Stand Dezember 2010
Unsterblichkeit im Namen
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Die Region kennt sie – nun soll Deutschland auf sie hören. Dies und nichts weniger haben sich die „Schrummel-Rocker“ von „KuSuMu“ vorgenommen.
In der Region ist die Band aus Königs Wusterhausen vielfach gefragt. Sie tritt im Dahmeland ebenso gerne auf wie in angesagten Clubs in Berlin. Im Astra-Kulturzentrum spielten sie vor 1200 begeisterten Fans. Die Musiker waren bei „Radio Fritz“ zu hören, waren „Aufhänger“ beim „Berlin Music Act 2010“, belegten beim Nachwuchs-Festival „Emergenza“ den zehnten Platz deutschlandweit. Ihre CD „Tapetenwechsel“ hat seit
Erscheinen im Januar 2010 viele Fans erreicht.
Tapetenwechsel
Sie ist bei der Band selbst erhältlich, man kann sie über Amazon, den Marktführer unter den Internet-Kaufhäusern ordern und bei den Konzerten kaufen: „Etwa zehn Prozent der Besucher sind von unseren Live-Auftritten so überzeugt, dass sie anschließend die CD kaufen“, berichtet Jan Mieles. Den 21-Jährigen haben die Musiker frisch engagiert – als Manager, um mehr Zeit für den großen Durchbruch zu haben.
Hübsche Jura-Studentin
„Markenzeichen“ und „Aushängeschild“ von KuSuMu ist die 20-jährige Jura-Studentin Helen Wagner. Gegenüber den Fans tritt sie als „Franny“ auf. Sie ist eines der wenigen Mädchen, das sich mit einem „Jungs-Instrument“ ins Rampenlicht stellt. Denn Franny gibt mit dem Bass die „harten Töne“ in der Band vor.
Dabei ist das Zusammenwirken mit Bob, dem Frontmann, entscheidend. Der Zeesener Sven Schenk ist der feinfühlige Sänger und das „Gehirn“ der Truppe. Er hat die Band sozusagen gegründet und prägt sie mit seinen vielschichtigen deutschsprachigen Texten. „Zeitweise hatte er mehr Songs zu bieten, als wir verarbeiten konnten“, schmunzelt Kollege „Ches“.
Pop mit Bob
Er heißt „mit richtigem Namen“ Robin Wulff, ist aus Bestensee und 20 Jahre alt. Seine Aufgabe sind die sanften Töne mit der Melodie-Gitarre und die gesangliche Unterstützung. Er ist außerdem der Mann für die Technik. Von Beruf Tonmeister studiert er gerade Musikproduzent und sorgt mit dem Heimstudio für professionellen Klang. „Pete“, alias Peter Meixner aus Wildau, ist ebenfalls 20 und genießt es, „als Schlagzeuger auf der Bühne eher im Hintergrund zu sein“. Daniel Hastreiter, ebenfalls 20, und weiterer Gitarrist, zeigt sich außerdem als „Purist“. Sein Künstlername entspricht dem Vornamen, „eben einfach Daniel“.
Wurzeln im Schiller-Gymnasium
Die Band hat ihre Wurzeln im Schiller-Gymnasium. „Nach dem Abi stellte sich die Frage, wie es weiter gehen soll. Es war der Scheideweg, ob man eine Profi-Band werden sollte.“ Außer Bandgründer Bob wollte nur Robin Wulff diesen Weg mitgehen.
Die Band musste sich also neu formieren – mit Erfolg. Seit mittlerweile drei Jahren sind die Schrummel-Rocker mit
ihrem eigenwilligen und unverkennbaren Sound bei Fans und in Clubs begehrt.
Eigener Stil
„Wir machen einen ganz eigenen Stil, in dem sich Elemente von Heavy Metal, von Rock und von Pop ebenso finden wie sogar von HipHop. Das führt dazu, dass wir nicht in eine Kiste gesteckt werden können. Unsere Fans kommen aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen. Das macht uns für ganz unterschiedliche Veranstalter interessant“, fasst Sven Schenk den Stil der Gruppe zusammen. „Dazu kommt, dass wir mit Helen Wagner einen optischen Blickfang haben, der musikalisch überzeugt und mitreißt.“
Musikvideo
Nach dem Erfolg der CD bastelt die Band nun an einem eigenen Musikvideo. Es soll im Februar 2011 herauskommen und helfen, den Ruf der Band über Berlin und Brandenburg hinaus schallen zu lassen.
Dabei ist ein Team im Einsatz, das bereits Erfahrung gesammelt hat und in der Szene gefragt ist: „Der Maskenbildner war für den früheren Bundespräsidenten Horst Köhler tätig und ist ansonsten für die Fernseh-Serie ‚Rosamunde Pilcher‘ im Einsatz. Der Kameramann hat die offiziellen Fotos für die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft gemacht. Das Mastering macht Andreas  Balaskas, der neben uns Gruppen wie Karat, Silbermond oder Bushido betreut“, so Jan Mieles.
Alle Mitglieder der Gruppe sind sich einig, dass sie sobald als möglich ihren
Lebensunterhalt ausschließlich mit der Musik verdienen wollen. „Mittlerweile ist es zumindest so, dass wir nichts mehr zuschießen müssen und uns beispielsweise Projekte wie die CD und das Video leisten können“, so Sven Schenk.
Unsterblich?
Doch selbst wenn der große Traum in Erfüllung geht und eine Plattenfirma für den weiteren Durchbruch sorgt, versprechen die KuSuMu-Musiker, der Region treu zu bleiben: „Auftritte bei der ‚Kulta’ und beim ‚Mai-Sprung‘ in KW sind für uns Tradition. Das Musikvideo wollen wir als erstes bei uns im Kino vorstellen, schließlich durften wir da schon früher mal für Fotoaufnahmen rein!“
Der ungewöhnliche Name ist übrigens eine Zufallsschöpfung: „Ich machte gerade Schularbeiten, hörte Radio, da fuhr ein LKW vorbei, so dass der Ton etwas überdeckt war. Ich dachte, den Namen der Band, die gerade gespielt hatte, so verstanden zu haben. Beim Recherchieren im Internet kam ich aber darauf, dass der Name gar nicht besetzt war und so verwendeten wir ihn für uns“, erzählt Schenk den Band-Mythos.
Einfallsreich wie KuSuMu nun mal sind, machten sie aus der Not mit der Abkürzung ohne Inhalt eine
Tugend und veranstalteten
einen Sinn-Such-Wettbewerb unter den Fans. „Am besten hat uns die Deutung ‚Kommt und seid unsterblich mit uns‘ gefallen. Daraus haben wir dann gleich ein Lied gemacht.“
Infos: www.kusumu.de
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