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Meist wird in Deutschland über schöne
alte Rathäuser gestaunt. Viele sind so
wie in Berlin gute hundert Jahre alt und
mancherorts stammen sie sogar aus dem
Mittelalter.  

In Königs Wusterhausen gab es wohl
niemanden, der nicht die Nase gerümpft
hätte, wenn die Sprache auf das Thema
„altes Rathaus“ kam, zumal gerade beim
Standort in der Karl Marx Straße keine
Rede von historisch wertvoller
Bausubstanz sein konnte. Also wurde neu
gebaut, mit dem Ziel, die Verwaltung an
einem Standort zusammenzufassen und
damit Bürgern und Mitarbeitern den Alltag
zu erleichtern. Am 28. April 2014 konnte
Bürgermeister Dr. Lutz Franzke nach rund
zweijähriger Bauzeit symbolisch den
Schlüssel für den Rathausneubau in
Empfang nehmen.    

Fleißige Stadtverordnete

Zumindest die Stadtverordneten hatten
zunächst wenig Zeit, das Rathaus in seiner
Gesamtheit zu bewundern. Sie traten
nämlich keine Stunde nach der
Neubaueröffnung ganz fleißig zu ihrer
ersten Sitzung im neuen Saal zusammen,
die zugleich die letzte Zusammenkunft in
dieser Zusammensetzung vor der Neuwahl
war. Sie hatten 2011 den Rathausneubau
beschlossen und konnten so das Ergebnis
noch selbst in Augenschein nehmen. Die
große Fensterfront des Saals gibt einen
fantastischen Blick auf das Schloss frei.
Das hat zudem noch den Vorteil,
dass jeder von außen in den Sitzungssaal
hineinsehen und sich davon überzeugen
kann, wie transparent in der SVV und in
den Ausschüssen gearbeitet wird.  

Nur der Kaffeeautomat fehlt

„Die Freude und Zufriedenheit der
Stadtverordneten war und ist allenthalben
zu spüren. Eng wird es nur, wenn der
Wunsch nach einem Kaffee immer größer
wird. Leider hat sich bis heute noch kein
Betreiber gefunden, der wie am alten
Sitzungsort einen Kaffee- oder
Getränkeautomaten aufstellt“, deutet
Heinz- Georg Hanke schmunzelnd das
einzige Manko an. Er ist nach der
Kommunalwahl vom Mai 2014 erneut mit
überzeugender Mehrheit zum Vorsitzenden
des Stadtparlaments gewählt worden.

Zwei Dächer, ein Standort

Mit dem Neubau besteht das Rathaus aus
zwei Gebäudeteilen, die durch einen
verglasten Gang miteinander verbunden
sind. Das neue Haus ist komplett
barrierefrei. Der benachbarte alte
Gebäudeteil wird jetzt in zwei Schritten
saniert. In der zweiten Hälfte 2015 sollen
diese Bauarbeiten abgeschlossen sein.
Dann kann wie geplant das Gebäude in der
Karl Marx Straße geschlossen werden und
die Verwaltung an einem Standort arbeiten.  
Ein Schmuckstück im Neubauteil ist das
Trauzimmer, das über eine große Terrasse
verfügt. Die originelle Deckenbeleuchtung
symbolisiert zwei Trauringe. Das Zimmer
von Bürgermeister Dr. Franzke befindet
sich über dem Sitzungssaal. Somit kann er
ebenfalls von Zeit zu Zeit einen Blick auf
das Schloss werfen, hat aber zugleich
sozusagen den Geist vom Soldatenkönig
Friedrich Wilhelm I. im Nacken, als ob
dieser zuschaut, was heute aus seinem
Regierungs- und Jagdsitz geworden ist und
ob ordentlich gewirtschaftet wird.

Die Stadt gestalten

Die Umgestaltung des Bahnhofsumfelds
war eines der prägendsten und
einschneidendsten Nachwende-Projekte zur
Entwicklung der Innenstadt. Ende
November 2014 wurde termingemäß als
eine der letzen Fertigstellungsmaßnahmen
der neue Fußgängertunnel eröffnet. Er hat
jetzt zwei Zugänge: Einer ist von der
Bahnhofstraße aus erreichbar. Dazu
gekommen ist eine Verlängerung zur
Ostseite. Das verkürzt unter den
Bahngleisen hindurch den Weg vom
Kirchsteig zur Innenstadt. Zwei Aufzüge
und eine Rampenanlage gewährleisten den
behindertengerechten Zugang zu beiden
Bahnsteigen. Zudem führen futuristisch
überdachte, großzügig angelegte Treppen
in den Fußgängertunnel. Sie verweisen
symbolhaft auf Königs Wusterhausen als
moderne und dynamische Stadt.

Bildungszentrum Zernsdorf 

Schon im März 2014 konnte Bürgermeister
Dr. Lutz Franzke ein neues
Mehrzweckgebäude für die Grundschule
Zernsdorf und die Kita „Zernsdorfer
Rübchen“ an die jungen Nutzer übergeben.
Das neue Haus komplettiert ein kleines
„Bildungszentrum“ mitten in Zernsdorf.
An der „Alten Trift“ liegen nun Schule,
Kita, Turnhalle, Sportanlagen und
Jugendklub dicht  beieinander. Der
Zernsdorfer Neubau verbessert die Kita-
Versorgung in Königs Wusterhausen
weiter, beherbergt zwei Klassen- und drei
Horträume.

Party im „Spatzennest“  

Sichtbar gut haben es die kleinen Spatzen
aus Zeesen in ihrem neuen Nest. Anfang
Oktober 2014 war die Einweihungsparty
für die nagelneue Kita. Zuvor waren sie in
zwei älteren Gebäuden einige hundert
Meter entfernt untergebracht, die dringend
sanierungsbedürftig waren. Die Stadt hat
kräftig investiert und auf rund 2000
Quadratmetern auf zwei Etagen Platz für
knapp 200 Kinder geschaffen. Diese neue
Kita verfügt über mehr als eine wunderbare
Besonderheit. Da würde manch
Erwachsener gern wieder Kind sein und
hier Experimente durchführen, im Atelier
basteln oder vom Galeriebalkon über die
Außenrutsche schnell im großen Garten
landen. Davon können die
Stadtverordneten nur träumen, die
weiterhin auf „klassische“ Weise das
Rathaus verlassen müssen!

Neues Rathaus setzt Maßstäbe

Stand Dezember 2014

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HnakeMZGZernsdorf8207.tif
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Am 28. April 2014 konnte Bürgermeister Dr.
Lutz Franzke den symbolischen großen
Schlüssel für den Rathausneubau übernehmen.

Anke Klabisch erläutert die vielen
Möglichkeiten des neuen Hauses für die
Zernsdorfer Kinder.

Heinz-Georg Hanke und die Stadtverordneten
schätzen ihren neuen Sitzungssaal.

Werner Blume als Leiter vom Fachbereich
Zentrale Dienste präsentiert gern das
wunderschöne neue Trauzimmer. Die
originelle Deckenbeleuchtung symbolisiert
zwei Trauringe.

Heinz-Georg Hanke und Dirk Rosenthal vom
Verein „Citypartner“ freuen sich über die
Umgestaltung rund um den Bahnhof.

Heinz-Georg Hanke als Vorsitzender der
Stadtverordnetenversammlung hat sich
überzeugt, dass sich die kleinen Spatzen aus
Zeesen in ihrem neuen Nest sehr wohl fühlen.