Dies ist ein Archiv-Eintrag aus dem Jahre 2019!

Junge Ideen fürs traditionsreiche KW: Kindergarten in Modulbauweise

Bürgermeister
Swen Ennullat

Geburtstage und Feiern

Stand: November 2019

In der DDR waren es „nur“ Betonplatten, die für Neubauten in vorgefertigter Form verwendet wurden, damit alles schnell und effektiv ging. In Königs Wusterhausen ist man einen großen Schritt weiter. Hier werden komplette Räume in vorgefertigter Form verwendet!

Die große Beliebtheit von Königs Wusterhausen ist einer der Gründe, dass die Kitas „aus allen Nähten“ platzen.
Um zu einer schnellen Lösung zu kommen, entschied sich die Stadt mit ihrem Bürgermeister Swen Ennullat für Kitas in Modulbauweise. Eine davon entsteht in Zernsdorf in der Undinestraße.

Kitas im Expressverfahren
„Sie wird auf zwei Geschossen auf einer Fläche von 2 000 Quadratmetern Platz für bis zu 132 Kinder vom Krippenalter an bieten. Verschiedene Themenräume geben Raum für Vielfalt“, beschreibt Pressesprecher Reik Anton.
Das Besondere: Schon wenige Monate nach dem Richtfest Mitte August 2019 soll das Gebäude bereits bezugsfertig sein. Genauso schnell soll es mit dem Neubau in der Rosa-Luxemburg-Straße voran gehen, in den dann die bisherige Kita „Spielspaß“ ziehen wird. „Dabei entstehen 60 Krippen- und 162 Kitaplätze“, erklärt Reik Anton weiter.

Jahr der Jubiläen
Das Jahr 2020 wird die Attraktivität von Königs Wusterhausen weiter erhöhen. Es steht im Zeichen gleich mehrerer Jubiläen. So wird am 4. Januar 2020 mit einem Festakt für geladende Gäste im Schloss das Jubiläumsjahr eingeläutet, weil die Stadt am 19. September 1320 erstmals in einer Urkunde erwähnt wurde. Für die Bürger gibt es ab 15 Uhr ein buntes Programm rund ums Schloss. Unter dem Motto „Ganz KW feiert“ wird es das Jahr über Veranstaltungen geben, es sind über hundert geplant.
Höhepunkt ist das Stadtfest am 5. September 2020 mit einem Festumzug und mehreren Bühnen. Ebenfalls mit vielen Veranstaltungen wird begangen, dass sich am 22. Dezember 2020 zum hundertsten Mal jährt, dass vom Funkerberg aus die erste Radiosendung Deutschlands ausgestrahlt wurde. „Weitere Jahrestage sind, dass wir 125 Jahre evangelische Kantorei feiern können. Der evangelische Posaunen­chor begeht den 90. Geburtstag. Kablow kann auf 575 Jahre zurückblicken“, zählt Reik Anton auf.

Neugeburt fürs Stadionfest
Zu den Höhepunkten wird die Wiederaufnahme der „Leichtathletik-Meetings“ im Verbund mit dem ISTAF in Berlin gehören. Dafür setzt sich der neue „Athletic Club Königs Wusterhausen e.V.“ ein. Präsident ist Bürgermeister Swen Ennullat. Vize ist René Klaus, der zugleich sein neuer Vize im Rathaus ist. Er war von 1991 bis 2017 an der Spitze vom Kreissportbund und hatte das „Stadionfest“ mitorganisiert. Es fand von 1993 bis 2011 jährlich statt.
„Damals wirkte sich die Wirtschaftskrise so aus, dass die Sponsoren wegblieben. Außerdem ging die Zahl derartiger Veranstaltungen weltweit aufgrund der Doping-Skandale zurück“, erklärt René Klaus die Zwangspause. Jetzt soll die gute Tradition wiederbelebt werden.

Wohlfühlen im Rathaus?
Es wird also viele Gründe geben, sich in KW wohlzufühlen. Das ist für die Arbeit im Rathaus ebenfalls von großer Bedeutung. Hier stellte Bürgermeister Swen Ennullat Weichen für eine zukunfts­fähige Weiterentwicklung.
Schließlich steht dort ein Generationenwechsel bevor, weil viele der insgesamt 450 Mitarbeiter in den nächsten Jahren in den Ruhestand wechseln. Um neues Personal zu gewinnen, möchte die Stadt als attraktiver Arbeitgeber wirken. Dazu nimmt die Stadtverwaltung an einem „Audit“ im Rahmen der „Initiative Neue Qualität“ des Bundesarbeitsministeriums teil. KW ist hier neben Mittenwalde die einzige Stadt in Brandenburg. Die Mehrzahl der Mitarbeiter beteiligte sich an der Umfrage. „Insgesamt sollen bis ins kommende Jahr 21 Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu wurden Projektgruppen gebildet, die sich regelmäßig treffen. Die Gruppen beziehungsweise die Maßnahmen teilen sich in die Bereiche ‚Mitarbeiterorientierte Führung und Kommunikation’, ‚Gesundheits­management’, ‚Wissen und Kompetenz’ sowie ‚Vielfalt und Chancengleichheit’ auf“, erklärt Reik Anton. „Zum Thema Gesundheit konnten die Mitarbeiter an verschiedenen Schnupperkursen, darunter Pilates, Yoga und Qigong teilnehmen.“

Wieder in Verbindung
Erfreulich ist, dass es in vielen Punkten Zusammenarbeit mit den umliegenden Orten gibt. Dazu trägt bei, dass die Verbindung von Niederlehme nach Wildau jetzt für Radfahrer und Fußgänger wieder leichter geworden ist, nachdem die marode Dahmebrücke erneuert wurde. Die zirka 90 Tonnen schwere Rad- und Fußgängerbrücke ist zu Zweidrittel neu, lediglich die Dach­konstruktion konnte wieder verwendet werden. Es gibt nun einen Stahlunterbau, der Bodenbelag ist ebenfalls neu. Er besteht ebenso wie die Diagonalverstrebungen aus zertifizierter Hochgebirgslärche. Der Boden­belag wurde mit einem Antirutsch-System ausgerüstet.