Stand Dezember 2010
Gold-Ruderer mit Winter-Problem
kanu0027.tif
Ausgerechnet im „verflixten 13. Jahr“ können die Wassersportler aus KW besonders groß feiern: Die kleinen Ruderer errangen soviel Medaillen wie noch nie. Sie überzeugten – als beste von ganz Brandenburg.
Lisa-Patricia Henze ist mit gerade mal elf Jahren jüngstes Goldmädchen. Sie wurde ebenso im Einer Landesmeister wie ihr zwei Jahre älterer Kollege Niklas Kautz. Offenbar reichte der kleinen Ausnahme-Sportlerin die Riesen-Anstrengung allein im Boot aber nicht aus.
Medaillen-Segen
So kämpfte sie zusätzlich im Team und erreichte zusammen mit  Gina-Marie Fehlner, Björn-Peer Tanke, Tom Hebenstreit und Steuerfrau Jo-Enie Sündermann im Mixed Vierer eine weitere Goldmedaille. Damit das Edelmetall nicht so eintönig wirkt, kam noch Silber dazu. Das erreichte der neue Ruderstar Lisa-Patricia Henze zusammen mit Partnerin Gina-Marie Fehlner, ebenfalls erst elf Jahre alt, im Zweier.
Bei soviel Erfolg wundert es nicht, dass die Talent-Scouts des Deutschen Sports ebenfalls schon ihre Fühler nach Königs Wusterhausen ausgestreckt haben. So kam es, dass die 13-jährige Sophie Meyne nun seit einem Jahr in der Sportschule in Potsdam ganz gezielt darauf vorbereitet wird, für Deutschland auf dem Wasser irgendwann mal ganz vorne mitzufahren und möglichst viele Medaillen zu holen.
Bundesweit erfolgreich
Diese geballte Mädchenpower überschattet schon fast die Jungs. Doch diese haben ebenfalls ihre Stars. Mit 14 Jahren gehören Jonas Möckel und Hendrik Tanke schon zu den erfahrenen Ruderern in Königs Wusterhausen. Sie zeigten es ebenfalls allen und holten als Beste Brandenburgs Gold im Zweier. Niklas Kautz gilt ebenfalls als ganz große Hoffnung: „Er konnte beim Bundeswettbewerb einen beachtlichen fünften Platz erringen“, berichtet Sylvia Möckel.
Wassersport-Familie
Ihr Sohn Jonas Möckel stammt aus einer richtigen Wassersportler-Familie: Schon die Oma „tobte“ auf der Dahme herum. Mutter Sylvia Möckel ist zusammen mit Manuela Wendisch Trainerin des erfolgreichen Wassersport-Nachwuchses von Königs Wusterhausen. Sie hat ebenfalls Regatta-Erfahrung. Sylvia Möckel machte landesweit auf sich aufmerksam und fuhr bei den DDR-Meisterschaften erfolgreich mit. Ehemann Heinz Peter Möckel kümmert sich als Vorsitzender des Vereins um die organisatorischen Belange.
Wurzeln in der Schwartzkopff-Ära
Dass Königs Wusterhausen so einen erfolgreichen Wassersport-Verein hat, verdankt es dem Nachbarort Wildau. Dort hatten schon die Gründer der Schwartzkopff-Industriesiedlung ein Herz für Wassersport, wie alte Bilder zeigen. 1921 konnten die „Wasserfreunde Schwartzkopff“ deshalb stolz auf ein eigenes Bootshaus verweisen. 1950 entstand mit der „BSG Motor Wildau“ eine „Sektion Rudern“. Im Zuge der Abwicklung des Schwermaschinenbaus ging das Bootshaus und damit die Heimat „verloren“. So entstand der Verein 1997 neu – in Neue Mühle, das zu Königs Wusterhausen gehört.
Spaß am Wasser
Neben der Nachwuchsförderung und dem Regatta-Sport beschäftigen sich die Wasserfreunde um die Vereinsvorsitzenden Heinz Peter Möckel und Monika Kuhnert mit Wanderrudern und ganz neu mit Drachenboot-Wettbewerben. Ausgerechnet im erfolgreichsten Jahr drückt den Wassersportverein Königs Wusterhausen eine große Sorge: „Um im Sommer gut zu sein, muss man im Winter konsequent trainieren. Das kann man natürlich nicht mehr mehr auf dem Wasser. Stattdessen geht es dann um Kraft- und Ausdauertraining in der Halle. Allerdings gibt es hier in diesem Jahr in Königs Wusterhausen einen Engpass, weil eine Sporthalle weggefallen ist. Das bedeutet, dass wir nur noch ein Drittel der bisherigen Hallenzeit haben. Es wird sehr schwer sein, unter diesen Voraussetzungen weiter die Weichen für den Erfolg im Sommer zu stellen“, so die Trainerinnen Manuela Wendisch und Sylvia Möckel.
Infos:
www.wsv-koewu.de 
Tel. 01 73/6 15 32 05
kanu0035.tif
dii.gif