist Vorsitzender des neuen Gremiums. „Wir konnten uns bei der Stadt melden und wurden von den Stadtverordneten berufen. Leider kamen einige der Jugendlichen, die  ursprünglich mit dabei waren, gar nicht mehr zur Vorstellung bei den Abgeordneten“, bedauert Janz. Damit hatten es die Stadtverordneten leicht, sich zu entscheiden und konnten sich eine Kampfabstimmung ersparen.
Trotz des etwas holprigen Starts hofft der aus Wernsdorf stammende Erik Janz, zusammen mit seinen Mitstreitern die Stimme für die Jugendlichen wirkungsvoll erheben zu können.
Erst mal geht es dem Beirat darum, mehr Freiraum für die Altersgenossen zu erreichen: „Aus unserer Sicht müsste möglich werden, dass man in den öffentlichen Parks wieder Ball spielen darf und sich in den Rasen setzten kann. Dafür sind sie doch da!“
In seiner Heimatgemeinde Wernsdorf möchte Erik Janz einen Jugendclub erreichen: „Es hat doch keiner was davon, wenn die Jugendlichen herumlungern und andere stören, weil sie keine Möglichkeit haben, sich zu treffen.“
Wichtig ist dem Jugendbeirat, möglichst viele Anregungen von Gleichaltrigen zu bekommen: „Im Endeffekt wollen wir ja das Sprachrohr der Jugendlichen sein. Dazu müssten diese aber ihre Wünsche an uns herantragen.“
Erik Janz ist sich bewusst, dass er „Ausnahme-Jugendlicher“ ist. „Leider sind nur wenige bereit, sich für Politik zu engagieren.“ Er selbst hat Politik als Abiturfach
gewählt, ist Mitglied bei den Jusos, hat erfolgreich für den Wernsdorfer Ortsbeirat kandidiert „und Wahlkampf für unseren neuen Bürgermeister Lutz Franzke gemacht“.
Nach seinem Zivildienst möchte er an der Viadrina Volkswirtschaft studieren. Noch schwankt er in den Berufsplänen: „Manager oder Politiker, beides wäre sehr reizvoll.“
An politischen Vorbildern mangelt es ihm nicht: „Mahatma Gandhi fand ich mit seiner einzigartigen Gewaltlosigkeit klasse. An Franz Josef Strauß hat mir die Durchsetzungskraft gefallen.“
Infos:
Tel. 01 60/91 57 08 47
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