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Bewegung für die Bahn

Stand Dezember 2013

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Die Bahn will uns ja gerne alle in
Bewegung bringen, dabei geht ihr selbst
ab und an die Puste aus.

Das Sommerdesaster in Mainz zeigte das
ebenso deutlich wie immer wiederkehrende
Probleme bei der Berliner S-Bahn. Aus
gerechnet ein Musiker aus Königs
Wusterhausen hat sich nun vorgenommen,
der Bahn neuen Schwung zu verleihen!
Rainer Hofstätter kam, sah und siegte. Er
erreichte ausgerechnet im Herzen des
Großkonzerns die Herzen der
Eisenbahner und ihrer Oberen. Dieses
Kunststück gelang ihm mit kreativem
Einsatz. Gitarre, Gesang und maß
geschneiderte Reime brachten die
Schienenfachleute zu stürmischen
Beifallsbekundungen.    

Musik bewegt die Bahn  

Sein Auftritt beim „C Ressort Treffen
2011“ war so erfolgreich, dass
Bahnvorstand Gerd Becht, der im Konzern
für Datenschutz und Recht zuständig ist,
beschloss, ihn als festen Interpreten für
Veranstaltungen der Eisenbahner zu
engagieren. Hofstätter freut das gleich aus
mehreren Gründen. Einerseits ist dies
eine tolle künstlerische Bestätigung und
andererseits ist Bahnvorstand Becht sein
„Chef“, in dessen Abteilung der Kreative
aus Königs Wusterhausen für so spannende
Themen wie Kreuzungsrecht im Einsatz ist.

Die Kanzlerin im Blick

„Von meinem Büro am Hauptbahnhof aus
habe ich einen guten Blick auf
Bundeskanzlerin Angela Merkel und
könnte sie beim Blumen gießen im Garten
beobachten“, schmunzelt Hofstätter.
Darüber ist er mehr als glücklich, denn sein
persönlicher Traum war, die Heimat im
Ruhrpott gegen das quirlige Berlin
auszutauschen. Natürlich liegen die Gründe
in der Luft. Wer als Musiker mit derart
unbremsbarer Kreativität in der Ruhrpott-
Metropole Duisburg aufwächst und
später in Recklinghausen wohnt, für den
muss das bunte Kunstleben in der
neuen alten Hauptstadt eine Offenbarung
sein!

Gabi aus KW

Doch das eigentliche Motiv für „Ray
Hofsteen“, wie sich Hofstätter per
Künstlername nennt, lag woanders. Er
hatte übers Internet „die Liebe des Lebens“
gefunden, natürlich bei der Bahn. Denn
„Gabi aus KW“, die mittlerweile seine
Ehefrau ist, arbeitet im gleichen Konzern
wie Hofstätter, nämlich beim
Tochterunternehmen „Schenker Rail“.
Weil Gabi partout nicht den angestammten
Süden von Berlin gegen den Ruhrpott
eintauschen wollte, fand die Bahn-Liebe in
KW ihre Heimat.

750 Akkorde

Hofstätter erinnert sich noch gut an seine
musikalischen Anfänge: „Ich hatte als
Zwölfjähriger einen Cousin besucht. Er
hatte eine alte E-Gitarre an der Wand
hängen. Ich wusste, die muss ich haben.
Ich nervte ihn dann solange, bis ich das
Instrument bekam. Allerdings hatte ich
keinen Schimmer, wie man damit spielt.
Ich kaufte mir das Buch ‚750
Gitarrenakkorde‘ und wurde von meiner
Mutter zum Üben in den Keller verbannt,
weil es in der Wohnung zu schauderhaft
klang. Nach einem Jahr hatte ich es
geschafft und war so überzeugend, dass
mir die Eltern Gitarrenunterricht
spendierten.“

Nummer 1 Hit

Schließlich spielte er in mehreren Bands,
eine davon hätte fast den großen
Durchbruch geschafft: „Wir wurden
vomRadio entdeckt, kamen sogar in die
Hitparade!“ Ihr Song „Turn you on” wurde
beim Recklinghauser Sender „Radio FiV“
Platz 1 der lokalen Hitparade. Nach dem
örtlichen „Wechsel aus Liebe“ gründete
Hofstätter mit Horst Ruderisch die Band
„Rockshopno1“, später folgte „ProCdur“.
Beide spielen bekannte Hits und eigene
Songs, die meist  Bahn-Mitarbeiter
Hofstätter auf die Schiene brachte.

International gefragt

Nach dem Wechsel nach
Königs Wusterhausen schafft „Ray
Hofsteen“ nun sogar internationales
Ansehen. Der vielseitige Musiker und
leidenschaftliche Gitarrensammler freut
sich, dass ein Musikvideo von ihm über 8
000 Zugriffe auf You- Tube hat. Im
internationalen Musikportal „Riffworld“
gelang es ihm, für den kleinen Kreis der
„Riffling Junky“  vorschlagen und gewählt
zu werden. „Das gelingt nur ganz wenigen
deutschen Musikern“, strahlt er. Dort
arbeitet er mit renommierten Produzenten
und Stars zusammen, um zu perfekten
Songs zu kommen. Gute Platzierungen in
den internationalen Hitparaden des Portals
geben ihm recht.

Ansteckender Rhythmus

Die Palette von „Ray Hofsteen“, der sich
vorgenommen hat, „als Recklinghauser
Berlin zu erobern“, ist breit. Er gibt aber
gerne zu, dass Blues und Jazz es ihm
besonders angetan haben. Wie genau sich
das anhört, zeigen unter anderem die
Auftritte als Duo „Double Ray“ zusammen
mit Musiker-  und Vornamenskollegen
Rainer Gail. „Wir waren beispielsweise für
ein Konzert in der Landesvertretung von
Sachsen-Anhalt engagiert. Dessen Leiter,
der CDU-Staatssekretär Dr.  Michael
Schneider, war von dem Auftritt so
begeistert, dass er sehr zum Erstaunen der
Anwesenden, selbst zum Bass griff und mit
uns loslegte“, freut sich Hofstätter darüber,
dass seine Musik neben den Eisenbahner-
Kollegen noch manch andere in Fahrt
bringen kann!

Infos:

Tel. 03375/528542
www.hofsteen.de

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