Dies ist ein Archiv-Eintrag aus dem Jahre 2017!

Wernsdorfer als Star bei Störtebeker und Karl May

Schauspieler
Ben Bremer
Telefon:01 72/3 02 84 25
Website:www.benbremer.de

Begeisterung im Sattel

Stand: Dezember 2017

Westernheld Old Surehand und Ostsee-Pirat Klaus Störtebeker finden jetzt zusammen. Ihre neue „Heimat“ steht im idyllischen Königs Wusterhausen!

Die beiden „Superstars“ der Freilichtbühnen treffen sich in einem naturnahen früheren Bauernhof am Rande von Wernsdorf. Hier am Oder-Spree-Kanal unweit der Schleuse hat sich Ben Bremer eingerichtet. Wer so heißt, der muss einfach Gesicht zeigen! Bremer macht dies auf besonders spektakuläre Weise. Dies begeistert ein Millionenpublikum!

Spaß an Bösewichten
Immer im Sommer tauscht er seine Wahlheimat Königs Wusterhausen gegen Ralswiek auf Rügen ein, wo er hoch zu Ross bei den Störtebeker-Festspielen gefragt ist. Als Weiteres gilt sein Herz den Karl-May-Spielen, wo er zuletzt den „hinterlistigen Medizinmann Tibo-taka“ mimen durfte: „Die ‚bösen‘ Charaktere sind für einen Schauspieler besonders reizvoll, weil sie immer doppelbödig sind“, zeigt er sich mit der Rolle mehr als zufrieden. „Das Schöne hier ist, dass am Ende immer die Guten siegen!“

Gäste willkommen
Ben Bremer liebt nämlich das Gute und die Natur. Er hat sich mit dem abgelegenen Grundstück am letzten Ende des ohnehin leicht abgelegenen Ortsteils Wernsdorf einen Traum erfüllt. Obwohl gefragter Star vor einem Millionenpublikum, der ebenso für Spielfilme, Fernsehen und für Synchronarbeiten in Aktion ist, hat er sich Zeit genommen, die alten Gebäude selbst wieder in Schuss zu bringen. Schließlich ist er gelernter Schlosser! Gerade ist er dabei, eine marode Scheune zu einem rustikalen Atelier für sich umzubauen. Um ihn da zu besuchen muss man sich nicht mal großartig anmelden. So „schneit“ unversehens Konrad Stadlmeyer zum Gespräch herein. Der Chef der Nachwuchsabteilung vom örtlichen Fußballverein „Frankonia Wernsdorf“ wollte ein paar Vereinsangelegenheiten besprechen.

Leidenschaft für Fußball
„Als ich 2003 nach Wernsdorf gezogen bin, hatten die keine Kinder und Jugend­lichen mehr im Verein. Also machten wir beide uns dran, den Nachwuchsbereich wieder aufzubauen“, verblüfft Ben Bremer. Triebfeder war sein fußballbegeisterter Sohn Leo Bremer, der heute 18 Jahre alt ist.
Die Leidenschaft übertrug sich danach auf dessen jüngeren Bruder Ferdinand Bremer, der jetzt 13 Jahre alt ist. Mit diesem bodenständigen Engagement knüpfte Freilichtbühnen-Star Ben Bremer an die eigene Kindheit an, die er in Diehlo, einem kleinen Dorf bei Eisenhüttenstadt, verbrachte: „Ich spielte sehr erfolgreich und lange Jahre Fußball!“

Pferde-Liebe
Der große Einschnitt kam, als ihm Nachbarkinder auffielen, die „sonderbar bekleidet“ durch die Straße zogen. „Ich sprach sie an. Sie erklärten mir, dass sie reiten und luden mich ein, mitzukommen. Ich kam das erste Mal in meinem Leben mit Pferden in Kontakt und war sofort gefesselt von der Kraft und Ausstrahlung dieser Tiere. Ich wusste, hier liegt meine Zukunft! Es störte mich nicht, dass Reiten gerade mal 20 Prozent ausmachte. Der Rest war Arbeit in den Ställen und bei der LPG, die hier zuständig war. Damit war der Sommer total ausgefüllt, ich war bestimmt zehn Jahre lang trotz aller Hitze nicht wie die anderen baden, weil ich einfach nicht dazu kam. Dennoch weiß ich heute, dass dies die beste Entscheidung meines Lebens war!“ Denn genau diese Reitkunst macht Ben Bremer als Schauspieler für spektakuläre Freilufttheater-Auftritte interessant. Dabei war es ein kleines Wunder, dass er überhaupt zu Abitur und Schauspielstudium in Leipzig kam. „Ich stand in Opposition zur DDR. Ich hatte an der Jugendweihe nicht teilgenommen, war nicht in die FDJ eingetreten und war Totalverweigerer.“

Eigenes Theater
Die rebellische Haltung führte ihn nach der Wende nach Berlin. Dort etablierte er im damals maroden Prenzlauer Berg sein Studiotheater „Christburger 6“, benannt nach dem Standort, der zugleich die Wohnadresse war. Als frischgebackener Vater allerdings wurde es ihm im Szenebezirk zu eng: „Ich fand es unangenehm, am Spielplatz unter all den tütligen Mamas zu sitzen.“

KW als Star-Treff
Die große Freiheit fand er am Rande von Königs Wusterhausen. „Hier ist genügend Platz für meine drei Pferde“, strahlt er. Gäste sind immer willkommen. Denn dank Ben Bremer hat sich Königs Wusterhausen zum Geheimtipp für Stars entwickelt, die sich hier gerne hoch zu Ross ausbilden lassen. Zu einem anderen, der allerdings schon leidlich bewiesen hat, dass er sich gut im Sattel halten kann, hat Ben Bremer eine besondere Beziehung: „Gojko Mitić schätze ich als bodenständigen Kollegen, der nie auf dem hohen Ross sitzt!“ Das gilt für Ben Bremer ebenfalls. So ist er vielen Wernsdorfern als Moderator vom jährlichen Sportlerball bekannt. Wer würde da denken, dass Bremer einer der wichtigen Stars von Festspielen ist, die ein Millionenpublikum begeistern!