Stand November 2010
TV-Journalistin macht Theater
Die Enthüllungen von Polit-Magazinen sorgen immer wieder in ganz Deutschland für Diskussionen. Gar manche „heiße Geschichte“ hat ihre „Wurzeln“ im Schenkenländchen.
Dort ist die Journalistin Birgit Mittwoch beheimatet. Sie wohnt hier mit Ehemann Peter Mittwoch in Groß Köris. Hier hat sich das Ehepaar auf dem früheren väterlichen Wochenendgrundstück den Traum vom Eigenheim verwirklicht.
Im Schenkenländchen erholt sie sich vom beruflichen Fernseh-Stress, mit Theater.  Sie hält im Amt das frühere Schülertheater von Groß Köris am Leben und ist nun dabei, ein richtiges „Schenkenland-Theater“ daraus zu machen. „Leider sind uns mittlerweile die Schüler ausgegangen, so dass sich aus der Not ergab, eben ein richtiges Erwachsenen-Theater zu
machen“, enthüllt sie. Und weil die Spielstätte, der Flur im Obergeschoss der mittlerweile in Schenkenland-Schule umbenannten Heimstatt von 200 Schülern einer Feuertreppe zum Opfer fiel, wurde der Name ebenfalls  angepasst.
Zum Theater kam Birgit Mittwoch, nein, nicht wie Jungfrau zum Kind, sondern über ihr Kind. „Wir sind 1996 hierhergezogen. Unsere Tochter Julia ging in Groß Köris zur Schule. Dort gab es die Idee, ein Schultheater aufzubauen. Besonders die Lehrer Manon Hähnel und Christiane Rackwitz setzten sich dafür ein.“
Die jungen Schauspieler schafften es, das Publikum im Ort und sogar überregional in den Bann zu ziehen. Sie entwickelten mit „Akte T.“ sogar ein eigenes Kriminal-Theaterstück und traten damit bei einschlägigen Festivals in Cottbus und Schwedt auf. „Das Problem ist, dass die Schule nur bis zur zehnten Klasse geht. Dadurch verloren wir immer wieder unsere jungen Schauspieler. Nachwuchs wurde zum Problem. Heute bietet die Schule selbst so viele Freizeitmöglichkeiten und Arbeitsgruppen an, dass die Jugendlichen damit gut ausgelastet sind,“ beschreibt Birgit Mittwoch, wie ihr kleines Theater in eine große Existenzkrise kam. Dabei hat es mit Christoph Kubitza sogar ein jugendliches Ensemble-Mitglied auf eine Schauspielschule nach Berlin geschafft.
Nun geht es an den Neuanfang. Mit dem Regisseur Jürgen Bonk hat das Theater einen künstlerischen Leiter gewonnen. „Wir haben eine neue Bühne gebaut, nachdem der Hausmeister unsere erste einfach zersägt hat. Mit dem früheren Werkkundegebäude der Schule haben wir nun einen neuen Platz für Proben und Aufführungen gefunden. Wir proben gerade unser neues Stück ‚Oma frisst‘ und hoffen, damit im Frühjahr 2011 auftreten zu können.“
Das Problem: „Alle Theatermitglieder stehen wie ich voll im Berufsleben. Da ist es oftmals schwer, den gemeinsamen Probentermin zu halten. Jedenfalls wäre es schön, wenn wir noch den einen oder anderen Theater-Begeisterten zum Mitspielen finden könnten“, lädt die Gruppe ein.
Ohne Frage wäre es ein großer Gewinn, wenn das Schenkenländchen auf diese Weise wirklich zu einem „richtigen“ Theater kommen könnte. Schließlich haben Birgit und Peter Mittwoch viele Ideen, was man außerhalb des Fernsehens, dafür auf der „richtigen Bühne“, alles noch enthüllen könnte.
Infos:
Tel. 01 73/6 09 26 26
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