Stand Dezember 2012
20 Jahre Amt: Blick nach vorne!
Das Amt Schenkenländchen ist eine Erfolgsgeschichte und kann auf stolze 20 Jahre zurückblicken. Kaum einer konnte es so entscheidend mitprägen wie Schwerins Bürgermeister.
Heinz Gode ist genauso lange ehrenamtlicher Bürgermeister von Schwerin wie das Amt besteht. Das runde Jubiläum konnte er als Amtsausschuss-Vorsitzender mit bestimmen. Seit 2008 ist Heinz Gode an der Spitze des Gremiums, in dem die unabhängigen Städte Teupitz und Märkisch Buchholz sowie die Gemeinden Groß Köris, Schwerin, Halbe, und Münchehofe die Fäden für gemeinsame Entwicklungen ziehen. Ihre Beschlüsse sind dann vom „Amt Schenkenländchen“ als der gemeinsamen Verwaltung umzusetzen. Schließlich gibt es viele Aufgaben und Anforderungen, die die Gemeindegrenzen übersteigen. „Dazu gehören Weichenstellungen für den Tourismus oder, wie nun aktuell, die Trinkwasser-Versorgung in Teupitz und Schwerin“, so Heinz Gode.
Von der Oder an die Dahme
Er stammt ursprünglich aus der Industriestadt Schwedt. „Diese Welt der Kombinate war meine Welt aber nicht“, begründet er, warum er unbedingt Pädagogik studieren wollte. 1971 kam er als Erzieher in das Kinder- und Jugendheim Groß Köris. „Die ländliche Idylle vor den Toren Berlins ist toll. Ich habe die Oder niemals vermisst. Statt dessen genieße ich die vielen Dahme-Seen, die alle sauberes Wasser haben und sehr idyllisch sind“, so Heinz Gode. 1976 zog er nach Schwerin, wo er seit 1992 ehrenamtlicher Bürgermeister ist. „Damals ging die amtierende Bürgermeisterin Bärbel Stumpf als Hauptamtsleiterin in die Amtsverwaltung.“
Wohnungen freigekämpft
Auslöser für Heinz Gode, mit der Wende in die Kommunalpolitik zu gehen, war die Befürchtung, dass die bisherigen Bewohner vertrieben werden könnten: „Auf vielen Häusern lagen Restitutionsansprüche. Ein weiteres Problem war, was aus den Ferienhäusern werden sollte, wo die Stasi untergebracht war. Wir haben uns stark gemacht, Wohnungen freigekämpft und erreicht, dass die Leute hier geblieben sind“, blickt Heinz Gode zurück.
In den 20 Jahren haben sich die Gemeinden des Amtes sichtbar entwickelt. Gerade Schwerin ist ein Vorzeigeort, wo der Bürgermeister in der neugebauten lichtdurchfluteten Kita gleich neben der neuen Feuerwehr empfangen kann.
Probleme mit dem großen Schwerin
Dabei kämpft Schwerin im Schenkenländchen damit, dass es unter dem „großen“ Schwerin als Hauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern leidet. „Schlampige Behördenmitarbeiter haben oftmals uns Wegzüge aus der Stadt Schwerin  angelastet, so dass wir in der Statistik nur 630 Einwohner haben, obwohl es in Wirklichkeit 780 Personen sind. Diese falschen Zahlen führen dazu, dass wir weniger Geld vom Land bekommen als uns zusteht. Das Amt für Statistik erkennt zwar den Fehler, will ihn aber nicht korrigieren, so dass wir nun klagen.“
Hort der Ruhe
Für die Zukunft stellt sich Heinz Gode vor, dass das Schenkenländchen als „Hort der Ruhe“ viele neue Bürger bekommt, denen der Lärm des Großflughafens in Schönefeld auf die Nerven geht. „Von unseren Gemeinden ist man auf der Autobahn in kurzer Zeit in Berlin. Wir haben aber keinen Fluglärm und können daher eine Wohnqualität bieten, die viele suchen.“
In Schwerin, so Gode, sind dafür die nötigen baurechtlichen Voraussetzungen bereits geschaffen.
Sehr ärgert ihn aber, dass die Gewerbegebiete immer noch ziemlich leer sind. „Da hätte das Amt bereits früher mehr Werbung machen müssen.“
Dieses Jahr konnte das Amt das 20. Jubiläum feiern. Ob es nochmals so alt werden kann, steht in den Sternen: „Das Land plant bereits die nächste Gebietsreform, dann könnten wir Königs Wusterhausen zugeschlagen werden. Da bin ich strikt dagegen!“
Heinz Gode liebt das Wasser und erholt sich mit viel Freude vor Ort. Trotz des schönen Seegrundstücks in Schwerin, reist er gerne: „Egal wohin, am liebsten sind mir Orte mit Wasser, denn ich bin ein absoluter Seefan“, gesteht der Bürgermeister, den es einst von der Oder an den idyllischen Schweriner See verschlagen hat.  
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